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Nachrichten: Reitsport 2500 Zuschauer beim Pferdefest in Bad Segeberg
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport 2500 Zuschauer beim Pferdefest in Bad Segeberg
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14:18 21.08.2019
Von Christian Detlof
Die Teilnehmer des Stafettenrittes beteiligten sich am großen Aufmarsch des Landesbreitensportturniers auf dem Landesturnierplatz in Bad Segeberg. Quelle: Tara Gottmann
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Bad Segeberg

Das Wort „ungerecht“ kam manchem Besucher des 24. Landesbreitensportturniers des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein in den Sinn. Aber nicht etwa wegen der Entscheidungen in den vielen Parcours, in denen die ganze Vielfalt dessen vorgestellt wurde, was der Umgang mit Pferden und Ponys zu bieten hat. Vielmehr war es der Regen, der sich mächtig ins Zeug legte, den mit großer Leidenschaft und viel Engagement ihre Diszilpinen präsentierenden großen und kleinen Pferdefreunden den Spaß zu verleiden.

Aber das sollte nicht gelingen – dafür ist das Pferdefest des Nordens viel zu sehr für viel zu viele der sportliche Höhepunkt eines jeden Jahres. Über 1000 Nennungen mit rund 600 Pferden und Ponys hatten den Veranstaltern vor Beginn der Wettkämpfe und Vorführungen vorgelegen. In bis zu zehn Bereiche wurde der Landesturnierplatz eingeteilt, um die rund 100 Wettbewerbe über die Bühne bringen zu können.

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Die Fotostrecke zum Pferdefest des Nordens sehen Sie hier.

Verbände und Vereine führten Wettkämpfe durch
Dafür sorgten auch zwölf weitere Verbände und Vereine, die als Veranstalter von Prüfungen, Showeinlagen und Wettkämpfen auf der „Rennkoppel“ auftraten. Etwa die Erste Westernreiter Union, die Fahrergemeinschaft oder der Verband für die Reiterspiele Mounted Games.

Fehlen durften auch nicht die Zuchtrichtungen, wie die Interessengemeinschaft Welsh, die Deutschen Friesenzüchter, der Islandpferde Reiter- und Züchterverband, das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein oder der Verein Schleswiger Pferdezüchter. Sie alle boten trotz aller Wetterkapriolen ein farbenfrohes und abwechslungsreiches Geschehen, das zwei Tage lang beste Unterhaltung auch für jene bot, die nicht selbst im Sattel oder auf dem Kutschbock sitzen oder am Führstrick arbeiten.

Spaß und Freude am Umgang mit Pferden im Vordergrund
Auch beim Pferdefest des Nordens durften Schleifen und Ehrenpreise für sportliche Leistungen und Erfolge nicht fehlen. In Summe aber stehen Spaß und Freude für Mensch und Tier beim Landesbreitensportturnier im Vordergrund. Das Zusammentreffen so vieler Pferdemenschen wird von den Veranstaltern auch stets genutzt, sich gegenseitig fortzubilden: Unter dem Motto „Breitensport bildet“ gibt es stets Mini-Kurse und Praxisdemonstrationen für Teilnehmer und Besucher. Rund 2500 Zuschauer wurden an beiden Tagen gezählt, etwas weniger als in den Vorjahren, aber angesichts des Wetters laut Veranstalter „noch immer beachtlich.“

Ehrungen für verdiente Helfer
Fast 300 Helferinnen und Helfer hatte Maritres Hötger im Einsatz. „Die meisten von ihnen sind Jahr für Jahr wieder dabei – einige sogar von Anfang an“, strahlte die Breitensportreferentin im Pferdesportverband. Zwei von diesen fleißgen Helfern im Hintergrund konnten PSH-Präsident Dieter Medow und die Breitensportbeauftragte des Verbandes, Antje Voss, mit einer besonderen Ehrung versehen: Gabriele Schlahmann und Manfred Borck aus Bad Segeberg erhielten vor der mit vielen Regenschirmen bewaffneten Zuschauerschar auf dem Hauptplatz vor der historischen Tribüne der Rennkoppel den Ehrenteller des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein.

Schon seit mehr als 30 Jahren kümmert sich Gabriele Schlahmann bei großen Pferdesportveranstaltungen auf dem Turnierplatz um die Kasse. Ein nicht zu unterschätzender Faktor auch in dem großen Räderwerk Landesbreitensportturnier. „An ihm kommt eigentlich niemand vorbei“, schränkte Dieter Medow in seiner Laudatio auf Manfred Borck die Sache mit dem Agieren im Hintergrund ein. Denn der Bad Segeberger ist stets einer der Ersten, den die Besucher seit der ersten Auflage des Pferdefestes zu sehen bekommt, weil er die Zufahrt zum Gelände kontrolliert.

Das Woodstock des Pferdesports
Die Ehrung fand im Zuge des großen Aufmarsches statt, angeführt vom Fanfahrenzug des Reiterhofes Gläserkoppel. Ein kurzweiliges Innehalten, ehe die bunten Wettbewerbe weitergingen, ob Kostümvoltigieren, Kaltblut-Vierkampf oder Bodenarbeit. „Im letzten Jahr hieß es, wir seien das Woodstock der Pferde", sagte Antje Voss. Bekanntlich war auch das berühmte Festival von schlechtem Wetter begleitet – und war dennoch ein Erfolg. Ganz wie das Pferdefest.

Alle Ergebnisse vom Pferdefest des Nordens finden Sie hier.

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