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Nachrichten: Reitsport Ein Pferdefest mit hohem Spaßfaktor
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport Ein Pferdefest mit hohem Spaßfaktor
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12:39 20.08.2018
Von Jessica Bunjes
Bei den Mounted Games waren auch die kleinsten Reiter dabei: Lea Hoffmann (6) sauste auf Bosse über den Platz. Quelle: Jessica Bunjes
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Bad Segeberg

In der Praxis war auf der Rennkoppel in Bad Segeberg am vergangenen Wochenende vom Fohlenchampionat bis zum Fahrwettbewerb und von Pias Pony-Olympiade bis zum Fortbildungsvortrag alles zu erleben, was das Freizeit-Leben mit den Pferden ausmacht. Einige Tausend Zuschauer fanden den Weg auf den Landesturnierplatz. „Die Veranstaltung ist eine tolle Plattform für eine Vielzahl an Rassen und Reitweisen“, brachte die Zuchtleiterin des Pferdestammbuchs SH/HH, Dr. Elisabeth Jensen (Felde), das Treiben auf den Punkt, in dessen Rahmen das 21. Fohlen-Championat ihres Verbandes ausgetragen wurde.

Über 100 vorprämierte Fohlen aus zwei Dutzend Rassen paradierten über den Platz, am Ende standen in jeder Gruppe Sieger vorne. Bei den Haflingern war das der Hengst Naceur aus der Zucht von Familie Seraphin (Bellin). Bei den Deutschen Reitponys wurde je eine Stute und ein Hengst herausgestellt: Beide Tiere kommen aus der Zucht von Peter Böge (Schönhorst). Sie stammen von den Hengsten Morgensterns Dalai und FS Daddy Cool ab. „Bewundernswert, was die Züchter teilweise für lange Anreisen auf sich nehmen“, so der PSB-Vorsitzende Raimon Joesten (Heide). „Wir haben zwei- und vierbeinige Gäste, die von Dänemark am einen Ende und aus Berlin am anderen Ende anreisen. Sie alle eint die Freude am harmonischen Miteinander mit dem Pferd“, sagte Christina Roesler, Pressereferentin für die Veranstaltung.

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Bis ins Detail geplant

Wie jedes Jahr war das Event getaktet bis ins kleinste Detail. „Wir könnten doppelt so viele Prüfungen für doppelt so viele Teilnehmer anbieten, aber der Platz ist begrenzt“, so Roesler. Die Regie des Turniers lag erneut in den Händen von Maritres Hötger und Antje Voss vom Pferdesportverband SH (PSH). „Der Breitensport ist die Basis für so vieles. Neue Impulse für die eigene Entwicklung und für die Partnerschaft mit dem Pferd sammeln – für mich ist das eine Lebenseinstellung“, sagte Antje Voß.

Neues probiert hat auch Marisa Groß aus Wittenberger Passau. Sie wagte sich in ihre erste Westernreitprüfungen der Ersten Westernreiter Union HH/SH. In Pleasure- und Horsemanship-Prüfungen startete Marisa, die seit April im Westernsattel sitzt, mit Quarter Horse Quick Joe Jet. „Aufregend“ fand das die Zwölfjährige. „Die Atmosphäre ist familiär und der Spaß steht im Vordergrund“, sagte Pferde-Besitzerin Jenny Schäwe aus Selent. „Wenn man in die vielen fröhlichen Gesichter schaut, weiß man, dass sich der Aufwand lohnt“, sagte Maritres Hötger. Schließlich, so PSH-Geschäftsführer Matthias Karstens, werden breitensportliche Wettbewerbe immer stärker nachgefragt. „Mit diesem Pferdefest wollen wir daher Veranstalter motivieren, neben klassischen Turnierprüfungen auch andere Wettbewerbe auszuschreiben.“

In Segeberg waren das unter anderem der Caprilli-Test, wo der „leichte Sitz“ gefordert wurde, aber auch die Gelassenheits-Prüfungen waren ungebrochen stark frequentiert. „Die Leistungen sind im Laufe der Jahre viel besser geworden, und die Prüfungs-Elemente sind lebensechter geworden“, sagte Organisatorin Claudia Prehn-Diederley (Negenharrie).

Reitsport Pressemitteilung 16.08.2018
Jessica Bunjes 14.08.2018