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Maimarkt-Turnier – Para-Equestrian: Zweimal Gold für Deutschland

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12:04 11.05.2021
Von Reitsport Pressemitteilung
Foto: Pepo Puch
Pepo Puch Quelle: Nadja Kraft/Namora_Photography
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Mannheim

Am dritten und letzten Tag der Prüfungen für Dressurreiterinnen und -reiter mit Handicap wurde beim 57. Mannheimer Maimarkt-Turnier die Kür geritten. Dabei gab es zwei Siege für die deutsche Equipe, je einmal wurde die dänische, die österreichische und niederländische Nationalhymne gespielt. „Es ist beeindruckend, welche Leistungen die Paras zeigen“, staunte Turnier-Chef Peter Hofmann und lobte das Niveau der Auftritte. Erfolgreichster Reiter war der Österreicher Pepo Puch.

Im Preis der VR Bank Rhein-Neckar eG (Grade III) setzte sich Claudia Schmidt (Zahna-Elster) auf dem 15-jährigen Trakehnerwallach Rosso Wrt mit 74.944 Prozentpunkten durch. Die Dänin Tina Jensen Ljumgström Chabert gewann auf dem 12-jährigen Hengst Skovens Rosselli den Preis der St. Hippolyt Mühle Ebert GmbH (Grade I) mit 76.578 Prozent. Den Preis der Roeckl Sporthandschuhe GmbH (Grade II) sicherte sich mit klarem Vorsprung der ehemalige Vielseitigkeitsreiter und Olympiateilnehmer 2004 in Athen, Pepo Puch (Österreich), der den Hannoveraner Wallach Fuerst Chili gesattelt hatte. Puch reitet nach einem Unfall seit 2008 bei den Paras und holte bei den Paralympics 2012 in London und 2016 in Rio zweimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze.

Den Preis des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (Grade IV) sicherte sich die 42-jährige Niederländerin Neel Schakel, die auf dem 12 Jahre alten Wallach Edison das Feld fast zwei Prozentpunkte hinter sich ließ (76.508). Regine Mispelkamp (Geldern) und ihr neunjähriges Nachwuchspferd Highlander Delight’s dominierten den Preis der Familie Andreas Scherer, Mannheim (Grade V) – sie kamen auf 75.833 Prozent. (ppb)

Schecküberreichung Radio Regenbogen

„Kritisch-konstruktive Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt und Ordnungsamt“ – Dank auch an Sponsoren, Helferschar und 21Dx
„Die drei Tage mit den Para-Equestrians, den Dressurreitern mit Handicap, waren geprägt von beeindruckenden Leistungen und einem hervorragenden Ablauf“, zog Peter Hofmann, Turnier-Chef und Präsident des Reiter-Verein Mannheim, sein Fazit des letzten Teils des 57. Mannheimer Maimarkt-Turniers. Als „kleinen Wermutstropfen“ bezeichnete er die Tatsache, dass entgegen der Erwartungen geringere Teilnehmerzahlen zu verzeichnen waren, „das liegt aber an den Einreiserestriktionen und der Corona-Pandemie“. Die Starter selbst hätten durchweg eine „überwältigende, sehr positive Resonanz gezeigt, dass sie zum ersten Mal komplett in einem großen Stadion reiten durften, das von Dimension, Aussehen und Dekoration einem Championat gleichkam“. Deshalb seien für sie die drei Tage im MVV-Reitstadion ein optimaler Test für die Paralympics im August in Tokio gewesen.

Peter Hofmann zeigte sich insgesamt sehr dankbar, das Turnier in den drei Blöcken Dressur, Springen und Paras durchführen zu können – „dank der Sponsoren, den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern sowie dem Gesundheitsamt und dem Ordnungsamt der Stadt“. Durch die beiden Ämter habe es eine kritisch-konstruktive Begleitung gegeben, geprägt von gegenseitigem Verständnis. „Das Hygienekonzept mit den täglichen Tests für alle am Turnier Beteiligten, umgesetzt durch das hochprofessionelle Unternehmen 21Dx, hat gepasst und das Gelände zum sichersten Ort in diesen Tagen in Mannheim gemacht!“ Der Turnier-Chef freute sich zudem über den Besuch der Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Mannheim, Ursula Frenz, „der wir überzeugend demonstrieren konnten, dass der Reitsport sehr viel für Inklusion und Integration tut“. (ppb)

Reitsport Pressemitteilung 10.05.2021
Reitsport Pressemitteilung 09.05.2021
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