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Nachrichten: Reitsport Hess vor Nagel im Großen Preis
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport Hess vor Nagel im Großen Preis
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20:19 27.10.2019
Von Reitsport Pressemitteilung
Holstein International gibt auch dem Nachwuchs Chancen, z. B. der Inititiative Jungs aufs Pferd. Quelle: Pegamo Network
Neumünster

Mit der elf Jahre alten Schimmelstute Quienna gewann der 39 Jahre alte Profi aus dem Kreis Segeberg die mit 12.000 Euro dotierte Hauptprüfung des fünftägigen Turniers in den Holstenhallen Neumünster.

Nur Schleswig-Holsteins Idol Carsten-Otto Nagel aus Wedel hätte dem gebürtigen Westfalen noch den Sieg streitig machen können und die Anfeuerungsrufe aus dem Publikum machten deutlich, dass die Zuschauer im Holstenhallenoval den Mannschafts-Weltmeister von 2010 gern vorn gesehen hätten.  Aber – Nagel und L`Esperance waren ein paar Hunderstelsekunden langsamer als Hess und Quienna. “Ich streich mir das rot im Kalender an, dass ich Carsten-Otto mal geschlagen hab”, scherzte Christian Hess nach dem geglückten Coup. Insgesamt 49 Paare traten im Großen Preis an, nur neun schafften den Einzug ins Stechen mit fehlerfreien Runden. Und in dieser Schlussrunde war es erstmal vorbei mit der Fehlerfreiheit. Bis zum sechsten Starterpaar mußten die Zuschauer warten, um die erste Doppel-Nullrunde zu beklatschen. Peter Jakob Thomsen aus Dithmarschen gelang das Kunststück mit dem Holsteiner Wallach Colombo, er wurde Dritter.

Dass es in den Holstenhallen Neumünster beim “kleinen” internationalen Turnier deutlich voller wurde, als gedacht, verdanken die Initiatoren Harm Sievers, Merve Henningsen und Christian Schlicht einer Idee. Erstmals gab es für Amateure im Sattel die Möglichkeit, beim CSI zu starten. Kalkuliert hatte das Veranstalter-Trio mit etwa 30 Teilnehmern in diesem Bereich, es kamen 75. Der Grund ist nahezu immer der gleiche: International starten und einmal in der legendären Holstenhalle dabei sein, dort wo schon Idole wie Alwin Schockemöhle, Franke Sloothaak oder Meredith Michaels-Beerbaum im Februar bei der VR Classics Schlagzeilen schrieben.

Möglich ist die Umsetzung dieser Idee durch einen Passus im internationalen Regelwerk. Im eigenen Land dürfen Amateure auch ohne FEI-Pass international starten. Dieser Pass wird pro Pferd vom Weltverband des Pferdesports (FEI) ausgestellt und kostet 300 Euro, jede Verlängerung erzeugt neue Kosten pro Jahr. Geld, das sowohl in die FEI-Kasse, als auch in die Kasse des deutschen Verbandes (FN) fließt. Die Registrierung des Reiters, bzw. der Reiterin kommt hinzu und das ist nicht so teuer wie ein FEI-Pass.

Ohnehin positioniert sich Holstein International als Veranstaltung, die vor allem mit Blick auf den Pferdesport in Schleswig-Holstein gemacht wird. So findet das Finale der Jugendserie LVM-Masters im Springen und in der Dressur in den Holstenhallen statt, das früher bei der Kieler Baltic Horse Show durchgeführt wurde. Der Mannschaftswettbewerb Jugend Team Cup, sogar die aus den USA stammenden Hunter-Wettbewerbe – bei denen Stil im Mittelpunkt steht – sind Teil des Programms. “Wir bleiben was wir sind”, sagt Harm Sievers (Tasdorf), “was anderes wollen wir nicht sein, als ein Turnier für Schleswig-Holstein mit Gästen –  aber eben international.” Nachdenken wollen die drei Turniermacher über die Starterzahlen in einigen Touren (Prüfungsfolgen), denn immerhin 350 Teilnehmer aus 15 Nationen eroberten die Veranstaltung. Da fängt der Turniertag schon mal sehr früh an und endet erst gegen Mitternacht. Große Akzeptanz für ihr Turnier empfinden Sievers und seine Mitstreiter allerdings eher als Luxus, denn als Problem.

Alle Ergebnisse des Turniers finden Sie hier.

Auch am dritten Tag des SHS Holstein International Turniers in Neumünster wurde spannender Reitsport geboten

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