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Nachrichten: Reitsport Schönes Geburtstagsgeschenk
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport Schönes Geburtstagsgeschenk
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15:47 17.02.2020
Von Tara Gottmann
Foto: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera TSF BB hatten nicht nur in der Weltcup-Kür ihren großen Auftritt.
Jessica von Bredow-Werndl und Dalera TSF BB hatten nicht nur in der Weltcup-Kür ihren großen Auftritt. Quelle: Tara Gottmann
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Neumünster

Ein besseres Geburtstagsgeschenk hätte sich Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) am Sonntag gar nicht machen können: Mit ihrer TSF Dalera BB hat die Dressurreiterin die Weltcup-Kür mit 89,640 Prozent gewonnen, eine neue persönliche Bestleistung. Am Sonnabend hatte das Paar bereits den Grand Prix de Dressage mit neuer persönlicher Bestmarke von 81,500 Prozent für sich entschieden.

„Dalera hat einen tollen Charakter“, schwärmte die Reiterin von ihrer Stute. „Zu Hause ist sie anhänglich wie ein Hund, aber auf dem Turnier in der Prüfung ist sie eher wie ein Rockstar. Sie liebt die Atmosphäre.“ Daher hatte die braune Stute auch keine Schwierigkeiten im „Hexenkessel“ Holstenhalle, in dem sie zu den Klängen von La La Land durchs Viereck tanzte. „Es ist in Neumünster natürlich sehr eng, aber Dalera fühlte sich gut an.“

Sie lobte weiterhin: „Die Zuschauer hier sind unglaublich und sehr fachkundig.“ Für die Trakehnerstute ist das Kapitel Weltcup für diese Saison allerdings abgeschlossen: „Dalera fährt nicht nach Las Vegas“, so von Bredow-Werndl. Dort wird im April um das Weltcupfinale geritten. Neumünster war die neunte von elf Etappen. Bei der elften, im März in S'-Hertogenbosch, wird sie ihr zweites Pferd Zaire-E satteln. Danach werde sie weitersehen. Ihr Ziel seien eigentlich die Olympischen Spiele in Tokio. „Ich hoffe, dass das klappt. Dieser Sieg jetzt ist für mich wie ein Etappenziel bei der Tour de France.“

Die Titelverteidigerin im Weltcup wurde in der Kür in Neumünster Zweite. Isabell Werth (Rheinberg) ist mit Weihegold in Las Vegas gesetzt. Nun will sie Emilio qualifizieren. Am Sonnabend hatte es noch sichtbare Spannungen gegeben, in der Kür lief es besser. „88,450 Prozent ist auch mein bestes Ergebnis mit Emilio“, berichtete Werth, die in Neumünster bereits neunmal gewonnen hatte. „Er lief heute richtig super, er war konzentriert und fokussiert. Ich bin glücklich.“ Einen Patzer in den Einerwechseln gab es jedoch: „Ich sollte nicht zu viel nachdenken, das ist manchmal besser“, nahm sie diesen auf sich. Für sie sind sowohl das Weltcupfinale als auch die Olympischen Spiele denkbar. Werth macht aber deutlich: „Das in einem Jahr ist hart. Da muss man schon mehrere gute Pferde haben.“

Mit 85,220 Prozent kamen Helen Langehanenberg (Billerbeck) und ihr 18-jähriger Dempsey auf Platz 3. Auch Langehanenberg war voll des Lobes für ihr Pferd: „Er fühlt sich noch viel jünger an und sieht auch nicht aus wie ein altes Pferd.“ Im nationalen Grand Prix Special siegten Charlott-Maria Schürmann (Gehrde) und Burlington FRH. Die Favoritin Kristins Bröring-Sprehe (Dinklage) war vorzeitig abgereist: Am Freitagmorgen war ihr voriges Erfolgspferd Desperados FRH mit 19 Jahren plötzlich zu Hause verstorben.

Tara Gottmann 17.02.2020
Reitsport Pressemitteilung 16.02.2020
Reitsport Pressemitteilung 16.02.2020