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Nachrichten: Reitsport Dominanz der Dressur-Königin
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15:17 18.02.2019
Von Jessica Bunjes
Die Rheinbergerin Isabell Werth holte mit ihrer Oldenburger Stute Weihegold den Sieg im "Hexenkessel". Für das Weltcup-Finale in Göteborg Anfang April sind beide bereits qualifiziert. Quelle: Ute Goedecke
Neumünster

Der erste Blick auf den rappelvollen Parkplatz der Holstenhallen von Neumünster machte gestern schon am frühen Morgen klar: Die Schwalestadt war dank des internationalen Reitturniers erneut zur Pferdestadt geworden. Höhepunkt der viertägigen VR Classics war Sonntagvormittag die Dressur-Kür, neunte Station des Dressur-Weltcups. Zum neunten Mal dominierte bei diesem Turnier-Höhepunkt die ungekrönte, aber unangefochtene Königin der deutschen Dressurreiter: Isabell Werth. Die Rheinbergerin ließ ihre Oldenburger Stute Weihegold zum Sieg im sogenannten „Hexenkessel“ tanzen.

Zum 69. Mal begeisterte das Holstenhallen-Turnier tausende Pferde-Freunde und laut Veranstaltungs-Chefin Bettina Schockemöhle (Mühlen) in diesem Jahr sogar 400 mehr als im Vorjahr. „Wir haben rund 38900 Besucher für die verschiedenen Tages-Abschnitte gezählt und knacken bei Kassensturz vielleicht noch die 40000“, so die bessere Hälfte von Pferdesport-Mogul Paul Schockemöhle, der sich Sonntagmittag ebenso zufrieden und erleichtert zeigte wie seine Frau. „Der Dressur-Weltcup ist der Höhepunkt des Turniers. Klar, das Hauptspringen, der Große Preis, ist super toller Sport und wird sogar im Fernsehen übertragen. Aber die Weltcup-Kür macht das Turnier aus.“ Und die steht turnusgemäß wieder zur Vergabe an: Der Vertrag läuft aus, erst nach dem Weltcup-Finale Anfang April im schwedischen Göteborg wird von der internationalen Reitvereinigung FEI über die zehn Qualifikations-Stationen im Jahr 2020 entschieden.

Bettina Schockemöhle dazu: „Ich bin nach diesen erfolgreichen Tagen, den hochklassigen Ritten und den vollen Starterfeldern deutlich beruhigter als vor dem Turnier. Denn das neue Auswahlverfahren beinhaltet erstmals viele neue Kriterien, unter anderem, wie die Bedingungen rundherum und wie zufrieden die Pfleger waren. Jeder hat von der FEI einen Bewertungsbogen bekommen.“

Eine Teilnehmerin war in jedem Fall „glücklich, zufrieden und begeistert“. Die Weltcup-Titelverteidigerin Isabell Werth. „Es ist eine Ehre und ein Vergnügen, hier zu reiten“, sagte Werth. „Weihe hat es geliebt, und wir hatten nur einen kleinen Fehler in der Traversale“, so die 49-Jährige, die zuletzt 2016 mit Weihegold und 2017 mit Don Johnson in Neumünster an der Spitze gestanden hatte. Als Weltcup-Siegerin ist der Publikumsliebling mit Gänsehaut-Effekt für die Finalteilnahme gesetzt. Lediglich ihre zwei Pferde müssen sch noch qualifizieren, für das Finale muss sich Werth dann für eines entscheiden.

Weihegold ist bereits qualifiziert, Emilio muss sich noch auf einer Station bewähren“, so die Rheinbegerin, die dafür die zehnte und letzte Qualifikation Mitte März im niederländischen s´Hertogenbosch reiten wird. „Die Station bleibt keinem deutschen Starter erspart, denn es sind nur noch zwei weitere Plätze an deutsche Reiter zu vergeben und um die konkurriert der Rest“, erklärte Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescue den Weltcup-Final-Modus, der beinhaltet, dass jede Nation maximal drei Reiter entsenden darf.

Neumünster-Vorjahressiegerin Helen Langehanenberg (Billerbeck), gestrige Zweitplatzierte, ist eine der Anwärterinnen. Sie hat in der Pferdestadt bereits viermal die Weltcup-Kür gewonnen und hatte – wie 2018 – Damsey FRH gesattelt. „Ich bin zweite, aber es fühlt sich an wie erste“, so die 36-Jährige.

Die Ergebnisse der VR Classics finden Sie hier.

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