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Nachrichten: Reitsport WM-Titel mit Beigeschmack
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport WM-Titel mit Beigeschmack
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09:30 04.10.2019
Von Markus Weber
Haarscharf die Deutsche Meisterschaft verpasst: Jan-Felix Pfeffer fehlte nach Dressur, Gelände und Hindernisfahren kein ganzer Punkt. Der Hufschmied aus Oering hatte Luigi (im Gelände Cliff) und Merlin in den Leinen. Beifahrer waren seine Frau Stefanie Und im Gelände Lars Heidotting. Quelle: Christian Detlof
Oering

Jan-Felix Pfeffer ist Weltmeister. Bei den Weltspielen der Pony-Fahrsportler im ungarischen Kisbér-Ászár sicherte sich der Oeringer Gespannfahrer mit der deutschen Mannschaft die Goldmedaille. Ganz konnte die Titelverteidigung die leise Enttäuschung des 41-Jährigen über den vierten Rang in der Zweispänner-Einzelkonkurrenz aber nicht aufwiegen.

2015 und 2017 kehrte Hufschmied Pfeffer jeweils mit einer Silbermedaille in der Einzelkonkurrenz von den Weltmeisterschaften der Zweispänner zurück. „Ein vierter Platz ist ja an sich eine gute Sache“, erklärte Pfeffer, nachdem er nach einer 16-stündigen Rückfahrt aus dem 1100 Kilometer entfernten Kisbér-Ászár wieder in Oering angekommen war. „Etwas enttäuscht bin ich allerdings schon.“ Denn ausgerechnet in der Dressur und im Kegelfahren, Pfeffers stärkste Disziplinen, unterliefen dem Deutschen Vizemeister ungewöhnliche Fehler. „In der Dressur war ich vielleicht zu übermotiviert, wodurch meine Ponys angaloppiert sind, was sie in den 15 Jahren, in denen sie bei mir sind, noch nie gemacht haben“, erklärte der Oeringer seinen Flüchtigkeitsfehler. Und auch die gefallenen Bälle im Kegelparcours waren eher unüblich für Pfeffer, der im Verlauf der WM die Ponys Cliff, Luigi und Merlin einsetzte. „Zwei Bälle habe ich schon lange nicht abgefahren“, ärgerte er sich. „Wer Weltmeister werden will, darf sich keine Fehler erlauben. Leider ist mir dies nicht gelungen.“

Gold gewann Rodinde Rutjens (Niederlande) mit 155,89 Strafpunkten. Dahinter reihten sich Melanie Van de Bunt (Niederlande, 156,08), der Deutsche Christof Weihe (158,20) und Pfeffer (161,26) in das Klassement ein. Für den Team-Titel holte Pfeffer fleißig Punkte. Das FEI-Reglement sah vor, dass für jede Nation sechs Gespanne – zwei Vier-, zwei Zwei- und zwei Einspänner – an den Start gingen. Deutschland (449,66 Minuspunkte) gewann vor den Niederlanden (454,47) und der Schweiz (464,14).

Unterstützung im Training bekam Bundestrainer Karl-Heinz Geiger erstmals von Vierspännerfahrerin Mareike Harm (Negernbötel). Möglich machte dies ein Stipendium der Trainerakademie des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei.

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