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News - Tipps, Termine & Vereine Traditionsgespanne auf Gut Bossee
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21:01 13.09.2021
Von KN Reitsport
Foto: Egbert Läufer zeigt Schleswiger Kaltblüter vor einem historischen Ackerwagen des Museums Volksdorf.
Egbert Läufer zeigt Schleswiger Kaltblüter vor einem historischen Ackerwagen des Museums Volksdorf. Quelle: Kurt-S. Becker
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Gut Bossee

Das erwartet schöne Wetter am ersten Septemberwochenende, lockte dann auch zwanzig herrliche Gespanne in den unterschiedlichsten Anspannungen vor das alte Herrenhaus des Gutes. Dabei „Alte Hasen“ aber auch einige „Frischlinge“. Alleine aus Niedersachsen kamen 5 Gespanne.

Mit ihrem Lippizanergespann auch auf Gut Bossee nicht zu schlagen: Siegerin Tanja Böhlmann aus Otter. (Foto: Kurt-S. Becker)

Die Veranstaltung begann mit der allgemeinen Vorstellung vor dem Herrenhaus, kommentiert von Karl-Friedrich von Holleuffer. Währenddessen begutachtete und bewertete die Richterin Renate Schröder die Gespanne.

Eine Vielzahl verschiedenster Kriterien wurden hierbei herangezogen.
Bei Pferden und Ponies: Schönheit, Zusammenpassen, Sauberkeit, Pflege, Hufe und Beschlag
Geschirre: Stilrichtung, Anpassung an die Pferde und Gesamtzustand
Wagen: Alter, Gesamtzustand, Zubehör und Anpassung an die Pferde
Kutschenbesatzung: Kleidung, Stil, Zustand der Frisur, Schuhe, Handschuhe, Kopfbedeckung, Kniedecke und Zubehör.

Mit einer im Trab gefahrenen Rundstrecke vor dem Herrenhaus gab es dann noch eine Wertnote für das Verhalten der Pferde, Gehorsamkeit, Losgelassenheit und Schwung, sowie für die Fahrweise des Kutschers. Danach starteten die Gespanne zu der Ausfahrt im Naturpark Westensee, wahlweise 25 km über die Güter Höbek und Emkendorf oder die kürzere Strecke über Gut Emkendorf. Bei beiden Gütern war eine Erfrischungspause für Pferde und Kutschenbesatzungen vorgesehen. Nach der Rückkehr auf Gut Bossee war ein Kegelparcours mit 15 Durchfahrten in einer Stilwertung zu fahren. Die inzwischen eingetroffenen Jagdhornbläser aus Bovenau spielten dazu Jagdsignale und Märsche.

Ein besonderes „Highlight“ war das ländliche Gespann von Egbert Läufer mit den beiden Schleswigern vor dem Ackerwagen aus dem Museumshof Volksdorf in Hamburg.

Wie geplant, konnte dann am Nachmittag mit der Siegerehrung begonnen werden. Für die weiteste Anreise mit 234 km erhielt Wilfried Grahl (wie auch schon in den Vorjahren) einen Erinnerungspokal. Den ersten Platz konnte Tanja Böhlmann aus Otter mit ihrem Lippizaner-Gespann vor einer Derby-Cart von ca. 1920 für sich verbuchen, gefolgt von Sara F. Schulz aus Horst mit zwei Holsteinern vor einer Mylord von ca. 1900. Den dritten Pokal erhielt Torsten Hess aus Heidenau mit den Schwarzwälder Füchsen vor einem Landratswagen der auch um 1900 gebaut wurde.

Die Wertnoten lagen teilweise nur um 0,5 Punkte auseinander, so dass man von einer interessanten Vorstellung sprechen konnte. Alle Gespanne erhielten eine Erinnerungsplakette und eine Verbandstasche, um für eventuelle Verletzungen gerüstet zu sein.

Für die erläuternde Vorstellung der Gespanne wurde an Karl-Friedrich von Holleuffer ein Ehrenpreis (gestiftet von der Gutsverwaltung Emkendorf) für eine Führung durch das Herrenhaus mit anschließender Kaffeetafel vergeben.
Danke an die Helfer, die immer dabei sind wenn diese Veranstaltung stattfindet, sowie an die Familie von Bülow von Gut Bossee, Familie Ruprecht von Gut Höbek und die Verwaltung von Gut Emkendorf.

KN Reitsport 08.09.2021
KN Reitsport 07.09.2021