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Reiterszene Kurz aus dem Tritt, aber den Landestitel verteidigt
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Dressur-Landesmeisterschaften HH und SH: Kurz aus dem Tritt, aber den Landestitel verteidigt

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20:15 22.09.2020
Marie Holtfreter (Garstedt-Ochsenzoller RuFV) gewann mit Dancing Daylight den Landestitel bei den Ponyreitern. Quelle: Anne Pamperin
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Bad Segeberg

Marie Holtfreter strahlte auf dem Landesturnierplatz in Bad Segeberg mit der Sonne um die Wette. Die 15-Jährige vom Garstedt-Ochsenzoller Reit- und Fahrverein sicherte sich mit dem sieben Jahre jungen Wallach Dancing Daylight zum ersten Mal den Dressur-Landestitel bei den Ponyreitern. Und das in einer beeindruckenden Art und Weise: In der letzten und gleichzeitig schwersten der drei absolvierten Aufgaben, einer L**-Dressur, erhielt Marie Holtfreter eine Wertung von 74,715 Prozent.

„So gut war sie noch nie“, sagte die stolze Mutter Constanze Holtfreter, die selber eine erfolgreiche Dressurreiterin war. Ihre talentierte Tochter, die 2019 Meisterschafts-Bronze gewann, war fast ein wenig überrascht von dem tollen Resultat. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier gewinne.

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Aber Dancing Daylight hat sich wirklich sehr gut entwickelt. Dass er jetzt ein Jahr älter ist, merkt man schon sehr“, erklärte die frischgebackene Meisterin von Hamburg und Schleswig-Holstein, die auf dem Reiterhof Syltkuhlen unter der Regie von Cathrin Beckmann-Meßfeldt trainiert.

Helena Schmitz-Morkramer von der Reitgemeinschaft Hof Barkholz wurde auf Florentine Landesmeisterin bei den Junioren.

Landesmeisterin bei den Junioren wurde Helena Schmitz-Morkramer von der Reitgemeinschaft Hof Barkholz auf Florentine. In ihrem letzten Juniorenjahr wollte die 18-Jährige unbedingt den Titelgewinn vom Vorjahr wiederholen. „In der ersten Prüfung lief es nicht so wie erwünscht, weil sich mein Pferd einmal erschreckt hat. Dafür war es in den beiden anderen Prüfungen umso besser“, sagte die alte und neue Landesmeisterin der Junioren, die bei Sonja Ellerbrock auf Hof Barkholz in Kayhude trainiert.

Gold bei den Jungen Reitern gewann Ophelia Shalom (Lübecker RV) mit Dolce Vita, im Children-Wettbewerb triumphierte Cesarine von Eicken (PS Granderheide) mit ihrem Pferd Fürstenliebe De. Bei den Senioren siegte wie schon 2018 Ninja Rathjens, die im Sattel von De Nino für den Elbdörfer- und Schenefelder Reitverein antrat. „Wir sind alle froh, dass es überhaupt eine Landesmeisterschaft gibt und wir hier reiten konnten”, sagte die Barmstedterin.

In der Tat war lange nicht sicher, ob und wann eine Landesmeisterschaft stattfinde würde. „Nachdem wegen der Corona-Pandemie eine Pferdesportveranstaltung nach der anderen abgesagt wurde, war uns schnell klar, dass es nicht möglich sein würde, das Landesturnier und das eine Woche später terminierte Landesponyturnier in der gewohnten Form auszurichten“, erklärte Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holsteins. „Aber wir wollten den Aktiven auf jeden Fall die Möglichkeit bieten, ihre Meister zu ermitteln.“

Also wurde aufgeteilt: Am ersten Wochenende waren die Dressurreiter aller Altersklassen auf dem Landesturnierplatz an der Eutiner Straße unter sich, ab Freitag werden dann die Springreiter um Schärpen und Medaillen kämpfen. Obwohl aufgrund der gelockerten Bestimmungen statt bisher 500 nun 1500 Teilnehmer gleichzeitig auf dem Gelände sein dürfen, findet auch diese Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Anne Pamperin

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