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Reiterszene Die talentierte Lotta
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Landesmeisterschaft Springen HH und SH: Die talentierte Lotta

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12:16 24.09.2020
Von Tara Gottmann
500 Zuschauer pro Tag dürfen bei den Landesmeisterschaften Lotta Gellhorn (Foto) und Co. bestaunen. Quelle: Tara Gottmann
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Bad Segeberg

Nach den Dressurreitern am vergangenen Wochenende sind nun die Springreiter an der Reihe. Von Freitag bis Sonntag werden auf dem Landesturnierplatz an der Marienstraße die neuen Landesmeister im Parcours ermittelt. Los geht es am Freitag um 9.30 Uhr. Anders als noch bei den Dressurreitern sind sogar einige Zuschauer erlaubt.

„Durch eine kurzfristige Änderung der Veranstaltungsregeln in der aktuellen Landesverordnung können wir nun, entgegen der bisherigen Planung, eine begrenzte Anzahl an Besuchertickets vergeben“, vermeldete der Pferdesportverband. Pro Tag dürfen 500 Zuschauer das Turniergelände betreten. Gebucht und bezahlt werden müssen die Tickets zum Preis von drei Euro online. Parkplätze stehen vor Ort nur in begrenzter Zahl zur Verfügung. Die Prüfungen werden aber wieder auf www.clipmyhorse.de  live zu sehen sein.

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Die neuen Meister im Springreiten werden wie gewohnt in sechs Touren ermittelt. Das Turnierhighlight bleibt die große Tour der Damen und Herren, deren finale Prüfung am Sonntag um 15.50 Uhr gleichzeitig der Große Preis von Schleswig-Holstein ist. Gesprungen wird hier auf S*- und S**-Niveau. Weiterhin wird um die Titel bei den Damen, den jungen Reitern/U25, Junioren, Children/U14 und den Ponyreitern gesprungen.

Bei den Ponys mit am Start ist auch Lotta Gellhorn aus Ascheffel. Sie ist die aktuell erfolgreichste Ponyspringreiterin aus Schleswig-Holstein. Mit ihrem Schimmelwallach GVK Richthofen konnte sie bereits Siege und Platzierungen in L- und M-Springen gegen Großpferde erzielen. „Richthofen gibt mir beim Gegenreiten genug Sicherheit“, erzählt seine Reiterin. „Er ist sehr vorsichtig und möchte keine Fehler machen.“ Über den Schimmel sagt sie: „Richthofen ist ziemlich stolz und zeigt das auch. Wenn es auf Turnier nicht gut läuft, dann ist er sauer. Das merkt man ihm sehr an. Zu Hause wird er schnell neidisch auf die anderen Pferde.“

Denn Gellhorn trainiert nicht nur mit Richthofen: „Ich reite zwischen zwei und fünf Ponys und Pferde jeden Tag“, so die Neuntklässlerin. Mit der Schule hat sie keine Probleme: „Solange die Leistung stimmt, ist das in Ordnung.” Für die Turniere bekommt sie extra schulfrei. „Noch geht das ohne viel zusätzliches Lernen, so langsam wird es aber mehr“, merkt Gellhorn an.

Am vergangenen Wochenende konnte die 14-Jährige erstmals Erfahrungen bei deutschen Jugendmeisterschaften sammeln. Die Ponyreiter, deren Ponys nicht größer als 1,48 Meter sind, springen dort auf M*- und M**-Niveau, also 1,25 Meter und 1,35 Meter. In Riesenbeck lief es jedoch nicht wie geplant: „Richthofen ist in der ersten Prüfung am ersten Sprung stehen geblieben, und ich konnte mich nicht mehr halten. Das Springen war abends und die Sonne stand sehr tief. Karl Brocks, der Bundestrainer der Ponyspringreiter, meinte, dass es an den langen Schatten lag, denn dort hatten einige Reiter Probleme.“

Das zweite Springen lief gut, und so blickt die Nachwuchsreiterin zuversichtlich auf die Landesmeisterschaften, bei denen sie mit zwei Ponys und einem Pferd antreten wird. Im vergangenen Jahr wurde es beim Landesponyturnier in Bad Segeberg übrigens der Vize-Titel. Das Ziel in diesem Jahr ist klar: „Ich möchte gerne mit Richthofen gewinnen.“

Die Ergebnisse und weitere Infos finden Sie hier.

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