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Reiterszene Hans Adolf Ackermann lebt nicht mehr
Sport Reitsport Reiterszene Hans Adolf Ackermann lebt nicht mehr
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21:30 30.05.2020
Von Reitsport Pressemitteilung
Das Foto zeigt Hans Ackermann ins Gespräch vertieft mit Bo Kristoffersen. Quelle: Stefan Lafrentz
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Steinfeld

Der Mann mit dem freundlichen Lächeln und aufgeschlossenen Wesen, Pferde- und Rinderzüchter, Vater und Großvater im Reitsport hocherfolgreicher Kinder und Enkel lebt nicht mehr. Am 28. Mai ist Hans-Adolf Ackermann im Alter von 77 Jahren verstorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Theresia, Töchter, Schwiegersöhne und Enkelkinder.

Ein Familienurlaub auf einem Bauernhof ist “schuld” daran, dass sich Hans Adolf und Theresia Ackermann mit Ponys, Pferden und Zucht intensiver als je zuvor beschäftigten. Das ist lange her. Auf diesem Bauernhof lernten die Töchter Cora und Carola die Welt vom Pferderücken aus kennen. Der Beginn einer anhaltenden Leidenschaft und als engagierte Eltern unterstützten die Ackermanns ihre Kinder vorbehaltlos. Dem ersten eigenen Pony am Heimatort Wermelskirchen folgten Turnierteilnahmen und nach der kaufmännischen Ausbildung von Cora Ackermann sogar die Entscheidung, den Sport zum Beruf zu machen. Sie heuerte auf der Reitanlage von Gilbert Böckmann in Lastrup an und lernte dort auch ihren Ehemann Andreas Ripke kennen.

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Der Nationenpreisreiter und seine Frau, die 1996 mit Cidre Deutsche Meisterin der Springreiterinnen wurde, zogen zusammen mit Theresia und Hans Adolf Ackermann nach Steinfeld bei Schleswig auf eine eigene Anlage, die fortan zum Mittelpunkt der Pferdeausbildung, -zucht und der Rinderzucht wurde. Mit großer Leidenschaft widmete sich Hans Adolf Ackermann der Zucht der ursprünglich im Südwesten Frankreichs beheimateten Rinderrasse Blondes Aquitaines und stellte 2015 mit Hold Up sogar den Bundessieger. Etliche Nachkommen der Ackermann`schen Rinderzucht sind inzwischen auch in Schleswig-Holstein zuhause.

Voller Stolz begleitete Ackermann die sportliche Laufbahn seiner Enkelkinder Theresa und Flemming, die auch international bereits Edelmetall gewannen und zu den besten deutschen Nachwuchstalenten zählen. Seine Frau und seine Töchter mit ihren Familien waren stets der Mittelpunkt seines Daseins. Ackermann war jedoch nicht nur begeisterter Vater und Großvater, sondern aufgrund seines ausgeglichenen Charakters, seiner Kompetenz und des schier unerschöpflichen Humors gern gesehener Gast und Gesprächspartner bei Turnieren oder in Gremien wie dem Partnerkreis Holsteiner Masters. Pointiert äußerte er seine Meinung, konnte Konflikte genauso austragen wie auch ausgleichen, interessierte sich für verschiedene Standpunkte, für Menschen und gesellschaftliche Entwicklungen. Ihn holte sich das Springreiterquintett mit Schwiegersohn Andreas Ripke, Thomas Voß, Carsten-Otto Nagel, Sören von Rönne und Tjark Nagel als Chef für das Team Schleswig-Holstein in der Riders Tour –  eine Aufgabe, die er mit dem gleichen Elan wie alles anpackte.

Ein Schlaganfall vor zwei Jahren, von dem sich Ackemann nicht vollständig erholen konnte, erzwang Veränderungen im Alltag. Nun hat er sich für immer verabschiedet und nicht nur seine Familie wird den freundlichen, klugen und humorvollen Hans Adolf Ackermann vermissen. Martina Brüske

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