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Schweizer Doppelsieg beim Maimarkt-Turnier in Mannheim

Nürnberger Burg-Pokal: ​Schweizer Doppelsieg beim Maimarkt-Turnier in Mannheim

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17:31 11.05.2022
Von KN Reitsport
Andrina Suter auf Briatore NRW.
Andrina Suter auf Briatore NRW. Quelle: Stefan Lafrentz
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Mannheim/Nürnberg

Sonnenschein, eine leichte Brise und ein Dressurviereck mit perfekten Böden. Das sind Bedingungen wie gemacht für Top-Dressursport. In den Grand-Prix-Prüfungen zeigten die „Alten Hasen“ des Nürnberger Burg-Pokals einmal mehr, welche Bedeutung die Serie im internationalen Dressursport hat. In den Prüfungen der CDI-Tour überboten sich frühere Sieger mit Spitzenleistungen: First Romance platzierte sich vorgestellt von Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider 2-mal in den Top 4. Total Hope OLD und Isabel Freese, Finalsieger 2019, gewannen den Grand Prix. Das Siegerduo aus dem Jahr 2020, Matthias Alexander Rath und Destacado FRH, feierte den Sieg im Grand Prix Special.

Finalqualifikation spannend bis zum Schluß

Bis zum Schluss machte es Andrina Suter in der am publikumsstarken Dienstagvormittag ausgetragenen zweiten Finalqualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal 2022 spannend. Denn bis zum letzten Starter lag sie mit Del Curto in Führung. Als 12. Starterin konnte sie sich nur noch selbst schlagen. Bereits auf der ersten Diagonale setzte sie mit Briatore NRW ein Ausrufezeichen. Der erst 7 Jahre junge Belissimo-Sohn zeigte sich mit hoher natürlicher Kadenz. Olympiarichterin Katrina Wüst, die jeden Ritt der Mannheimer Finalqualifikation für das Publikum kommentierte, hob den mit viel Bergauftendenz und positiver Energie ausgestatteten Galopp hervor. Sehr harmonisch mit feinster Verbindung zeigte das Siegerpaar ausdrucksstarke Fliegende Galoppwechsel und eine Rückführung vom Mittelgalopp zum Versammelten Galopp wie aus dem Lehrbuch. 76,56 % bedeuteten den Sieg in der zweiten Finalqualifikation zum Nürnberger Burg-Pokal 2022 und die Finalpremiere für die 29-jährige Schweizerin.

Direkt hinter seinem Stallkollegen reihte sich Del Curto ein. Der 9-jährige Dimaggio-Sohn und Andrina Suter hatten als erstes Paar der Prüfung mit 74,73 % vorgelegt. Highlights waren die Wechselserien mit viel Ausdruck und großem Durchsprung. Katrina Wüst hob die hohe Versammlungsbereitschaft des feinfühlig präsentierten Wallachs auf Rang 2 hervor.

Der nächste Schauplatz ist Redefin

Auf Platz 3 (71,52 %) stellte Raphael Netz einen hocheleganten Nachkommen von Dante Weltino vor. Dieudonné und der Bereiter im Stall Aubenhausen sind erst seit Kurzem ein Team. Rang 4 in der Endabrechnung ging mit 70,78 % an Herzdame HK und ihre bereits finalerfahrene Ausbilderin Annabel Frenzen. Zwei Reiter-Pferd-Paare, von denen im Lauf der Burg-Pokal-Saison noch zu hören sein wird. Auch in Mannheim war noch vielen der hochtalentierten jungen Pferde der Mangel an Routine im Prüfungsviereck anzumerken. Unter der gefühlvollen weiteren Ausbildung haben sie die Chance zu reifen und in den kommenden Finalqualifikationen ihr Finalisten-Potenzial unter Beweis zu stellen. Weiter geht es bereits am kommenden Wochenende: Das Redefiner Pferdefestival ist am 15. Mai Schauplatz für die dritte Finalqualifikation.