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Westfälisches Pferdestammbuch e.V.: Springpferde der Extraklasse

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12:29 26.11.2020
Von Reitsport Pressemitteilung
Foto: Siegerhengste der Westfälischen Hauptkörung.
Siegerhengste der Westfälischen Hauptkörung. Quelle: Westfälisches Pferdestammbuch
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Münster

Der letzte Teil Westfälischen Hauptkörung 2020 ist beendet. Auch die Springhengste präsentierten sich in den vergangenen beiden Tagen in Bestform. Von den rund 30 vorgestellten Hengsten wurden 19 Hengste gekört und drei Hengste prämiert. Zwei wurden am Ende als Siegerhengste gefeiert. Das veränderte zweite Freispringen fand bei allen großen Anklang.

Erstmals zeichnete das Westfälische Pferdestammbuch am Ende der beiden Körtage für Springhengste zwei Sieger aus. Zum einen die Kopfnummer 51. Ein Dunkebrauner v. Arezzo VDL/Cantos (Z: Lufting J.O.H., Niederlande; Ausst.: Mathieu Beckmann, Wettringen). Kommissarischer Zuchtleiter Thomas Münch kommentierte: „Ein Hengst der stets die obere Stange im Auge hatte, immer durchzog und nie das Herz verlor.“ Aus dem Stutenstamm stammen zahlreiche gekörte Hengste sowie im Sport erfolgreiche Nachkommen. Der zweite Siegerhengst trägt die Kopfnummer 63 v. Cornet Obolensky/Baldini II (. U. Ausst.: Qatar Armed Forces, Zülpich). Über seine Mutter wurde schon viel geredet. Sie ist keine geringere als die Stute Bella Donna, die unter dem Sattel von Meredith Michales Beerbaum selbst international in der schweren Klasse erfolgreichwar. Zu den größten Erfolgen dieses Paares zählen die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London sowie der Sieg im Nationenpreis von Hickstead. „Ein noch jugendlich erscheinender Hengst, mit einer super Reaktion und viel Vermögen mit Übersicht und Vorsicht – Bella Donna lässt Grüßen!“, fasst Thomas Münch die Vorstellung des Schwarzbraunen zusammen. Der Reservesiegerhengst mit der Kopfnummer 64 ist ebenfalls ein Sohn des viel umworbenen Obolensky. Franka Zanetti aus Italien hat den Schimmel aus einer Mutter von Canturano gezogen. Der typvolle Hengst überzeugte die Kommission bei allen Vorstellungen mit seiner Qualität.

Auch die Springhengste zeigten sich am gestrigen Vormittag als erstes auf der Dreiecksbahn. Im Anschluss folgte das Freispringen in der gewohnten Form mit einer Freispringreihe. Am heutigen Tag gab es ein Novum im Freispringen. In der zweiten Vorstellung präsentierten sich die Körkandidaten nur noch über einem einzelnen Sprung. Die neue Aufgabe wurde von den Hengsten mit Bravour gemeistert. Ein Pilotprojekt, das großen Anklang fand. „Die Erkenntnisse, die wir hier heute gesehen haben, haben uns als Körkommission noch einmal viel Aufschluss über die Qualität der vorgestellten Hengste gebracht“, resümiert Thomas Münch.

Siegerhengst von Cornet Obolensky/Baldini II wechselte für 250.000 Euro den Besitzer. Foto: Westfälisches Pferdestammbuch e.V.

250.000 Euro für Cornet Obolensky-Sohn
Der zweite Teil des Hengstmarkte stand am Mittwochnachmittag beim Westfälischen Pferdestammbuch e.V. an. 20 Hengste mit springbetontem Pedigree nahmen im Anschluss an die Körung an der Auktion teil. Wie am Montagabend wurde diese in Form einer OnLive-Auktion durchgeführt. Die höchsten Begehrlichkeiten weckten die beiden Siegerhengste, die für 250.000 Euro zw. 210.000 Euro versteigert wurden. Durchschnittlich mussten 58.033 Euro in die Hengste investiert werden.

Mit dem Hengstmarkt der springbetonten Hengste endete die Westfälische Hauptkörung nach vier Tagen. 20 Hengste traten zur Auktion an. Unter anderem die beiden am Nachmittag gekürten Siegerhengste. Für 250.000 Euro wechselte der Cornet Obolensky/Baldini II-Sohn den Besitzer. Der Schwarzbraune war bereits im Vorfeld in aller Munde. Seine Mutter ist keine geringere als das Erfolgspferd von Meredith Michaels-Beerbaum, Bella Donna. Der via Embryotransfer zur Welt gekommene Hengst weckte die Aufmerksamkeit mehrerer Parteien. Lange wechselte der Zuschlag online und am Telefon. Am Ende hatte das Gestüt Bonhomme den längsten Atem und erhielt den Zuschlag. Der von der Qatar Armed Forces, Zülpich gezogene und ausgestellte Strahlemann überzeugte an beiden Tagen mit fantastischen Auftritten. „Ein Jumper der Extraklasse, die gestellten Aufgaben am besten gemeistert hat“, beschreibt Auktionator Thomas Münch. Für 210.000 Euro wechselte der zweite Siegerhengst der diesjährigen Hauptkörung den Besitzer. Der Arezzo VDL/Cantos-Sohn (Z.: Lufting, J.O.H., Niederlande; Ausst.: Sportpferde Beckmann GmbH & Co.KG, Wettringen) ist ein Siegerhengst vom Scheitel bis zur Sohle, der in beiden Freispringtests voll überzeugen konnte.

Nach Montag war es das zweite Mal, dass das Westfälische Pferdestammbuch e.V. in Zusammenarbeit mit der Horse24 GmbH eine OnLive-Auktion durchgeführt hat. „Wir sind sehr froh, dass alles so reibungslos funktioniert hat. Mit dieser herausragenden Auktion der Springhengste beenden wir die vier Körtage sehr erfolgreich!“, freut sich Auktionsleiter Thomas Münch, der gleichzeitig auch kommissarischer Zuchtleiter des Westfälischen Pferdestammbuchs e.V. ist. Insgesamt standen 20 Hengste am heutigen Nachmittag zum Verkauf. Unter ihnen die beiden Siegerhengste sowie 13 weitere gekörte Hengste. Fünf der angebotenen Hengste waren nicht gekört. Durchschnittlich investierte die Kundschaft 58.033 Euro in die 15 verkauften Hengste. Fünf Zuschläge wurden Online gemacht.

Insgesamt erzielte der diesjährige Hengstmarkt der Dressur- und Springhengste beim Westfälischen Pferdestammbuch e.V. einen Gesamtumsatz von rund 4 Mio. Euro. Durchschnittlich wurden in die 37 verkauften Hengste 108.811 Euro investiert.

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