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Segelsport 3,5 Millionen Kieler-Woche-Besucher
Sport Segelsport 3,5 Millionen Kieler-Woche-Besucher
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00:38 02.07.2014
Von Martina Drexler
Die Windjammerparade krönte die Kieler Woche. Quelle: FB
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Kiel

„Es war eine besonders tolle Kieler Woche“, erklärte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der das Volksfest zum ersten Mal als Verwaltungschef erlebte und sich „pappstolz“ auf die Leistungen aller Ehren- und Hauptamtlichen zeigte: „Die Kieler Woche ist ein weltweites Markenzeichen.“ Sie stehe für Sport, Information, Unterhaltung, Kultur und Völkerverständigung.

Dass die neun Tage inklusive Daumendrücken beim Public Viewing für die deutsche WM-Fußballmannschaft so entspannt ablaufen konnten, lag, darin waren sich alle einig, am Wetter. Es war für die Besucher von Nordeuropas größtem Sommerfest die richtige Mischung zwischen angenehmen Temperaturen, nur wenig Regen und viel Sonnenschein. Anders sah es bei den 4500 Seglern und Seglerinnen im weltgrößten Segelwettbewerb aus, auch wenn die Gesamtbilanz der Organisatoren am Ende positiv ausfiel. Der Organisationsleiter der Regatten auf der Außenförde, Peter Ramcke, nannte diese Kieler Woche die schwierigste der vergangenen zehn Jahre. In einem Wetterszenario zwischen Herbststurm, Sommergewitter und Frühlingsflaute mussten viele Wettfahrten ausfallen. Dennoch gelang eine Gesamtzahl von 343 Rennen in den paralympischen, olympischen und internationalen Klassen. In den 24 Disziplinen durften sich im Wochenverlauf elf Deutsche in die Siegerlisten eintragen. Unter heftigen Regenschauern, Blitz und Hagel litt auch die Windjammer-Parade am Sonnabend, die nach einem guten Start hinter der Friedrichsorter Enge in die Gewitterfront geriet.

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Die Kieler Woche 2014 Lieblingsfotos unserer Leserinen, Leser aus der Kieler-Woche-FotoaktionAuf der Kieler Woche 2014 wurden schöne Fotos gemacht! Das finden wir gut. Die Foto-Einsedungen unserer Leserinen und Leser finden Sie in dieser Kieler Woche 2014 Galerie.

Die Polizeibeamten aus Kiel und Eutin  mussten zwar in den neun Tagen 2329 mal ausrücken, davon in 380 Fällen zu Einsätzen rund um die Kieler Woche. Im vergangenen Jahr waren es etwa 500 Kieler-Woche-Einsätze, obwohl die Besucherzahl um etwa eine halbe Millionen niedriger lag. Thomas Bauchrowitz, Leiter der  Polizeidirektion Kiel, sprach von einem insgesamt friedlichen Volksfest, auch wenn es zu 94 Anzeigen wegen Roheitsdelikten und zu 91 Einsätzen wegen Körperverletzungen kam: „Es war deutlich weniger als sonst.“ Lob gab es auch von der Marine: Mehr als 15000 Besucher zeigten beim traditionellen „Open Ship“ großes Interesse an den 31 Schiffen aus elf Nationen mit rund 2500 Soldaten.