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Segelsport "Wir sind mächtig enttäuscht"
Sport Segelsport "Wir sind mächtig enttäuscht"
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19:11 17.02.2020
Von Niklas Schomburg
Die Kieler 49er-Segler Justus Schmidt (re.) und Max Boehme verpassten die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio im Sommer. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

„Wir sind mächtig enttäuscht“, sagte Vorschoter Boehme über die schon nach zwei von drei Events besiegelte Qualifikationsniederlage gegen die Olympia-Dritten von 2016. „Aber gleichzeitig geht eine Riesen-Gratulation an Erik und Thommy. Die sind faszinierend geil gesegelt, Vizeweltmeister in Auckland und jetzt Bronze hinterher – das ist ganz großes Kino. Wenn sie mental weiter so gut drauf sind, haben sie bei den Spielen wirklich die Chance, eine weitere Medaille zu gewinnen.“

Bei den Kielern passte derweil „nicht alles so zusammen, wie es hätte passen müssen“, erklärte Boehme. „Neunter und Elfter ist kein unterirdisches Ergebnis, aber auch nicht das, was wir uns vorgestellt haben.“ Es hakte sowohl in Neuseeland als auch in Australien an mehreren Ecken. „Der erste Tag war beide Male wirklich schlecht“, so Boehme. „Und unser Top-Speed war auch nicht so, dass wir einen vierten oder fünften Platz mal in einen Rennsieg hätten ummünzen können.“

"Haben alles reingeworfen, was wir hatten."

Mit zwei Tagen Abstand wurde der Blick auf die zweite Olympiakampagne aber auch schon etwas versöhnlicher. „So bitter das jetzt ist und auch wenn wir das noch gar nicht so richtig realisiert haben, sind wir gleichzeitig auch stolz auf das, was wir erreicht haben. Und unglaublich dankbar für die großartige Unterstützung aus dem Kieler Raum, etwa vom Team SH des Landessportverbands, dem Club 49 und dem Segel-Verband Schleswig-Holstein“, meinte Boehme. „Natürlich ist es schade, dass wir das große Ziel Olympia nicht erreicht haben. Aber die Weltspitze im 49er ist unglaublich dicht. Wir haben alles reingeworfen, was wir hatten.“

Die siegreichen Heil/Plößel zeigten sich „glücklich, aber auch etwas wehmütig“, sagte Steuermann Heil, „denn es geht ein großes Kapitel zu Ende: Wir haben acht Jahre lang mit Justus und Max trainiert.“ Ob und wie es über die Spiele in Tokio im Sommer hinausgeht, konnten Schmidt und Boehme noch nicht sagen. „Wir müssen das jetzt erst mal sacken lassen“, meinte der Kieler Vorschoter nach der zweiten Niederlage gegen die Berliner Freunde und Konkurrenten in Folge. „Wir haben immer nur bis zu den Spielen 2020 geplant.“

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