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Segelsport Buhl sichert erstes DSV-Olympiaticket
Sport Segelsport Buhl sichert erstes DSV-Olympiaticket
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20:49 09.08.2018
Von Niklas Schomburg
Wieder obenauf: Philipp Buhl kämpfte sich mit einem fünften Rang in der Donnerstag-Wettfahrt in Medaillenreichweite vor und sicherte den ersten deutschen Startplatz für die Olympischen Spiele 2020. Quelle: Jesus Renedo/Aarhus 2018
Aarhus

Auf Rang vier liegend beträgt Buhls Rückstand auf Bronze lediglich vier Punkte. „Das war es, was ich mir gewünscht habe. Ich bin dankbar, dass mir der Anschluss an die Spitzengruppe heute gelungen ist“, sagte der 28-Jährige, der zwischenzeitlich deutlich eingebüßt hatte. „Ich habe keinen Druck, sondern eine neue Chance und werde im Finale bis zum Anschlag kämpfen.“

Erste Medaillenrennen ohne deutsche Beteiligung

Bei strahlendem Sonnenschein und im Vergleich zur deutschen Hitzewelle sehr angenehmen Temperaturen waren die Zuschauertribünen in Århus gut gefüllt, als am Donnerstag die ersten Medaillenrennen liefen.

Unter den Zaungästen waren auch die Kieler 470er-Seglerinnen Frederike Loewe und Anna Markfort, die wie die anderen DSV-Crews in der Zweihandjolle und auch im Finn die Top Ten verpasst hatten. Stattdessen beklatschten sie die Leistungen der Konkurrentinnen. „Das gehört beim Sport dazu, manchmal ist man einfach nicht gut“, sagte Markfort. „Wir sind nicht richtig reingekommen, haben dann ein paar Dinge umgestellt – das lief besser, aber hat immer noch nicht gereicht.“

Die ersten Weltmeister 2018 kommen aus Ungarn, Japan und Frankreich. Ai Kondo Yoshida und Miho Yoshioka holten bei den 470er-Frauen das erste WM-Gold überhaupt für Japanim Männerfeld siegten Kevin Peponnet/Jeremie Mion. Im Finn triumphierte der Ungar Zsombor Berecz.

Skiffs zwischen Himmel und Hölle

Hervorragend läuft es bei den 49er-Seglern. Nach zehn Wettfahrten liegen die Wahl-Kieler Tim Fischer und Fabian Graf sensationell auf Rang zwei – punktgleich mit den führenden Kroaten Sime und Mihovil Fantela. Erik Heil und Thomas Plößel folgen auf dem dritten Platz.

Ganz anders ist die Gefühlslage bei den Frauenteams im 49erFX. „Wir sind rat- und fassunglos“, erklärte Vorschoterin Susann Beucke. Die Stranderin beendet die WM mit Tina Lutz auf Rang 26, von Beginn an chancenlos bricht sich langsam der Frust Bahn.

„Es hat einfach nichts funktioniert, wir haben keine krassen Fehler gemacht, hatten aber haben nicht den richtigen Riecher. Und darunter leidet auch das Selbstbewusstsein“, erklärte Beucke. „Wir machen jetzt erst mal Urlaub und versuchen, Abstand zu gewinnen und das Selbstvertrauen zurückzugewinnen“, ergänzte Lutz. Mit Victoria Jurczok und Anika Lorenz auf Rang 16 ist auch das Nationenticket futsch.

Als erster Deutscher zieht Laser-Ass Philipp Buhl bei der Segel-Weltmeisterschaft vor Aarhus in das Medaillenrennen der besten zehn Steuerleute ein. Im zehnten und letzten Rennen am Donnerstag hat sich der Sonthofener als Fünfter eine Medaillenchance erkämpft. Das Finale wird am Freitag ausgetragen.

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Hoffnungsträger Philipp Buhl hat bei der Segel-Weltmeisterschaft in der dänischen Bucht von Aarhus bei seinem Kampf um die WM-Krone einen Dämpfer kassiert. In der neunten von zehn Wettfahrten bis zum Medaillenfinale am Freitag kam der Sonthofener erst als 23. ins Ziel.

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Lasersegler Philipp Buhl hat seine Medaillenchancen bei der Weltmeisterschaft in der dänischen Bucht von Aarhus gewahrt. Der 28 Jahre alte Sonthofener segelte am Dienstag angriffslustig und taktisch klug und rückte mit den Rängen zwei und 16 auf Platz sechs vor.

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