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Segelsport Li neuer Präsident - Sponsor im Gepäck?
Sport Segelsport

Chinese Quanhai Li ist neuer Präsident des Welt-Seglerverbandes

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15:54 03.11.2020
Von Niklas Schomburg
Der Chinese Quanhai Li ist neuer Präsident des Welt-Seglerverbandes World Sailing. Quelle: World Sailing
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London

Li entschied die Stichwahl im zweiten Wahldurchgang für sich, nachdem im ersten Durchgang weder er selbst und Andersen noch die zwei weiteren Kandidaten Gerardo Seeliger (Spanien) und Scott Perry (USA) die absolute Mehrheit erreicht hatten. „Die Zukunft von World Sailing ist in sehr fähigen Händen“, sagte David Graham, CEO des Weltverbandes.

Engagierter Segelsportförderer aus dem Reich der Mitte

Mit Li übernimmt erstmals ein Chinese das Präsidentenamt im Weltverband einer olympischen Sommersportart. Der 58-Jährige gilt als freundlicher und engagierter Segelsportförderer, war zweimal Mitglied der Gruppen, die Chinas Bewerbungen um die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2000 und – erfolgreich – 2008 bewarben. Auch war Li stark daran beteiligt, Weltcup-Regatten ins Olympiarevier von Qingdao zu holen. Er ist amtierender Vize-Präsident des chinesischen Seglerverbandes und amtierender Präsident des chinesischen Ruderverbandes, besitzt zudem mehr als 20 Jahre Erfahrung als internationales Jury-Mitglied bei großen Regatten.

Millionendeal durch Wahl von Li?

Mehrere Medien, darunter die „South China Morning Post“, berichteten, Li könne seine neue Rolle mit einem großen Sponsoren-Deal im Gepäck antreten: Der Immobilienentwickler Evergrade habe für den Fall von Lis Wahl ein Zehn-Millionen-Dollar-Engagement in Aussicht gestellt. Auf die Frage nach dem wichtigsten nächsten Schritt für den Welt-Seglerverband hatte Li vor der Wahl in einem Interview gesagt: „Es wäre eine Politik, die mit einem neu entwickelten Operationsmodell die finanzielle Sicherheit von World Sailing stärkt, abdeckt und fördert.“

Auch die sieben Vizepräsidenten wurden am Sonntag gewählt: Tomasz Chamera (Polen), Sarah Kenny (Australien), Philip Baum (Südafrika), Yann Rocherieux (Frankreich), Duriye Özlem Akdurak (Türkei), Marcus Spillane (Irland) und Cory Sertl (USA). Nadine Stegenwalner, Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), hatte sich nicht um eine zweite Amtszeit beworben und mitgeteilt, sie wolle ihren Fokus auf andere Aufgaben richten.

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