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Segelsport Einmal Silber und sieben Mal Top 20
Sport Segelsport Einmal Silber und sieben Mal Top 20
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22:06 16.07.2018
Von Niklas Schomburg
Foto: Die Kieler 49er-Crew Schmidt/Boehme.
Justus Schmidt (re.) und Max Boehme hatten im Medal Race noch die Chance auf eine EM-Medaille, zeigten sich mit Platz sechs aber hochzufrieden. Quelle: Robert Hajduk/gdyniasailingdays.org
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Gdynia/Kiel

Als Zwölfte in den letzten Tag gestartet, hatte sich das Duo mit einem Tagessieg und dem anschließenden Erfolg im Medaillenrennen nach vorn gekämpft und sich in einer extrem engen Konkurrenz – zwischen Platz zwei und Platz sechs lagen am Ende nur vier Punkte – den Vize-Europameistertitel erkämpft. „Ich habe zwar meinen Flug verpasst, doch das hat sich gelohnt“, sagte Vorschoterin Lorenz. Steuerfrau Jurczok jubelte: „Das können wir selbst kaum glauben.“

Kohlhoff/Stuhlemmer "wissen, was möglich ist"

Die Kieler-Woche-Zweiten Tina Lutz und Susann Beucke (Chiemsee/Strande) verpassten durch einen 19. Rang in der letzten Wettfahrt der Goldflotte den Einzug ins Medal Race und wurden Gesamtzwölfte. Auch die beiden deutschen Nacra-Crews waren im Finale der besten Zehn nicht dabei. Dennoch zeigten sie, dass sie im Konzert der Großen durchaus mitspielen können. „Wie so oft waren wir in der Goldflotte besser als in der Vorrunde. Wir wissen nun, was möglich ist“, sagte der Kieler Paul Kohlhoff, der mit Alica Stuhlemmer am Ende Elfter war. „Nach meiner Erkrankung und der damit verbundenen Kortison-Behandlung habe ich noch mit meinem Gewicht zu kämpfen, was uns hier in den überwiegend leichten Winden das Leben etwas schwer gemacht hat. Doch es geht insgesamt bergauf.“ Johannes Polgar und Carolina Werner (Hamburg/Kiel) wurden 14.

Schmidt/Boehme: Comeback mit Platz sechs

Die Kieler 49er-Crew Justus Schmidt/Max Boehme war mit dem sechsten Rang in der ersten gemeinsamen Regatta seit der WM in Porto im August 2017 im Reinen. „Auch wenn am letzten Tag noch mehr drin war – wir sind sehr glücklich mit unserem Abschneiden“, erklärte Boehme. Der „Kaltstart“ nach fehlendem Training habe sich bemerkbar gemacht. „Ich war nach einer Woche Regatta körperlich echt auf“, meinte der 26-Jährige. Auch die fehlende Rennpraxis verhinderte ein besseres Ergebnis. „Wir haben am letzten Tag zu viele Fehler gemacht. Wir mussten uns zu sehr darauf konzentrieren, schnell zu sein, und haben es nicht geschafft, ,aus dem Boot zu kommen’, den Fokus auf Taktik und Strategie zu legen“, sagte Boehme.

Damit es in Aarhus besser läuft, fahren Schmidt und Boehme bereits heute ins dänische WM-Revier, um gemeinsam mit der dänischen Crew Jonas Warrer/Jakob Precht Jensen zu trainieren. Die ersten Rennen der Weltmeisterschaft aller olympischen Klassen starten am 2. August.

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