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Segelsport DJSL: Verletzung bremst Kieler Crew aus
Sport Segelsport DJSL: Verletzung bremst Kieler Crew aus
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14:38 21.05.2019
Von Niklas Schomburg
24 Nachwuchscrews waren beim ersten Ligaspieltag auf dem Starnberger See unterwegs und kämpften mit den tückischen Winddrehern. Quelle: DSL
Starnberg/Kiel

Den ersten Spieltagssieg feierte der Bayerische Yacht-Club I vor dem Flensburger Segel-Club und dem Münchner Yacht-Club.

Denn in der viertletzten Wettfahrt verletzte sich Vorschifffrau Olivia Zöller am Knie, die KYC-Crew musste das Rennen in Führung liegend abbrechen und konnte auch zu den folgenden nicht antreten. „Bei der Lee-Tonnen-Rundung hatte sich etwas verhakt, das führte zu etwas Hektik an Bord“, beschrieb Berit Bellin, auf dem KYC-Schiff für den Trimm zuständig, die folgenschwere Situation. „Dadurch ist Olivia ausgerutscht und mit dem Knie nach innen weggeknickt, was zu einer Bänderdehnung geführt hat.“ Da ein Crew-Wechsel nur mit vor der Regatta eingetragenen Personen erlaubt ist, das KYC-Team aber nur zu viert angereist war, musste es den Wettkampf aufgeben.

Probleme mit drehenden Winden

Zuvor hatten sich die Nordlichter auf bayrischem Gewässer zunächst schwer getan, waren aber im Laufe der Regatta immer besser zurecht gekommen. „In den ersten vier Rennen war der Wind sehr inkonstant mit vielen extremen Drehern von rund 30 Grad“, erklärte Bellin. „Später hat er sich etwas eingependelt, damit kamen wir viel besser zurecht und konnten besser vorhersehen, wo der Wind jetzt wie drehen wird.“ Das Resultat: Nach den Plätzen 6, 6, 5, 5 kam das KYC-Boot in den Siebener-Flights immer mehr in Schwung, arbeitete sich mit den Rängen 1, 2, 4, 1, 4 auf Gesamtplatz zehn nach vorn – ehe das Verletzungspech zuschlug.

„Den fehlenden Tag Vorbereitung haben sie in den ersten vier Wettfahrten nachgeholt“, sagte Teammanager Patrick Schmidt, der schon im Vorfeld Probleme der Ostsee-Segler mit den drehenden Winden auf dem Starnberger See einkalkuliert hatte, grinsend. „Wenn die Verletzung nicht gewesen wäre, hätten sie sicher ein Top-Ten-Ergebnis eingefahren“, ergänzte ein mit der Vorstellung der KYC-Junioren zufriedener Schmidt. Auch Trimm-Spezialistin Bellin war nicht unzufrieden. „Wir hatten Spaß und konnten gut mithalten, auch mit Teams, die schon in der Ersten und Zweiten Bundesliga mitsegeln“, sagte sie. „Man hat gemerkt, dass sich das Training lohnt.“ Nur eines störte die Küstenkinder ein wenig: „Bei viel Wind haben die Veranstalter ein Gennakerverbot ausgesprochen, das war für uns ein bisschen enttäuschend“, so die sturmerprobte Bellin.

Nächster Halt: Kieler Woche

Für das DJSL-Team sollte dem Liga-Auftakt eigentlich der Wetter-Welt-Cup als Trainingsregatta folgen, doch das Event findet in diesem Jahr nicht statt. „Das ist sehr schade, hoffentlich steigt es im nächsten Jahr wieder“, sagte Schmidt. So wird das nächste große Event die J/70-Klassenregatta zur Kieler Woche sein, ehe es zum zweiten DJSL-Spieltag zur Travemünder Woche geht. Als regelmäßiges Training unter verschärften Bedingungen wird die KYC-Crew in verschiedenen Konstellationen zudem an den traditionellen Mittwochsregatten teilnehmen.

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