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Segelsport Mic Mohr segelt allen davon
Sport Segelsport Mic Mohr segelt allen davon
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21:28 26.05.2019
Von Niklas Schomburg
Vor der Kulisse des Frachters "Emotion" kämpften sich die Jüngstensegler beim Goldenen Opti am Sonntag durch die Kälte. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„Sehr, sehr kalt“ sei es gewesen, sagte Keizo Tomishima grinsend nach zwei Segeltagen beim Goldenen Opti auf der Förde. Der Australier hatte gemeinsam mit vier Teamkameraden das winterliche Sydney gegen den Kieler Frühling getauscht, der angesichts von 18 Grad Celsius und Sonnenschein am anderen Ende der Welt mit seinen regnerischen und nebligen zehn Grad wenig verlockend klingt. Das nasskalte Wetter am zweiten Regattatag war aber auch der einzige Wermutstropfen für die Segler aus „Down Under“, die sich Platz drei in der Nationenwertung hinter Deutschland und Dänemark sicherten. „Das war gutes Segeln“, sagte Tomishima, Elfter bei Deutschlands größter Opti-Regatta, ehe sich die Aussie-Delegation in Richtung Niederlande verabschiedete, wo die Opti-Europa-Tour der Weitgereisten mit der „Dutch Youth Regatta“ auf dem Ijsselmeer zu Ende gehen wird.

Mehr als 100 Boote in einem Start

Auch die Kieler Verantwortlichen waren zufrieden mit zwei sehr guten Segeltagen. „Die Segler haben sich fair verhalten, wir hatten konstanten Wind, alles hat wunderbar geklappt“, sagte Wettfahrtleiter Ulrich Kittmann nach einem sonnigen Sonnabend mit vier Wettfahrten und dem etwas widrigeren Abschlusstag. Nur in der letzten Wettfahrt lief es nicht ganz perfekt. Denn während die rund 100 Opti-B-Segler ihre zwei Rennen ohne Probleme bereits bis 12 Uhr absolviert hatten und frühzeitig den Olympiahafen ansteuern konnten, ließ die Entscheidung in der Opti-A-Konkurrenz durch viele Startrückrufe auf sich warten. „Da hatten wir ein bisschen Startschwierigkeiten, das hat alles etwas in die Länge gezogen. Wir hatten mehr als 100 Boote in einem Start, das ist auch die Grenze, an der man noch Segelnummern erkennen kann“, sagte Kittmann über den langen Arbeitstag im typischen Trubel der 230 Jüngstensegler.

Mohr: Nur einmal knapp, sonst souverän

In einem auch qualitativ hochkarätig besetzten Feld hielt sich einer an der Spitze schadlos: Mic Mohr, WM-Dritter von 2017 und WM-Sechster von 2018, ließ sich von niemandem schlagen, fuhr mit sechs Tagessiegen unangefochten zum Gesamtsieg. Warum war er so schnell? „Man muss mit den Drehern segeln, das hat gut geklappt“, antwortete Mohr. „Und ich mag ein bisschen mehr Wind gern. Deshalb war es viel besser als letztes Jahr, da war ja kaum Wind.“ Nur in einer Wettfahrt wurde es für den Plauer knapp: „Mir ist der Niederholer gerissen, und mein Segel ist nach oben abgehauen“, erklärte Mohr. „Aber ich hatte zum Glück genug Vorsprung, um das Rennen auch zu gewinnen.“ Den Verfolgern blieb nur das Heck des 15-Jährigen, mit zwölf Punkten Rückstand sicherte sich die Württembergerin Jule Ernst den zweiten Platz, gefolgt von Caspar Ilgenstein aus Hamburg. Als bester Lokalmatador fuhr Matti Balzereit (Kiel) auf Gesamtrang 22.

Im Silbernen Opti verpasste der Kieler Till Heimann das Podest als Vierter nur knapp, es gewann Nick Plinke (Monheim) vor Nino von Roëll (Berlin) und Carlo Wedel (Stadland).

Impressionen vom Goldenen Opti 2019.
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