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Segelsport Heiko Kröger kämpft sich an die Spitze
Sport Segelsport Heiko Kröger kämpft sich an die Spitze
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20:55 19.06.2017
Von Niklas Schomburg
J 24 Segeln in Schilksee. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„Der Wind setzte gleich um 13 Uhr ein“, sagte ein zufriedener Jobst Richter, der für die beiden Abschlusstage des ersten Teils die Aufgaben des aus beruflichen Gründen verhinderten Organisationsleiters Dirk Ramhorst übernommen hatte.

Im Formula18-Katamaran erweisen sich Iordanis Paschalidis und Konstantinos Trigkonis als schier unschlagbar. Auch am dritten Tag segelten die mehrfachen Tornado-Weltmeister aus Griechenland der Konkurrenz davon, zementierten mit zwei weiteren ersten Plätzen ihre Führung von mittlerweile 14 Punkten. „Das sind Profi-Segler, die spielen in einer ganz anderen Liga“, sagte der Lübecker Dieter Maurer, der gemeinsam mit Vorschoterin Katrin Oldenburg auf Gesamtrang zwei liegt. „Wir müssen eher nach hinten schauen.“ In der Tat machen Robert Schütz/Rea Kühl (Krefeld/Flensburg) und Magnus Dahl Nicolaisen/Jesper Vogelius (Dänemark) mit je zwei Punkten Rückstand Druck.

Die 29er ist nach den ersten beiden Tagen mit Qualifikationswettfahrten nun in Gold und Silver Fleet geteilt. An der Spitze setzten die Franzosen Theo Revil/Gautier Guevel und die Slowenen Rok Verderber/Klemen Semelbauer ihren Zweikampf fort. Die deutschen Teams fahren der internationalen Konkurrenz weiter hinterher, die Füssener Brüder Johannes und Anton Sattler sind auf Platz neun die beste GER-Crew.

Das gleiche Schicksal teilen die deutschen Segler in der OK-Jolle. Gegen den Briten Jim Hunt ist kein Kraut gewachsen, der Weltmeister von 2016 hat nach acht Wettfahrten gerade einmal acht Punkte auf dem Konto und ist am Abschlusstag wohl nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Im 2.4mR hat Heiko Kröger die Spitze der offenen Konkurrenz erobert. Der Kieler zog mit den Plätzen 4, 3 und zwei am Australier Matthew Bugg (6, 5, 1) vorbei und führt vor dem Abschlusstag mit zwei Punkten. Auch Platz drei ist in Persona Dee Smith (USA) mit einem Behindertensegler belegt, auf Rang vier folgt Altmeister Ulli Libor.

Im Flying Dutchman haben Kay-Uwe Lüdtke und Kai Schäfers (Berlin) zwar weiter die Führungsposition inne, büßten mit den Plätzen vier, fünf und elf aber etwas von ihrer Souveränität ein. Die Ungarn Szabolcs Majthényi/András Domokos, mit der beeindruckenden Referenz von elf WM-Titeln und fünf WM-Silbermedaillen in Kiel angereist, haben nur noch zwei Punkte Rückstand. Im Folkeboot zieht der zweimalige Goldpokal-Gewinner Per Jørgensen weiter einsam seine Runden, die Kieler Crew um Skipper Ulf Kipcke rückte auf Rang zwei vor. Die J/24 sind nach dem dritten Tag endgültig in US-amerikanischer Hand: Hinter der Crew um Mike Ingham, im vergangenen Sommer als Nationaltrainer der Paralympics-Mannschaft der USA unterwegs, fuhr Vize-Weltmeister Travis Odenbach auf Rang zwei vor.

Hier finden Sie Bilder aus Schilksee.

Seitdem die Europe zugunsten des Laser Radial aus dem olympischen Programm der Frauen flog, ist die Klasse bei weitem nicht mehr so präsent. Für Marisa Roch ist sie dennoch das Traumboot: „Ich habe mich schon in die Europe verliebt, als ich noch Opti B gesegelt bin“, erklärte die 22-Jährige.

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