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Segelsport Hier wird die Kieler Woche eingepackt
Sport Segelsport Hier wird die Kieler Woche eingepackt
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20:00 30.06.2014
Von Lutz Timm
Der Rathausplatz wird freigeräumt: Mitarbeiter einer Koblenzer Firma rollen die Plane der großen Bühne ein. Quelle: Sven Janssen
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Kiel

Hunderte Buden, Bühnen und Stände mussten abgebaut, verladen und abtransportiert werden – Schwerstarbeit unter Zeitdruck für die einen, der krönende Abschluss mit Mehrwert für die anderen.

 „Am Sonntag haben wir morgens angefangen und bis drei Uhr nachts gearbeitet. Bis heute Abend um 19 Uhr müssen wir endgültig fertig sein“, erzählte Sabine Reitz von der Koblenzer Firma Starline Showservice beim Abbau der Rathausbühne. „Danach geht es nach einem Tag Pause weiter nach Luxemburg.“ Für sie und ihr 16-köpfiges Team bedeutet die Arbeit vollen Einsatz und Feingefühl: „Das Bühnendach wird im Ganzen heruntergefahren, wie mit einem Fahrstuhl. Danach bauen wir die Elemente auseinander“, so Reiz. Bodenplanen, Traversen, Technik – insgesamt 150 Tonnen Material verlädt sie mit ihren Kollegen auf die Fahrzeuge. „Stressig ist die Arbeit schon, aber wir haben zum Glück auch immer Spaß dabei“, grinst die resolute Hamburgerin und ist sich sicher: „Wenn die Jungs alle auf mich hören, dann schaffen wir das auch pünktlich.“

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 Weniger hektisch, aber ebenso emsig ging es am Nachmittag auf der Krusenkoppel zu. Traditionell können die während der Kieler Woche entstandenen Kunstwerke gegen eine Spende erworben werden. „Es ist schon fast alles weg“, erklärte der technische Leiter, Andreas Weber. „Jetzt können noch die großen Tipis abgebaut werden.“ Dafür ist Dietmar Voigt extra mit der Familie, Bekannten und einem großen Trecker mit Anhänger vorbeigekommen – wie jedes Jahr: „Das kommt für die Kinder direkt nach Weihnachten und Geburtstag, da freuen sie sich schon lange drauf. Und ich auch“, erzählte er lachend. Seit zwölf Jahren kommt er zum Abbau auf die Spiellinie und zerlegt die Objekte des großen Abenteuerspielplatzes in seine Einzelteile. „Zu Hause bauen wir die Sachen dann wieder auf. Nicht originalgetreu, aber genauso bunt.“ So sind aus den Resten von der Krusenkoppel im Laufe der Zeit Sandkisten, Spielhäuser und große Holztürme im Garten der Familie entstanden. Und auch sein Sohn Oliver ist mit Eifer dabei. „Hier kann man so schön wild sein und darf endlich mal Sachen kaputt machen“, freut sich der Elfjährige.