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Segelsport Wind, Welle, Weltklasse
Sport Segelsport Wind, Welle, Weltklasse
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16:11 16.06.2018
Von Niklas Schomburg
Die Kieler 470er-Seglerinnen Anna Markfort und Frederike Loewe (re.) freuen sich auf eine bunt-fröhliche Kieler Woche. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

„Uns ist egal, ob es regnet oder die Sonne scheint. Hauptsache wir haben Wind“, sagt Anna Markfort. Die Kielerin ist mit Steuerfrau Frederike Loewe im 470er zwar erst ab Mittwoch dran, doch die amtierenden Vize-Europameisterinnen schnuppern auch vorher schon mal rein. „Wir sind natürlich hier, beobachten die ersten Tage“, sagt Loewe. „So können wir dann auch die Bedingungen einschätzen.“ Am Sonntag und Dienstag geht’s zum Training nochmal aufs Wasser, außerdem steht Material Überprüfen und Organisation wie Check-in auf dem Programm. Dann beginnt die Kieler Woche auch für sie so richtig.

„Die Kieler Woche ist etwas ganz Besonderes“, sagt auch Anna Markfort. „Bei anderen Veranstaltungen ist man oft nur in seinem Feld. Hier sind alle Bootsklassen zusammen, das Hafenvorfeld ist voller Buden, und da ist diese Riesen-Leinwand. Das Interesse ist einfach riesengroß.“ Das wollen die 23-Jährigen in positive Energie umwandeln: „Die Titelverteidigung ist das Ziel“, sagen sie. Im vergangenen Jahr holten Loewe/Markfort den einzigen deutschen Sieg in den olympischen Klassen.

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Zeichen auf Sieg?

Dass das Potenzial vorhanden ist, zeigten sie bei der EM in Burgas/Bulgarien. Dort sicherten sich sich mit einer konstanten Serie die Silbermedaille. Stehen die Zeichen auf Sieg? Vielleicht. Aber erstens „kann die Kieler Woche immer alles mit sich bringen“, so Markfort, zweitens ist die internationale Konkurrenz im recht kleinen Feld namhaft. Wie in allen olympischen Klassen nutzen etwa die Spanierinnen Silvia Mas/Patricia Cantero oder die Griechinnen Maria Bozi/Rafailina Klonaridou das vor allem bei ablandigem Wind ähnliche Revier zum WM-Ausrichtungsort Aarhus. Auch eine neuseeländische und drei australische Crews sind am Start.

Den Anfang aber machen die internationalen Klassen. Auch dort ist das Interesse aus dem Ausland hoch. Neben vielen Seglern aus dem europäischen Ausland wie etwa Flying-Dutchman-Dauer-Weltmeister Szabolcz Majthényi/András Domokos aus Ungarn sind auch hier Australier, Neuseeländer und US-Amerikaner am Start. Mike Ingham zum Beispiel, frisch gebackener nordamerikanischer Meister in der J/24, oder auch „Kiwi“ Greg Wilcox, Weltmeister 2002 in der OK-Jolle.

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