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Segelsport Deutsche Spitzenplätze (fast) dahin
Sport Segelsport Deutsche Spitzenplätze (fast) dahin
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21:16 23.06.2018
Von Niklas Schomburg
Frederike Loewe (re.) und Anna Markfort rutschten am Sonnabend aus den Top drei und gehen mit sieben Punkten Rückstand auf das Podest ins Medaillenrennen. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Mit einem dritten und einem zehnten Platz hat Laser-Segler Philipp Buhl seine Spitzenposition gefestigt und hat im Medal Race noch alle Chancen auf seinen fünften Kieler-Woche-Sieg. In Führung liegt der Brite Elliot Hansen mit drei Punkten Vorsprung auf Buhl. Der 28-jährige Sonthofener wollte sich am Sonnabend nicht zu seiner seglerischen Leistung äußern, um seine Kritik an der Wettfahrtleitung "nicht zu verwässern", wie er erklärte.

Auf im 49erFX gibt es noch Chancen auf einen deutschen Erfolg. Die amtierenden Europameisterinnen Tina Lutz/Susann Beucke (Chiemsee/Strande) liegen vor dem Medal Race nur 4,5 Punkte hinter Alex Meech/Molly Maloney (Neuseeland), den olympischen Silbermedaillengewinnerin von Rio 2016. Victoria Jurczok/Anika Lorenz (Berlin) verpassten das Medaillenrennen als 17. deutlich.

470er-Frauen rutschen aus Top drei

Bis zum Sonnabendnachmittag sah im 470er der Frauen alles nach einem oder gar zwei Podestplätzen für die deutschen Segler aus. Doch sowohl die Kieler Titelverteidigerinnen Frederike Loewe/Anna Markfort (5. Platz/41 Punkte) als auch Nadine Böhm/Ann-Christin Goliaß aus Tutzing (4./35) fielen in den letzten zwei Flotten-Rennen aus den Top drei. Dort liegen die Griechinnen Maria Bozi/Rafailina Klonaridou (28 Punkte), Agnieszka Skrzypulec/Jolanta Ogar (Polen/33) und die Spanierinnen Silvia Mas/Patricia Cantero (34). "Es ist nach wie vor sehr schwierig mit den Böen und Drehern", erklärte Anna Markfort. "Als wir dachten, wir hätten alle im Sack, sind die von links durchgekommen. Das wurde alles ordentlich durcheinander gewürfelt." Für beide Frauen-Teams gilt für das Medal Race: Volle Attacke. "Wir segeln voll auf Angriff, haben nichts zu verlieren", sagte Loewe. "Voll auf Angriff, da ist noch einiges drin", erklärte Boehm.

Heil/Plößel fehlen vier Punkte

Das Medal Race der 49er muss ganz ohne deutsche Beteiligung auskommen. Als beste DSV-Crew verpassten die Olympia-Dritten Erik Heil/Thomas Plößel das Finale der besten Zehn als Elfte um vier Punkte. Ein 22. und ein zehnter Platz katapultierte die Berliner am Sonnabend aus den Top Ten. Auch Justus Schmidt mit Aushilfsvorschoter Thomas Lowbeer (17.) müssen die Entscheidung über den Kieler-Woche-Sieg von der Ferne mitverfolgen. In Führung liegen die Dänen Jonas Warrer/Jakob Precht Jensen, denen im Medal Race ein siebter Platz zum Gesamtsieg reicht.

Auch die Nacra17-Katamarane fahren ohne schwarz-rot-goldene Farben um den Kieler-Woche-Sieg. Johannes Polgar/Carolina Werner beraubten sich mit zwei 15. Plätzen aller Chancen auf die Top Ten, Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer liegen einen Platz davor als 13. außerhalb der Sonntags-Segler. Auch die Finn-Segler gehen ohne deutsche Starter auf den letzten Kurs. Laser-Radial-Seglerin Svenja Weger (Kiel) dagegen ist als Neunte im Rennen der Top Ten dabei.

Kröger hat EM-Medaille sicher

Bei der Europameisterschaft der Para-Segler geht Heiko Kröger im 2.4mR auf dem Silberrang ins Medal Race. Bronze hat der Kieler sicher, der Franzose Damien Seguin ist mit zehn Punkten Vorsprung und der deutlich größeren Anzahl an Wettfahrtsiegen aber nur noch schwer vom Titelgewinn abzuhalten. "Wir sind auf extrem gleichen Niveau. Damien ist in diesem Jahr mehr gesegelt", erklärte Kröger. "Heute war ich permanent schneller, aber er war trotzdem vorne. Das war ein bisschen ärgerlich." Als Dritter hat Lasse Klötzing (Berlin) gute Medaillenchancen.

Am Sonntag beginnen die Laser-Segler mit ihrem Medal Race um 10.05 Uhr, der letzte Startschuss fällt um voraussichtlich 13.40 Uhr bei den Nacras.

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