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Segelsport Rekordsieger Hunger riskierte zu viel
Sport Segelsport Rekordsieger Hunger riskierte zu viel
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21:01 19.06.2018
Von Niklas Schomburg
Kein guter Tag für den Rekordsieger: Wolfgang Hunger riskierte bei der letzten Wettfahrt zu viel.  Quelle: Uwe Paesler
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Kiel-Schilksee

Zum Beispiel im 505er-Duell zwischen Wolfgang Hunger/Julien Kleiner (Strande/München) und Michael Quirk/Holger Jess (Australien/Eckernförde). Vor dem letzten Rennen war aus dem Zweikampf gar ein Fünfkampf geworden, auch Stefan Köchlin/Andreas Achterberg, Jan-Philipp Hofmann/Felix Brockerhoff und die Franzosen Philippe Boite/Mathieu Fountaine mischten fleißig um den Kieler-Woche-Sieg mit. Den sicherten sich am Ende Quirk/Jess, die mit dem Vorsatz „nicht rechnen, sondern selbst segeln“ (Jess) angetreten waren. „Uns kam entgegen, dass der Wind auffrischte, wir wurden immer schneller“, erklärte der Eckernförder Bootsbauer, der mit seinem australischen Skipper auch davon profitierte, dass Rekordsieger Hunger in der letzten Wettfahrt alles riskieren musste und bei einem Manöver an der Luvtonne kenterte.

Während Jess so bereits den elften Kieler-Woche-Triumph einfuhr, feierte Sönke Durst seinen Premierensieg. Im Folkeboot lag der Laboer gemeinsam mit Marc Rokicki und Ulrich Schaefer schon nach dem ersten Rennen vorn und gab die Führung nicht mehr her. Der Strander Walther Furthmann wurde Zweiter, auf Rang drei fuhr die Kieler Top-Crew um Ulf Kipcke.

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Frühstart-Disqualifikation für Szabolcs Majthényi/András Domokos (Ungarn)

Die FD-Crew Kay-Uwe Lüdtke/Kai Schäfer konnte ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen – unter gütiger Mithilfe der Konkurrenz im letzten Rennen. Denn sowohl die Dänen Jørgen und Jacob Boysen-Møller als auch die vielfachen Weltmeister Szabolcs Majthényi/András Domokos (Ungarn) kassierten eine Frühstart-Disqualifikation. Weil die bis dato solide führenden Kilian König/Johannes Brack das vorletzte Rennen wegen eines Mastbruch aufgeben mussten und zur Abschlusswettfahrt nicht mehr antreten konnten, strahlten Lüdtke/Schäfer als lachende Vierte.

Im 29er, wo die Kieler Woche zudem ein Event der EuroCup-Serie war, setzten sich die norwegischen Jugend-Vizeweltmeister Mathias Berthet/Alexander Franks-Penty souverän gegen die 116 Crews umfassende Konkurrenz durch. Als bestes deutsches Team fuhren Florian Steuerer/Moritz Fiebig (Augsburg) auf Rang elf – Zeichen für die starke Besetzung und den Vorsprung anderer Nationen in der Nachwuchs-Skiff-Klasse gleichermaßen.

Christoph Homeier setzte sich im Contender souverän durch

Deutlich besser machte es in einem ebenfalls international stark besetzten Feld Contender-Segler Christoph Homeier. Der Bremer fand mit neuem, etwas steiferen Mast das perfekte Setup und setzte sich am Ende souverän gegen den Dänen Jesper Nielsen durch, obwohl er nach der nicht beendeten ersten Wettfahrt am Sonnabend den höchstmöglichen Streicher durch die komplette Regatta mitschleppte. „Ich hatte ab Sonntag also keine Sorgen mehr“, erklärte Homeier lachend und schwärmte von den vier Segeltagen: „Es waren geile Bedingungen und eine starke Konkurrenz, das hat richtig Spaß gemacht.“

Niklas Schomburg 18.06.2018
Ralf Abratis 18.06.2018
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