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Segelsport Kreuzerjachten prägten German Classics
Sport Segelsport Kreuzerjachten prägten German Classics
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17:10 20.08.2019
Von Sonja Paar
Stammgast in Laboe: Die 1927 gebaute 8mR-Jacht „Feo“ von Hans-Peter Strepp. Quelle: Sören Hese
Laboe

Manche Crews hatten ihren Urlaub schon für die Classic Week im Juni aufgebraucht, andere scheuten wohl die schlechten Wettervorhersagen. Zudem weilten die legendären Zwölfer-Jachten bei ihrer Europameisterschaft in Skagen, so dass statt der sonst 130 Boote in diesem Jahr zu den German Classics „nur“ 110 Klassische Jachten in Laboe eingetroffen waren. Der Stimmung aber tat das keinen Abbruch. Um es vorweg zu nehmen: Das Wetter war nicht so schlecht wie vorhergesagt, und die Segler verabschiedeten sich nach einem mehr als gelungenem Wochenende mit dem Versprechen, auch im kommenden Jahr wieder dabei zu sein.

"Wellenreiter" mit Restaurationspreis ausgezeichnet

Bereits zum 31. Mal hatte der Freundeskreis Klassischer Yachten (FKY) zu der Veteranen-Regatta nach Laboe geladen und sorgte dafür, dass im Hafen liebevoll restaurierte und gepflegte Jachten zu sehen waren, die schon seit mehr als einem Jahrhundert auf den Weltmeeren unterwegs sind. Die KR-Jachten der 1950er- und 60er-Jahre prägten in großer Zahl das Bild. Der Jollenkreuzer „Wellenreiter“ aus den 30er-Jahren durfte sich mit seiner Eignergemeinschaft um Peter Stepp über den Restaurationspreis freuen.

Gleich am Freitag standen zwei Kurzwettfahrten bei wenig Wind und ebenso wenig Welle in der Strander Bucht auf dem Programm. Ein Tag ganz nach dem Geschmack aller Segler, die in der geschützten Bucht um die Tonnen kreuzten. Ein perfekter Tag auch für die Ozeanjacht „Peter von Seestermühe“, ehemals „Peter von Danzig“, die seit 1936 schon mehr als 600000 Seemeilen hinter sich gebracht hat und der Konkurrenz davonfuhr.

Neuer Preis bleibt ohne Sieger

Am Sonnabend auf der Langstrecke über den Stollergrund sah es anders aus. Wettfahrtleiter Markus Boehlich legte den Seglern bei anspruchsvollem Wind und schöner Welle ans Herz, nur dann zu starten, wenn sie ihren Crews den Ritt über die Welle zutrauten. Fünf, in Böen bis zu acht Windstärken – einige Boote waren gar nicht erst ausgelaufen, andere beendeten die Wettfahrt nicht. Dazu gehörten auch die vier Crews, die sich um den erstmals ausgelobten Preis der Classic Youngster beworben hatten. „Wir sind ja kein Verein, der nur aus grauhaarigen älteren Herren besteht“, sagte Wilfried Horns vom FKY lachend. Der Verjüngungsprozess sei in vollem Gange. Der Classic-Youngster-Preis für Crews mit einem Skipper unter 25 Jahren ist ein wichtiger Wanderpreis, der nun im kommenden Jahr erstmals verliehen wird. Ebenfalls einen Preis verdient hätte laut Horns die erst 22-jährige Anne Tillmanns, die in diesem Jahr zum ersten Mal die Organisation der Wettfahrten übernommen hatte.

Sowohl Kurz- als auch Langstrecke dominierten unter anderem der Däne JKW Larsen in seinem Folkeboot und die 8mR-Jacht „Germania III“, die bei den Olympischen Spielen 1936 auf dem Kieler Revier die Bronzemedaille gewann. Auch Santiano-Sänger Björn Both war erfolgreich: Mit der „Capella“ gewann er beide Wettfahrten der 6KR-Jachten.

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Beim 20. Sydbank Cup waren die 34 Jachten gleich mit zwei Umleitungen konfrontiert. Jonas Hallberg (Kiel) ließ sich mit seiner Crew auf der „Hinden“ davon aber nicht aus der Ruhe bringen und gewann beide Teilstücke von Kiel nach Kopenhagen und zurück.

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