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Segelsport Kleine Fehler in der Kabbelwelle
Sport Segelsport Kleine Fehler in der Kabbelwelle
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19:24 22.08.2018
Von Niklas Schomburg
Julia Büsselberg (vorn) führt das Feld bei den Laser Radial Youth Worlds weiter an, Laura Schewe fiel dagegen durch einen unnötigen Fehler auf Rang 14 zurück. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Strahlender Sonnenschein, zehn Knoten Wind und Kabbelwelle aus Süd – so präsentierte sich das Kieler Revier am Mittwoch, dem dritten Tag der U19-Weltmeisterschaft der Laser-Radial-Segler. „Eigentlich gar nicht meine Bedingungen“, sagte die Altenholzerin Laura Schewe. „Dafür lief es seglerisch echt gut.“ Platz eins in der zweiten Tageswettfahrt unterstrich das, doch eine Disqualifikation in der ersten Wettfahrt hinterließ Ärger. „Ich habe vergessen, mich auszutragen – ich weiß auch nicht, warum ich so dämlich war“, sagte die 18-jährige Lokalmatadorin sichtlich angefressen. Von Platz 14 geht es in die ersten Goldflottenrennen am heutigen Donnerstag.

Trotz Gesamtführung war auch Büsselberg mit ihrem Segeltag nur mäßig zufrieden. „Es lief nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagte die Berlinerin. „Auf dem Vorwind war ich zu langsam und habe dort verloren.“ Vier Punkte Vorsprung auf die Italienerin Matilda Talluri fuhr Büsselberg dennoch heraus.

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Hoffmann mit Olympiaboot in Schlagdistanz

Nur einen Punkt hinter dem führenden Italiener Francesco Viel und punktgleich mit dessen Landsmann Guido Gallinaro geht der Oberstdorfer Julian Hoffmann in die ausstehenden drei Tage. Eine fantastische Leistung für den erst 15-jährigen Segler vom Segelclub Alpsee Immenstadt. „Ich habe nie damit gerechnet, dass ich so weit vorne fahren kann“, erklärte Hoffmann. „Gut möglich, dass ich in den nächsten Tagen etwas zurückfalle.“

Bei allem Understatement: Mit seinem Boot ist erfolgreiches Fahren wohl programmiert: Hoffmann ist im Olympia-Laser von Klubkamerad Philipp Buhl unterwegs. „Ich kenne ihn ja aus dem Verein, es ist einfach cool, mit dem Boot von einem guten Bekannten zu fahren, der damit bei Olympia war“, erklärt Hoffmann, der hin und wieder auf die Expertise des frisch gebackenen WM-Bronzemedaillengewinners zählen kann. „Wenn es Gelegenheiten gibt und er mal da ist, gibt er mir schon ein paar Tipps“, sagte Hoffmann.

Erste Wettfahrt: Als Streicher abgehakt

Der junge Allgäuer konnte so auch verschmerzen, dass er in der ersten Wettfahrt mit Rang 41 einen Ausrutscher nach unten erlebte. „Es war schwer zu sehen, wo der Druck ist. Ich bin dann auf der falschen Seite gestartet, und der Start war generell nicht gut“, erklärte Hoffmann, der mit Platz sieben im zweiten Rennen die Verhältnisse wieder gerade rückte.

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