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19:43 24.08.2018
Von Niklas Schomburg
Zwischen Wind, Welle und Gewitter ließ sich gestern auch die Sonne blicken. In der jagt die Neu-Kielerin Vanessa Gregor (li.) die Belgierin Eline Verstraelen. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

„Das war körperlich und mental sehr anstrengend“, resümierte die Altenholzerin Laura Schewe den Segeltag, der am Mittag wegen einer durchziehenden Gewitterfront unterbrochen worden war. „Die Bedingungen waren komisch. Erst Ballermann, nach der Front teilweise fast gar nichts mehr.“ Die 18-Jährige meisterte alles, legte nach einem neunten Rang einen Sieg nach. Auf Rang sechs liegend hat Schewe nur zwei Punkte Rückstand auf die viertplatzierte Valeriya Lomatchenko (Russland), auch die Dritte Matilda Nicholls (Großbritannien) scheint bei 15 Punkten weniger nicht uneinholbar. „Wenn das morgen noch mal so ist, ist wirklich fast alles drin“, sagte Schewe. An der Spitze liefern sich die Italienerin Matilda Talluri und Ana Moncada Sánchez aus Spanien (noch) einen Zweikampf um den WM-Titel.

Auch Starkwindliebhaber mit Problemen

„Ich dachte eigentlich, dass ich Starkwind mehr mag – aber dann bin ich gekentert“, erklärte die Britin Alex Schonrock nach der Rückkehr an Land lachend. „Ich habe eine Welle falsch erwischt, dazu kam eine Bö. Das war wirklich schlechtes Timing.“ Es wurde Platz 15, danach ein 19. Rang. Da die Belgierin Eline Verstraelen sich aber 44 Punkte ankreiden musste, übernahm Schonrock die Führung in der U17-Wertung. „Ich hoffe natürlich, dass ich das halten kann“, sagte die 16-Jährige. „Ich habe am Donnerstag durch eine Strafe leider einen sehr hohen Streicher eingefahren. Ein schlechtes Rennen kann also alles ändern.“

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Armit schwärmt von der Segelwoche

Auch bei den Jungen hat Italien in Persona Guido Gallinaro die Nase vorn, zehn Punkte dahinter liegt der Neuseeländer Josh Armit, Sieger der Youth Sailing World Championships von Corpus Christi/USA, in Schlagdistanz. Seine Ausbeute am Freitag: die Ränge sechs und fünf. „Ein guter Tag mit zwei soliden Ergebnissen“, bilanzierte Armit. „Das Segeln hier macht einfach Riesenspaß, ich habe fantastische Tage.“

Das will auch Julian Hoffmann, der sich in schwerer See mit Platz zwei im Rennen um das U17-Podest zurückmeldete. „Das erste Rennen war super, das zweite leider gar nicht“, sagte der 15-Jährige und ergänzte grinsend: „Aber ich gewöhne mich langsam an die schlechten Ergebnisse.“ Sein 33. Platz in Wettfahrt zwei ließ den Rückstand aber sogar schmelzen: Nur der Ire Tom Higgins (28.) fuhr besser, Michal Krasodomski (Polen/65.) und Cesare Barabino (Italien/43.) büßten im Vergleich zum Allgäuer ein. Der Rückstand auf U17-Gold beträgt nur sechs Punkte.

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