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Segelsport Buhl gewinnt Bronze im Laser
Sport Segelsport Buhl gewinnt Bronze im Laser
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16:49 10.08.2018
Von Niklas Schomburg
Philipp Buhl gewann bei der Weltmeisterschaft der Olympia-Segler die Bronzemedaille. Quelle: Pedro Martinez/Sailing Energy / Hempel Sailing World Championships, Aarhus 2018
Aarhus

"Ich bin sehr happy, dass ich aus dem zwischenzeitlichen sechsten Platz noch eine Medaille gemacht habe", sagte ein hochzufriedener Philipp Buhl. "Natürlich bin ich damit knapp an meinem Ziel WM-Titel vorbeigeschrammt. Aber im Moment überwiegt eindeutig die Freude."

Guter Start ins Medal Race

Der 28-Jährige zeigte im Medaillenrennen der besten zehn Laser-Segler eine souveräne Vorstellung, hielt sich beim Start aus dem gröbsten Trubel heraus und setzte den drehigen und böigen Wind in sehr guten Bootsspeed um. "Das sah nach dem Start mit dem Rechtsdreher gut aus, ich war sofort unter den besten Fünf, so dass Sam Meech mich nicht mehr überholen konnte. Ab einem gewissen Punkt hatte ich das Rennen unter Kontrolle", erklärte Buhl. "Aber das kann in so einem Rennen alles ganz schnell gehen. Und die Bedingungen haben sich nach der ersten Luvtonne ja auch komplett geändert."

Buhl behält die Ruhe

Zu Beginn herrschte Mittel- bis Starkwind mit bis zu 30 Knoten, auf dem ersten Schenkel setzte zudem Regen ein. Dann aber war der Wind beinahe weg, drehte immer wieder, und die Sonne strahlte vom dänischen Himmel: wettertechnisch die gesamte WM in einem Rennen. Doch Buhl ließ sich von all dem nicht aus der Ruhe bringen - im Gegensatz zu seinem Konkurrenten um die Bronzemedaille. Der Brite Elliot Hanson hatte vor dem Abschlussrennen vier Punkte Vorsprung auf Buhl, fand sich jedoch von Beginn an am Ende des Feldes wieder, kassierte zu allem Überfluss noch eine Strafe und musste im Kampf um Platz drei schnell die Segel streichen. "Auf dem zweiten Vorwind habe ich gesehen, dass schon eine Lücke zwischen den ersten Fünf uns dem Rest des Feldes war, da war ich dann beruhigt", sagte Buhl, der bei der Rückkehr an Land von seinen jubelnden Nationalmannschaftskollegen um die 49erFX-Olympiateilnehmer Vicotira Jurczok und Anika Lorenz begrüßt wurde.

Gold geht nach Zypern

Während Buhl mit Platz drei Bronze errang, lieferten sich am Ende des Feldes der Zyprer Pavlos Kontides und Matthew Wearn aus Australien einen harten Kampf um die Goldmedaille. Nachdem Wearn seinen Widersache zwischenzeitlich so weit distanziert hatte, dass es nach einem Aussie-Triumph aussah, konnte Kontides zurückschlagen. Der Silbermedaillengewinner von London 2012 erreichte direkt am Heck des Australiers das Ziel und verteidigte durch seinen Punktevorsprung seinen WM-Titel aus dem vergangenen Jahr. "Es ist fantastisch, vor zehn Jahren habe ich meinen Junioren-Weltmeistertitel verteidigt, jetzt den Weltmeistertitel", jubelte Kontides. "Und das in dieser sehr starken Klasse mit so vielen Top-Konkurrenten."

Erste WM-Medaille für das Gastgeberland

Im Medal Race der Laser-Radial-Seglerinnen gewann Anne-Marie Rindom mit Bronze die erste Medaille für das Gastgeberland Dänemark. Gold sicherte sich Emma Plasschaert aus Belgien vor der Niederländerin Marit Bouwmeester. Als beste Deutsche hatte Svenja Weger das Medaillenrennen klar verpasst, mit ihrem 26. Rang aber das Nationenticket für die Olympischen Spiele in Tokio gesichert.

Philipp Buhl hat bei der WM der olympischen Segler den ersten deutschen Startplatz für die Spiele 2020 gesichert. Der Laser-Segler fährt heute zudem um eine Medaille. Die 49er-Crews brennen ein wahres Feuerwerk ab, die FX-Frauen beenden die WM dagegen abgeschlagen und zeigten sich fassungslos.

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