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Segelsport Toller Auftakt für neue Projekte
Sport Segelsport Toller Auftakt für neue Projekte
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20:58 05.05.2019
Von Niklas Schomburg
Die "Sportsfreund" mit Gordon Nickel sicherte sich den Sieg in der Klasse ORC I/II. Quelle: Christan Beeck
Kiel

„Aus unserer Perspektive waren das perfekte Segeltage“, erklärte Wettfahrtleiter Eckart Reinke im Rahmen der Siegerehrung am Sonntag. „Es gab keinen einzigen Protest, tolle Starts und faire Wettfahrten.“ Die dennoch mit allem sportlichen Ehrgeiz geführt wurden. „Wir hatten eine gute Beteiligung, und in beiden ORC-Klassen gab es tolle Duelle“, erklärte Seesegel-Klassenpräsident Bertil Balser. „Bei der Maior geht es ja immer darum zu schauen, was der Winter so gebracht hat. Alle Crews scheinen auf einem guten Weg zu sein.“

WM-Sieger-Boot von 2018 auf Rang vier

Balser selbst blickte auf ein überaus erfolgreiches Wochenende zurück, sicherte sich auf der neuen X-41 „Sportsfreund“ mit (Ersatz-)Skipper Gordon Nickel mit nur 6,5 Punkten in sieben Wettfahrten den Gesamtsieg der Klasse ORC I/II. „Wir sind sehr happy“, so Balser, der das ob des späten Einstiegs in die Saison und der Pause der „Sportsfreund“ im vergangenen Jahr so nicht erwartet hatte. „Es ist ein bisschen überraschend, dass wir uns in so kurzer Zeit so gut eingespielt haben“, sagte er mit Blick auf drei neue Crewmitglieder. Auf Platz zwei und drei fuhren mit der Kieler „Halbtrocken 4.0“ und der Flensburger „Sydbank“, die am Schlusstag erstmals keinen Vorschiffmann von Bord katapultierte, zwei weitere X-41, die Jens Kuphals neue Landmark 43 „Intermezzo“, als „Santa“ WM-Sieger-Boot 2018, auf Rang vier verdrängten.

"OneSpirit" beinah komplett neu formiert

In der kleineren Klasse ORC III fuhr die Kieler „Immac Fram“ mit Steuermann Kai Mares einen mindestens ebenso souveränen Sieg ein. Zweiter wurde die Hamburger "H.E.A.T.", auf Platz drei landete die Kieler „OneSpirit“ mit Skipper Sören Brandt – dem einzigen verbliebenen Crewmitglied aus dem vergangenen Jahr, als die „OneSpirit“ mit Gordon Nickel an der Pinne deutscher Meister wurde.

In den Einheitsklassen J/70 und J/80 war die Beteiligung zwar nicht so hoch wie erhofft, dennoch lieferten sich auch die Crews auf der nahe unter Land liegenden Regattabahn spannende Duelle. „Am Sonntag war es sehr tricky", sagte J/80-Skipper Martin Menzner, der mit der „Pike“ zum insgesamt 13. Maior-Sieg. „Das waren drei sehr gute Tage. Wir sind das gut zu Ende gefahren.“

Konstante "Jinto" erkämpft J/70-Sieg

In der J/70 kämpften die Eckernförder „Jinto“ und die Berliner „Sanna R.“ bis zum letzten Schenkel um den Maior-Sieg. „Das war sehr spannend und knapp. Wir hatten eigentlich den Plan, das schon in der vorletzten Wettfahrt zu entscheiden, das hat aber nicht funktioniert“, sagte „Jinto“-Skipperin Charlotte Braun-Dullaeus mit Blick auf Platz drei im neunten Rennen, der die siegreiche „Sanna R.“ um Steuermann Gerd Knospe bis auf einen Punkt heranrücken ließ. „Unser Vorteil war, dass wir sehr konstant gesegelt sind, auch am Sonntag, der wohl der anspruchsvollste Segeltag war“, meinte Braun-Dullaeus. „Es war vor allem auf der Kreuz wirklich schwer einzuschätzen.“ Ein zweiter Platz im Abschlussrennen sicherte der Eckernförder Crew den J/70-Gesamtsieg.

Ergebnisse:

ORC I/II (sieben Wettfahrten, ein Streicher): 1. „Sportsfreund“, Gordon Nickel (Bremen, 6,5 Punkte); 2. „Halbtrocken 4.0“, Michael Berghorn (Kiel, 12,5); 3. „Sydbank“, Torsten Bastiansen (Flensburg, 24); 4. „Intermezzo“, Jens Kuphal (Berlin, 32); 5. „Adamas“, Jan Peters (Heiligenhafen, 38); 6. „Stony 7“, Steen Toftebjerg (Dänemark, 38,5).

ORC III (7 WF, 1 S): 1. „Immac Fram“, Kai Mares (Kiel, 8 Punkte); 2. „H.E.A.T.“, Max Augustin (Hamburg, 17); 3. „OneSpirit“, Sören Brandt (Kiel, 17); 4. „Halbtrocken“, Knut Freudenberg (Amrum, 21); 5. „Patent4“, Henning Tebbe (Hamburg, 29); 6. „Quattro“, Klaus-Peter Boock (Kiel, 37).

J/80 (10 WF, 1 S): 1. „Pike“, Martin Menzner (Kiel, 15 Punkte); 2. „Diva“, Arne Wilcken (Kiel, 22); 3. „tak for turen“, Hauke Krüss (Helgoland, 27); 4. „Frida“, Torsten Voss (Flensburg, 36); 5. „Jim“, Tim Hümme (Kiel, 42); 6. „Bibelot“, Johannes Müller (Kiel, 50).

J/70 (10 WF, 1 S): 1. „Jinto“, Charlotte Braun-Dullaeus (Eckernförde, 17); 2. „Sanna R.“, Gerd Knospe (Berlin, 19); 3. „Albis“, Tania Tammling (Hamburg, 35); 4. „Mama“, Hauke Thilow (Kiel, 43); 5. „DePhibrillator“, Philip Ismar (Hamburg, 44); 6. Johnny Jensen (Dänemark, 47).

J/70-„Helga Cup Sonderpreis“ für beste reine Damencrew: „Albis“ (Hamburg).

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