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Segelsport Ein Tag für "Kantenschweine"
Sport Segelsport Ein Tag für "Kantenschweine"
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21:34 03.05.2019
Von Niklas Schomburg
Harte Arbeit an der Kante: Die ORC-Crews hatten bei 20 bis 25 Knoten Wind gut zu tun.
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Kiel

In der ORC 3 führt die Kieler „Immac Fram“ mit Kai Mares. „Ein schönes Feld, ordentlich Druck in der Luft und zwei knackige Wettfahrten“, resümierte Seesegel-Klassenpräsident Bertil Balser, der auf der „Sportsfreund“ einen Auftakt nach Maß erwischte. „Wir haben beide Rennen ganz gut getroffen.“ Fünf Punkte Vorsprung haben sich Balser und Co. so nach zwei Rennen bereits erarbeitet.

Stunts auf dem Vorschiff

Apropos Arbeit: Die war für alle Crews hart an diesem „Tag der Kantenschweine“. Ganz schön schräg lagen die Dickschiffe im Starkwind teilweise auf der Bahn, und die Crews mussten an der Reling dagegenhalten – und auch darüber hinaus. Die „Sydbank“ verlor in der Startphase der zweiten Wettfahrt kurzzeitig ihren Vorschiffmann Malte Spitzmann, den eine Welle über die Kante katapultierte. „Das war ein echter Stunt“, erzählte „Sydbank“-Segler Sven Christensen grinsend, wie sich Spitzmann an der Reling festklammerte, ehe er wieder ganz an Bord gelangte. Dickschiff-Segeln als echter Kraftakt – „das war ein schmerzhafter Tag für alle“, sagte Christensen, während sich die erschöpften, aber zufriedenen ORC-Crews zur Tagessiegerehrung in der Schilkseer Vaasahalle versammelten.

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J/80-Seriensieger Menzner liegt vorn

Als sich die Offshore-Crews zuvor auf der Außenbahn in der langen Welle abmühten, kämpften die Einheitsklassen J/70 und J/80 dicht unter Land um einen guten Maior-Auftakt. „Nach der Kreuz direkt vor der Hafeneinfahrt abzubiegen, war schon ungewöhnlich“, sagte J/80-Steuermann Martin Menzner. „Dafür hatten wir so weit drinnen glattes Wasser.“ Der Kieler liegt mit der „Pike“ nach drei Rennen mit zwei Siegen und einem zweiten Platz einen Punkt vor der „Diva“ mit Arne Wilcken vorn, war zufrieden mit dem Auftakt – nachdem er sich und seinem Team im vergangenen Jahr anfangs noch Schläfrigkeit attestiert hatte. „Deshalb habe ich ja für dieses Jahr 50 Prozent der Crew ausgetauscht“, scherzte Menzner angesichts der „Neuzugänge“ Lars Keilwitz und Hannes Renzsch, die die verhinderten Mika Rolfs und Frank Lichte ersetzten.

In der J/70 führt nach Tag eins die „Sanna R.“ mit Gerd Knospe (Berlin) vor der Eckernförder „Jinto“ mit Charlotte Braun-Dullaeus, die das erste Rennen für sich entschied.

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