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Segelsport OTG startet bei Ocean Race Europe
Sport Segelsport

Offshore Team Germany startet bei Premiere des Ocean Race Europe

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15:34 21.04.2021
Von Niklas Schomburg
Mit der Imoca "Einstein" will das Offshore Team Germany am neuen Europa-Ableger des Ocean Race teilnehmen.
Mit der Imoca "Einstein" will das Offshore Team Germany am neuen Europa-Ableger des Ocean Race teilnehmen. Quelle: OTG
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Berlin

Nach ursprünglicher Planung sollte im Herbst dieses Jahres das Ocean Race, Nachfolger des Whitbread Round the World Race und späteren Volvo Ocean Race, starten – doch im Zuge der Corona-Pandemie verschoben die Veranstalter den Start um ein Jahr nach hinten. Stattdessen geht es nun in drei Teilstücken von Lorient über Cascais/Portugal und Alicante/Spanien ins italienische Genua. Das Rennen ist für die derzeit führende Offshore-Klasse, die Imoca Open 60, der Start ins Crew-Segeln und der nächste Höhepunkt nach der Vendée Globe.

Stanjek: "Freue mich, dass es tatsächlich real wird"

Und so etwas wie Auftakt und Generalprobe für das „Offshore Team Germany“, das als erstes deutsches Team seit dem Sieg der „illbruck“ mit ihrem fulminanten Zieleinlauf in Kiel im Jahr 2002 beim Ocean Race an den Start gehen will. „Das ist ein grandioses Signal. Ich freue mich, dass es jetzt tatsächlich real wird und endlich losgeht“, sagte OTG-Skipper Robert Stanjek. „Das Ocean Race ist mein großer Traum, und die Teilnahme an der ersten Ausgabe des Ocean Race Europe ist eine fantastische Möglichkeit. Uns ist sehr bewusst, dass wir das Rookie-Team sind. Aber wir werden alles geben und den anderen einen harten Wettkampf liefern.“

Gemeinsam mit Stanjek sollen Phillip Kasüske, der bis zum vergangenen Jahr im Finn um Olympia kämpfte, und die zweifache britische Weltumseglerin Annie Lush an den Start gehen. Für die Position des Navigators werde man „weitere Weltumsegelungs-Erfahrung verpflichten“, teilte das Team mit. Nach der Überführung der OTG-Imoca „Einstein“ von England nach Frankreich für die Mannschaft intensive Trainingseinheiten in der Biskaya geplant, bevor die konkrete Vorbereitung auf das Rennen beginnt. „Mit nur vier Seglern an Bord wird es besonders auf ein gutes Schichtsystem ankommen. Das gilt es noch zu erproben“, erklärte Stanjek.

Boris Herrmann sagt Teilnahme an Ocean Race Europe ab

Neben dem OTG gehen mindestens vier weitere Imocas an den Start, darunter auch das Team „Linked Out“ von Thomas Ruyant, dem Sechsten der jüngsten Ausgabe der Solo-Weltumseglung Vendée Globe. Der Hamburger Boris Herrmann hat eine in Erwägung gezogene Teilnahme dagegen abgesagt. Sein Schiff steht aktuell zum Verkauf, er habe „schlicht kein Boot derzeit“, so Herrmann bei „Yacht online“. In der Klasse VO65 der vergangenen Auflage des Ocean Race, die auch bei der kommenden neben den Imocas gesegelt wird, haben aktuell sieben Teams gemeldet.

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