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Segelsport Alternativen für Offshore-Klasse stehen
Sport Segelsport

Olympia 2024: Welt-Seglerverband benennt Alternativen für Offshore-Klasse

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12:58 18.05.2021
Von Niklas Schomburg
Noch ist nicht ausgeschlossen, dass die 470er für die Olympischen Spiele 2024 wieder in eine Männer- und eine Frauenkonkurrenz aufgeteilt werden. Vorschoter Matti Cipra (Mitte rechts) hat sich nach der verpassten Quali für Tokio bereits mit Steuerfrau Theres Dahnke zu einer Mixed-Crew zusammengetan.
Noch ist nicht ausgeschlossen, dass die 470er für die Olympischen Spiele 2024 wieder in eine Männer- und eine Frauenkonkurrenz aufgeteilt werden. Vorschoter Matti Cipra (Mitte rechts) hat sich nach der verpassten Quali für Tokio bereits mit Steuerfrau Theres Dahnke zu einer Mixed-Crew zusammengetan. Quelle: Uwe Paesler
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Das Olympische Segel-Portfolio für 2024 umfasst neben den mittlerweile arrivierten Klassen Laser Standard und Radial, 49er und 49erFX sowie Nacra17 je eine Männer- und Frauen-Konkurrenz im Windsurfen, die statt dem ursprünglichen RS:X- mit neuem Material ausgefahren wird. Neu hinzu gekommen ist eine Mixed-Kite-Konkurrenz sowie die in eine Mixed-Klasse zusammengeführte 470er-Zweihandjolle. 

Darüber hinaus sollte bei den Spielen in Paris erstmals ein Medaillensatz im Seesegeln vergeben werden: in der Disziplin "Mixed Double Hand Offshore". Doch das Internationale Olympische Komitee (IOC) sieht Probleme bei der Austragung dieser Klasse, "Herausforderungen", wie IOC-Sportdirektor Kit McConnell an den Welt-Seglerverband schrieb. Darunter befinden sich die Sicherheit während des Wettbewerbs, die Komplexität und Kosten einer Live-Übertragung sowie die "nicht gegebene Möglichkeit, eine Weltmeisterschaft auszurichten".

Aufteilung der Kiter oder 470er-Segler soll das Seesegeln im Notfall ersetzen

Der Aufforderung des IOC folgend hat World Sailing nun Alternativvorschläge für die Disziplin abgestimmt. Der Verband schlägt dem IOC vor, im Fall einer Ablehnung der Seesegel-Disziplin entweder die Disziplin „Mixed Kite“ oder die Mixed-470er-Konkurrenz in eine Frauen- und eine Männerwertung aufzuteilen.

Erste Empfehlung der World-Sailing-Delegierten ist dabei die getrennte Wertung bei den Kitesurferinnen und -surfern, zweite Empfehlung die „Rolle rückwärts“ im 470er von der Mixed- zur Frauen- und Männer-Wertung. 

Gemeinsame Initiative von Finns und Europes vom Tisch

Eine Rückkehr der Finns, die nach den Spielen in Tokio aus dem olympischen Programm fliegen und für 2024 aufgrund der geforderten Geschlechterparität im Teilnehmerfeld eine gemeinsame Initiative mit den Europe-Jollen ins Spiel gebracht hatten, ist damit vom Tisch. 

Der Welt-Seglerverband betonte gleichzeitig aber, dass "Mixed Double Hand Offshore" erste Wahl für Spiele bleibt, und schlug dem IOC dafür Anpassungen vor. Unter anderem soll in einem limitierten Bereich von 20 mal 20 Seemeilen vor der französischen Mittelmeerküste gesegelt werden. So soll den Bedenken hinsichtlich Sicherheit und TV-Übertragbarkeit begegnet werden.

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Bis zum 26. Mai müssen die Vorschläge dem IOC offiziell vorliegen. Eine Entscheidung des olympischen Dachverbands wird im Juni erwartet. Für die Segler, die sich bereits in Offshore-Teams oder neuen Mixed-470er-Crews zusammengefunden haben, dauert die Hängepartie also weiter an. 

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