Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segelsport Olympiatraum für Schmidt/Boehme geplatzt
Sport Segelsport Olympiatraum für Schmidt/Boehme geplatzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
14:14 15.02.2020
Von Niklas Schomburg
Olympia fällt für die Kieler Justus Schmidt und Max Boehme ins Wasser - bei der WM in Australien verloren die 49er-Segler die interne Ausscheidung gegen Erik Heil und Thomas Plößel. Quelle: Jesus Renedo/Sailing Energy
Anzeige
Geelong/Australien

In der australischen Phillip-Bucht zwischen Geelong und Melbourne hatten sich Schmidt/Boehme nach schwachem Start zwar nach vorn gekämpft und bei der wegen schlechten Wetters etwas verkürzten WM noch das Medaillenrennen der besten zehn Segelcrews erreicht - am Ende aber war der schon zuvor 21 Punkte große Rückstand auf die Trainingspartner Heil/Plößel nicht mehr aufzuholen. Mit der erneuten Medaille nach WM-Silber im November 2019 gewann die Crew vom Norddeutschen Regatta Verein in Hamburg zugleich die nationale Olympia-Ausscheidung und erfüllte alle Bedingungen zur Nominierung für die Regatten im Sommer in Japan.

„Wir sind heute glücklich, aber auch etwas wehmütig, denn mit der entschiedenen Olympia-Ausscheidung geht ein großes Kapitel zu Ende: Wir haben acht Jahre mit Justus und Max trainiert“, sagte Heil. Die Freunde und Teamkollegen vom Kieler Yacht-Club unterlagen Heil/Plößel im Kampf um nur ein Olympia-Ticket pro Disziplin zum zweiten Mal in Folge. Den Weltmeistertitel sicherten sich zum insgesamt sechsten Mal die neuseeländischen Olympiasieger und America‘s-Cup-Gewinner Peter Burling und Blair Tuke vor den Spaniern Diego Botín und Iago López.

Beucke-Ersatz Lotta Wiemers segelt mit Tina Lutz auf Rang neun

Im 49erFX ist das Rennen dagegen noch offen: Die Berlinerinnen Victoria Jurczok und Anika Lorenz erreichten in Australien beim Sieg der Spanierinnen Támara Echegoyen und Paula Barceló Platz fünf. Die in der nationalen Olympia-Ausscheidung mit 28 Punkten vor Jurczok/Lorenz (16 Punkte) führende Tina Lutz (Chiemsee) und ihre Ersatzvorschoterin Lotta Wiemers (Kiel) wurden Neunte. Die etatmäßige Vorschoterin Susann Beucke aus Strande hatte sich beim Training in Argentinien das Wadenbein gebrochen und konnte bei der WM nicht starten. Im Nacra 17 verpassten Paul Kohlhoff/Alica Stuhlemmer (Kiel) den EInzug ins Medaillenfinale zwar knapp, erfüllten aber die Bedingungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für eine Olympia-Nominierung.

Lesen Sie auch:FX-Crew Lutz/Beucke - alles neu für Anlauf Nummer drei

Auf der anderen Seite der Phillip-Bucht hat der Sonthofener Phillip Buhl seine Führung bei der Laser-WM vor Melbourne souverän verteidigt und startet am Sonntag mit guten Titelchancen in die letzten drei Wettfahrten der Serie. „Ich konnte meinen Vorsprung sogar leicht ausbauen, versuche aber den Ball flachzuhalten. Es sind noch einige gute Leute im Spiel“, mahnte der 30-Jährige vor allem sich selbst zur Ruhe. Buhl hat am Sonntag die Chance, den ersten WM-Titel für einen deutschen Segler in einer Olympia-Disziplin seit 20 Jahren zu holen.

Von Niklas Schomburg und Tatjana Pokorny/dpa

Mehr zum Segelsport lesen Sie hier.

Lasersegler Philipp Buhl hat bei der Weltmeisterschaft vor Melbourne mit zwei Tagessiegen die Führung übernommen. Am zweiten Tag der sechstägigen Titelkämpfe mit 124 Booten aus 44 Nationen dominierte der 30-jährige Sonthofener vom Norddeutschen Regatta Verein in Hamburg seine Qualifikationsgruppe.

12.02.2020

Fünf Monate vor dem Start der Kieler Woche (20. bis 28. Juni) haben die Organisatoren beim traditionellen Kiel-Treff auf der Wassersportmesse "Boot Düsseldorf" Eckpunkte der weltgrößten Segelveranstaltung präsentiert. Unter anderem ersetzt Volvo den langjährigen Sponsor Audi als Premiumpartner.

Niklas Schomburg 21.01.2020

Die Umwelt-Vereinigung „Sailors for the sea“ hat die Kieler Woche mit einem Platin-Zertifikat für saubere Segelregatten ausgezeichnet. Damit würdigte die Initiative vor allem die Bemühungen der Kieler-Woche-Organisatoren, den Plastikmüll während der größten Segelveranstaltung der Welt zu reduzieren.

Niklas Schomburg 06.01.2020