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Segelsport A-Z: Das sollten Sie übers Segeln wissen
Sport Segelsport A-Z: Das sollten Sie übers Segeln wissen
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07:21 20.06.2018
Von Julia Carstens
Bei den Regatten zur Kieler Woche gehen viele Jollen an den Start, hier die OK-Jollen.  Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

A wie Anluven

Bezeichnet eine Kursänderung, bei der das Schiff in Windrichtung gedreht wird.

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B wie Backbord

Die linke Seite eines Bootes (in Fahrtrichtung). Gegenteil von Steuerbord. 

C wie Curryklemme

Dabei handelt es sich um eine Klemme aus Kunststoff oder Metall, in der die Schote (Leine zum Bedienen des Segels) eingespannt wird. 

D wie Dümpeln

Absolute Windstille. Nix bewegt sich. Das Boot ist quasi manövrierunfähig. Rumdümpeln, man kennt das. 

E wie Etmal

Die Wegstrecke, die ein Schiff innerhalb von 24 Stunden zurückgelegt hat. Meist von Mittag bis Mittag.

F wie Fieren

Man lässt bewusst und kontrolliert Spannung von einer Leine ab.

G wie Großschot

Leine, mit der das Großsegel herangezogen oder locker gelassen wird. Dadurch wird die richtige Stellung des Segels zum Wind hergestellt. 

H wie Hafenbillard

Achtung, Schadenfreude: Hafenbillard beschreibt den Versuch einer unerfahrenen Segelcrew, ihr Boot im Hafen zu bändigen. 

I wie Isobare

Orte mit gleichem Luftdruck, auf Wetterkarten mit dünnen, schwarzen Linien gekennzeichnet. Ihr Verlauf hilft dabei, Windrichtung und Windstärke abzulesen. 

J wie Jolle

Bezeichnung für kleinere, offene Ruder- und Segelboote. Beliebt bei Anfängern, aber Vorsicht: Eine Jolle kann kentern, da sie im unteren Bereich ein Schwert und keinen stabilen Kiel (wie eine Jacht) besitzt. 

K wie Kielholen

Schwere Bestrafung in der Seefahrt, bei der die Person an einem Tau unter dem Schiff hindurch gezogen wird. Sorgte bis ins 19. Jahrhundert für üble Verletzungen durch raue und scharfe Ablagerungen am Boot. Wird heute kaum mehr angewandt. Glück gehabt!

L wie Lee

Die dem Wind abgewandte Seite eines Schiffes.

M wie Manöver

Alle Tätigkeiten an Bord, bei denen die gesamte Mannschaft involviert ist. 

N wie Niederholer

Ist zwischen Mast und Baum befestigt, funktioniert wie ein Flaschenzug und dient zum Aufspannen des Segels. 

O wie Optimist

Eine kleine Jolle, besonders für Kinder geeignet. Hat nur ein Segel. So gut wie jeder Segler hat zu Beginn seiner Karriere im Opti gesessen.

P wie Pinne

Hebel, mit dem das Ruder bedient wird. 

Q wie Q-Wende

Der vordere Teil des Bootes wird durch den (Stark-)Wind gedreht, bis das Boot den vorherigen Kurs schneidet. Wird meist als Ersatz für eine Halse gefahren, um nicht mit dem Heck durch den Wind zu müssen. Sieht von oben mit Fantasie wie ein Q aus. 

R wie Reffen

Die Fläche des Segels wird verkleinert um bei starkem Wind Druck aus dem Segel zu nehmen. 

S wie stehende Peilung 

Oh oh: Zwei Schiffe stehen auf Kollisionskurs, wenn ihre Kurse sich kreuzen und die Peilung steht. Sollte eigentlich durch die Kollisionsverhütungsregeln verhindert werden.

T wie Takelage

Steht für alle Vorrichtungen, die die Segel eines Schiffes tragen, also zum Beispiel Masten, Taue und Rundstangen. 

U wie Überlaufen

Passiert, wenn die Kollisionsverhütungsregeln versagt haben: Ein größeres Segelschiff fährt über ein kleineres hinweg und versenkt es. 

V wie Verklicker

Kleine Fahne am oberen Mastende, die die Windrichtung anzeigt. 

W wie Winsch

Ist eine Seilwinde, die zum Bedienen der Leinen und der Ankerkette benutzt wird. Spart Muskelkraft - ist aber trotzdem anstrengend. 

X wie X-Schiene

Leitschiene, dient der Führung der Großschot (s.o.). Hat eine X-Form. 

Y wie Yawl

Segelboot mit zwei Masten, einem Großmast und einem kleineren sogenannten Besanmast dahinter. 

Z wie Zirkeln

Der Gegner wird umkreist.

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