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Segelsport Kein Weltcup-Finale in Kiel
Sport Segelsport Kein Weltcup-Finale in Kiel
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22:01 04.09.2017
Von Niklas Schomburg
Machen die absoluten Top-Segler nach dem Aus für das Weltcup-Finale 2018 einen Bogen um Kiel? Die Österreicher Thomas Zajac und Barbara Matz waren im vergangenen Jahr im Nacra 17 in Kiel am Start - auch weil es die Generalprobe für die anschließend in Kiel stattfindende EM war. Durch solche Sonderevents will die Kieler Woche auch in Zukunft attraktiv bleiben. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Auf der Jahresversammlung 2016 in Barcelona hatte der Weltverband World Sailing Kiel den Zuschlag für das Weltcup-Finale 2018 gegeben. Es sollte der seglerische Höhepunkt zwischen den Olympischen Spielen von Rio und Tokio sein. Dass die Verhandlungen schwierig werden würden, betonten sowohl die Verantwortlichen von World Sailing als auch die Kieler-Woche-Organisatoren immer wieder. Nun kam das Aus für die geplante Integration oder Anbindung des Weltcup-Finales in die Traditionsregatta.

"Die sportliche Zusammenarbeit passt, der Termin ist stimmig, aber wir haben zu viele konkurrierende Partner aus der Wirtschaft", erklärte Sven Christensen, Geschäftsführer von Point of Sailing, der Vermarktungsagentur der Kieler Woche. "Sowohl für World Sailing als auch für die Kieler Woche besteht die Notwendigkeit, unsere Veranstaltungen extern finanzieren zu lassen." Diese externen Geldgeber, sprich Sponsoren, konkurrieren jedoch miteinander. Während die Kieler Woche Partnerschaften mit Audi, Gaastra und Tutima unterhält, stehen beim Weltverband Volvo, Zhik und Rolex im Portfolio. Als Kiel im November vergangenen Jahres den Zuschlag erhielt, war Volvo noch nicht bei World Sailing an Bord.

"Persönlich enttäuschend"

"Für uns, die wir viel Energie in dieses Projekt gesteckt haben, ist das persönlich enttäuschend", sagte Christensen. "Aber wir müssen perspektivisch arbeiten. In einem Jahr für den Weltcup alles umzuwerfen, um dann im folgenden die verprellten Partner - und auch Segler - zu bitten wiederzukommen, hätte wohl nicht funktioniert."

Für das Weltcup-Finale 2018 sucht der Weltseglerverband nun einen neuen Veranstalter. Ausgeschrieben sind die Finals für 2018 und 2019. Der World Cup 2018 führt über Japan (Oktober 2017), Miami (USA) und Hyères (Frankreich) zum Finale.

Die Laser-Segler kämpfen bei der internationalen deutschen Master-Meisterschaft (IDMa) mit dem Wetter. Statt wie bisher oft in der Saison zu viel Wind macht den Ü35-Seglern an diesem Wochenende die Flaute zu schaffen. Immerhin: Mit nun vier Wettfahrten ist der Weg zur Meisterschaftswertung frei.

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Die deutschen Seglerinnen haben die Laser-Radial-Weltmeisterschaft vor Medemblik mit guten Resultaten beendet. Die Kieler Studentin Pauline Liebig erreichte im stark besetzten Feld Rang neun, Svenja Weger (Kiel/Potsdam), Europameisterin 2014, glänzte mit zwei Tagessiegen und wurde Gesamt-Elfte.

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Das größte Schiff der Flotte, die „Ember Sea“, konnte das Rennen erneut für sich entscheiden und wurde als erster von der „Turm-Crew“ in Empfang genommen. Um 04:47:40 Uhr am Sonntag erreichten sie erleichtert Kiel. Gegen 15 Uhr machten auch die letzten Segler die Leinen im Hafen fest.

21.08.2017