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Segelsport Ulli Libors neue Heimat im 2.4mR
Sport Segelsport Ulli Libors neue Heimat im 2.4mR
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02:01 22.06.2015
Von Ralf Abratis
Ulli Libor steuert seine 2.4 zur Wendemarke. Der Altmeister hat seinen Spaß und ganz ohne sportlichen Ehrgeiz mag er auch im Alter von 75 Jahren nicht über den Kurs gehen. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Er segelt mit Begeisterung die Klasse, die als paralympische Disziplin bekannt geworden ist, aber weltweit – und auch zur Kieler Woche – als offene Klasse gesegelt wird

 „Ein fantastisches Boot“, schwärmt Libor über die 2.4. „Im vergangenen Jahr haben wir den Drachen verkauft. Mein Sohn ist in die USA gegangen, und damit konnte die Crew so nicht mehr zusammen segeln. Und dann hatte ich das Angebot, die 2.4 auszuprobieren. Es ist höchst anspruchsvoll. Hier muss ich all das allein machen, was wir auf dem Drachen sonst zu dritt gemacht haben.“ Daher ist es auch für einen Segelfuchs wie Libor schwer, direkt durchzustarten und an die Spitze zu fahren. „Es ist eine große Herausforderung, mit Spaß, aber auch mit Frust verbunden. An der Luvtonne war ich auch schon gut dabei, habe dann aber zu viele Fehler gemacht.“

 Mit 75 Jahren hat Libor Spaß daran, mit den jüngeren Generationen wie den deutschen Paralympics-Aspiranten Heiko Kröger (49 Jahre) und Lasse Klötzing (23) zu trainieren. „Es ist Wahnsinn, welche Leistungen die paralympischen Segler bringen“, so Libor. Er selbst hat die Teilnahmen an der WM in Finnland und der deutschen Meisterschaft in Plau für dieses Jahr im Programm.

 Vor Kiel zu segeln, ist für Libor immer wieder ein Vergnügen und daher auch die beste Entscheidung, die Landeshauptstadt in der Olympiabewerbung an Hamburgs Seite zu stellen: „Wenn man über eine deutsche Olympiabewerbung nachdenkt, dann geht es eigentlich nur mir Kiel. Deshalb kann es darüber auch keine Diskussion geben.“ Seine eigene Erinnerung an Olympia – neben Bronze in Kiel, gewann er auch Silber in Mexiko – ist inzwischen aber verblasst. „Das war damals. Ich bin inzwischen so viele andere Klassen gesegelt, war beim Admiral’s Cup dabei. Und zwischendurch habe ich beruflich bedingt auch 14 Jahre Segelpause gemacht, war da gar nicht zur Kieler Woche.“

 Jetzt ist er wieder da, im 2.4 und immer noch mit einer guten Portion Ehrgeiz: „Mein Ziel bleibt, es in das erste Drittel zu schaffen.“ Mit der Serie 9, 19, 4, 3 deutete er sein Können an, lag nach vier Rennen auf Platz acht von 19 Startern aus acht Nationen.

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