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Segelsport Boris Herrmann bei Weltumseglung Siebter
Sport Segelsport

Vendée Globe: Hamburger Boris Herrmann liegt bei Weltumseglung auf Rang 7

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19:05 18.11.2020
Von Niklas Schomburg
Guter Dinge in Äquatornähe: Boris Herrmann ist bei der Vendée Globe aktuell Siebter und hat die Doldrums erfolgreich durchquert. Quelle: Boris Herrmann / Seaexplorer - YC de Monaco
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LES SABLES D'OLONNE

Fast auf die Minute genau zehn Tage benötigte Alex Thomson mit seiner "Hugo Boss" für die gut 3700 Seemeilen vom französischen Starthafen Les Sables d'Olonne bis zu den ersten Metern auf der südlichen Hemisphäre. Bei der Datenerhebung am Mittwochabend um 18 Uhr deutscher Zeit beträgt sein Vorsprung auf den ersten Verfolger Thomas Ruyant aus Frankreich mit der "LinkedOut", der noch nördlich des Äquators segelte, rund 70 Seemeilen.

Herrmann weiter in den Top Ten

Der Hamburger Boris Herrmann liegt auf Rang sieben weiter in den Top Ten. Im Schnitt der 24 Stunden von Dienstag, 18 Uhr, bis Mittwoch, 18 Uhr, betrug seine Geschwindigkeit 15,7 Knoten (rund 29 Stundenkilometer). Die Flotte der 32 Jachten segelte durch die sogenannten "Doldrums", eine subtropische Konvergenzzone, die aufgrund teils tagelanger Flaute von Seefahrern gefürchtet ist. In diesem Jahr waren die Doldrums gnädig: Die Vendée-Flotte wurde in ihr zwar gebremst, segelbar blieb der böige und drehende Wind aber.

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Am Mittwochnachmittag ließ Herrmann rund vier Grad nördlich des Äquators einen kleinen Schwimmkörper zu Wasser, der Daten wie Salzgehalt und Temperatur misst und direkt an verschiedene Labors sendet. An Bord von Herrmanns "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" befindet sich ein mobiles Labor, das stetig Daten sammelt und sie der Wissenschaft zur Verfügung stellt.

Troussel gibt auf, Beyou wieder auf dem Weg

Der Franzose Nicolas Troussel hat derweil das Rennen aufgegeben. Der 44-Jährige hatte in den Ausläufern des Tropensturms "Theta" rund 260 Seemeilen nordwestlich der Kapverden Mastbruch erlitten. Er wird nun vor Freitag auf der westafrikanischen Inselgruppe erwartet, wo er an Land gehen wird.

Landsmann Jérémie Beyou, vor dem Start als einer der Top-Favoriten gehandelt, hat nach zwischenzeitlicher Rückkehr nach Frankreich mittlerweile die Verfolgung der Vendée-Flotte aufgenommen. Sein Rückstand nach Reparaturarbeiten im Hafen beträgt rund 2800 Seemeilen (5300 Kilometer).

Härteste Regatta der Welt - Boris Herrmann segelt Vendée Globe
KN-online (Kieler Nachrichten) 05.11.2020
Niklas Schomburg 04.11.2020
Niklas Schomburg 03.11.2020