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Segelsport Glitzer, Glanz und Gloria
Sport Segelsport Glitzer, Glanz und Gloria
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21:16 21.05.2018
Von Niklas Schomburg
Piraten unter voller Segeln: Bei der YES dominierten in der Jugend-Jolle einmal mehr Svenja Thoroe und Karsten „Butze“ Bredt. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„Unser Plan, sich ganz und gar auf den Nachwuchs zu konzentrieren und der YES damit ein eigenes, besonderes Gesicht zu geben, geht auf. DSV, Klassenvereinigungen und die Nachwuchssegler geben uns Recht und unterstützen unsere Idee“, sagte Dirk Ramhorst, Regatta-Organisationsleiter beim Kieler Yacht-Club. Die Veranstalter hatten sich bereits im vergangenen Jahr dazu entschieden, die 505er-Klasse aus dem Programm zu streichen.

Spannend, spannender, Laser Radial

So segelten die Nachwuchssegler in acht Klassen um den YES-Titel und mehr. Besonders spannend war dabei die Dreifach-Entscheidung bei den Laser-Radial-Seglerinnen: Neben dem Gesamtsieg ging es in der olympischen Einhandjolle um DJoM-Gold und das Ticket zur Jugend-WM. „Wir wussten alle von vornherein, dass es hier richtig eng wird“, sagte Laura Schewe nach dem letzten Zieleinlauf. Die noch 17-jährige Altenholzerin war vor allem auf das WM-Ticket aus, erwischte einen ordentlichen Sonntag, schien nach der ersten Wettfahrt am Montag aber bereits alle Chancen verspielt zu haben. Die Berlinerin Julia Büsselberg fuhr nach einem Auftaktsieg am Sonntag auch am Montag gleich nach ganz vorn und steuerte auf Kurs DJoM-Titel und WM-Quali.

„Dann habe ich es selbst noch mal richtig spannend gemacht“, sagte Büsselberg erleichtert grinsend. Nach einem Frühstart im vorletzten Rennen war wieder alles offen. Durch Platz fünf zum Abschluss sicherte sich die Berlinerin den dritten Gesamtplatz hinter YES-Siegerin Lena Haverland und Pia Kuhlmann – und damit WM-Quali und Juniorentitel. Der Vorsprung auf WM-Konkurrentin Schewe betrug am Ende zwei Pünktchen, in Sachen DJoM hatte Laura Bo Voß (Hamburg/Kiel) lediglich um einen Zähler das Nachsehen. „Klar bin ich enttäuscht, aber morgen ist das vorbei“, sagte die 20-Jährige, für die es die letzte Chance auf einen Juniorentitel war.

Scheel/Feilcke mit toller Aufholjagd

Auch im 29er ging es um das Ticket für die Youth Worlds. Neben den Augsburgern Florian Steuerer/Moritz Fiebig, die hinter den unschlagbaren Dänen Frederik Fomsgaard/Mads Fuglbjerg Zweite wurden, sicherten sich die Kielerinnen Maru Scheel und Freya Feilcke zum zweiten Mal in Folge die WM-Teilnahme. Und das, obwohl der erste Tag mit den Plätzen 9, 17, 11, 11 alles andere als gut lief. „Sonntag lief es anders als erwartet, aber dadurch sind wir heute lockerer gefahren“, sagte Vorschoterin Feilcke. „Wir haben generell versucht, nicht so sehr über die WM-Entscheidung nachzudenken und nicht so verkopft zu fahren“, sagte Scheel. Am Montag bliesen sie zur Aufholjagd gegen ihre Trainingspartnerinnen und Freudinnen Lisa Maria Rausch/Eva Marie Becker (Grönwohld) und starteten mit den Rängen 2, 2, 6, 5 durch. „Wir kamen mit der längeren Welle besser zurecht“, erklärte Scheel. „Jetzt hoffen wir natürlich, dass uns der DSV auch offiziell nominiert.“

Ergebnisse

420er (sieben Wettfahrten, ein Streicher): 1. Vincent Bahr/Lars Kleinwächter (Berlin, 8 Punkte); 2. Achille Casco/Elliot Schick (Schweiz, 12); 3. Kristian Lenkmann/Philip Hall (Starnberg, 13); 4. Theresa Steinlein/Lina Plettner (Starnberg, 28); 5. Felix Kaiser/Jonas Royla (Starnberg, 34); 6. Florian Krauß/Jakob Lanzinger (Seeshaupt/Chiemsee, 37).

29er (neun Wettfahrten, ein Streicher): 1. Frederik Fomsgaard/Mads Fuglbjerg (Dänemark, 9 Punkte); 2. Florian Steuerer/Moritz Fiebig (Augsburg, 27); 3. Mads Poger/Victor Ladefoget (Dänemark, 39); 4. Valentin Müller/Ole Ulrich (Starnberg/Hamburg, 54); 5. Finn Walter/Marcus Borlinghaus (München, 58); 6. Maru Scheel/Freya Feilcke (Kiel, 60).

Europe (sieben Wettfahrten, ein Streicher): 1. Sverre Reinke (Bremen, 13 Punkte); 2. Stine Schreiber (Hamburg, 25); 3. Nicki Kraus (Flensburg, 26); 4. Martin Kotte (Hamburg, 36); 5. Matthias Leitl (Essen, 38); 6. Tania Tammling (Hamburg, 38).

Laser 4.7 (sieben Wettfahrten, ein Streicher): 1. Mewes Wieduwild (Berlin, 6 Punkte); 2. Felix Schießer (Wismar, 26); 3. Elisa Hartenberger (Wismar, 30); 4. Josephine Hedegaard (Dänemark, 31); 5. Jesper Bahr (Lübeck, 31); 6. Dora Gomercic (Gifhorn, 32).

Laser Standard M (sieben Wettfahrten, ein Streicher): 1. Nik Aaron Willim (Kiel, 7 Punkte); 2. Theodor Bauer (Müritz, 12); 3. Max Wilken (Müritz, 20); 4. Philipp Loewe (Berlin, 20); 5. Yanic Gentry (Mexiko, 40); 6. Tim Conradi (Duisburg, 42). Deutsche Junioren-Meisterschaft: 1. Wilken, 2. Loewe, 3. Conradi, 4. Nico Naujock (Berlin, 51); 5. Lasse Kaack (Kiel, 59); 6. Nico Steenbuck (Salzgitter, 64).

Laser Radial M (sieben Wettfahrten, ein Streicher): 1. Julian Hoffman (Immenstadt, 10); 2. Justin Barth (Berlin, 21); 3. Moritz Peitzner (Kiel, 26); 4. Leonard Stock (Kiel, 26); 5. Christian Spodsberg (Dänemark, 30); 6. Maximilian Walkenbach (Potsdam, 35).

Laser Radial W (sieben Wettfahrten, ein Streicher): 1. Lena Haverland (Schwerin, 12 Punkte); 2. Pia Kuhlmann (Hannover, 17); 3. Julia Büsselberg (Berlin, 19); 4. Laura Bo Voß (Hamburg/Kiel, 20); 5. Laura Schewe (Altenholz, 21); 6. Carlotta Crüsemann (Hamburg, 41). Deutsche Junioren-Meisterschaft: 1. Büsselberg; 2. Voß; 3. Schewe; 4. Crüsemann; 5. Theresa Wierschin (Lübeck, 45); 6. Lena Weißkichel (Wunstorf/Kiel, 50).

Pirat (sieben Wettfahrten, ein Streicher): 1. Svenja Thoroe/Karsten Bredt (Kiel, 10 Punkte); 2. Kai Köhler/Kristin Wöhlk (Bremen, 15); 3. Andreas Magnus Ebel/Martin Schlichting (Güstrow, 16); 4. Frieder Billerbeck/Ralph Nyhuis (Wedel, 21); 5. Fynn Ausborm/Merle Maas (Brunsbüttel, 29); 6. Lukas Brüning/Femke Gosch (Kiel, 33).

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