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Segelsport Herrlicher Segel-Sonntag vor Kiel
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21:04 21.05.2018
Von Niklas Schomburg
Der Bremer Sverre Reinke liegt bei den Europes in Front, ärgerte sich aber über Platz vier in der letzten Wettfahrt am Pfingstsonntag. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

"Das waren traumhafte Bedingungen, Sonne und zehn bis 14 Knoten, anstengend wegen der kurzen Welle, aber insgesamt wirklich gutes Segeln", schwärmte Sverre Reinke. Der Bremer liegt nach vier Wettfahrten in der Europe vorn, haderte aber dennoch etwas mit seinen Ergebnissen. "Es hätte noch etwas besser sein können, vor allem mit dem vierten Platz in der letzten Wettfahrt bin ich nicht zufrieden", erklärte Reinke. "Ich hatte mir vorgenommen, konstant in den Top drei zu segeln. Das sollte eigentlich reichen, um hier zu gewinnen, und das ist mein Anspruch." Die Qualifikation für die WM Anfang August in Kühlungsborn hat Reinke durch den starken ersten Tag so gut wie sicher.

Drei in eins: Laser Radial mit mehreren Entscheidungen

Bei den Laser-Radial-Seglerinnen ist die YES gleichzeitig deutsche Juniorenmeisterschaft (U22) und Qualifikation für die Youth Worlds in Corpus Christi/USA, so dass es quasi drei Entscheidungen in einer Regatta gibt. Nach den ersten vier Rennen liegt die Schwerinerin Lena Haverland vorn und steuert auf Kurs YES-Sieg. Zweite ist Julia Büsselberg (Berlin), die seit elf Tagen 18-Jährige liegt somit bei DJoM und WM-Quali vorn. Ihr Vorsprung ist allerdings knapp: In Sachen DJoM beträgt der Vorsprung auf Laura Bo Voß nur ein Pünktchen, die härteste Konkurrentin im Kampf um das WM-Ticket ist Laura Schewe mit vier Punkten Rückstand. Die Altenholzerin sieht bei sich noch Luft nach oben. "Mein Ziel ist das Ticket für die Youth Worlds, daher hoffe ich, dass ich morgen bei etwas mehr Wind noch etwas gutmachen kann", erklärte Schewe. "Heute war es ok, es ist eine gute Basis, denke ich."

Dänen im 29er klar in Führung

Auch die deutschen 29er suchen ihren WM-Fahrer. Die Augsburger Florian Steuerer und Moritz Fiebig sind auf Rang zwei am aussichtsreichsten positioniert, der Vorsprung auf Valentin Müller/Ole Ulrich (Starnberg/Hamburg) beträgt nach fünf Wettfahrten elf Punkte. Maru Scheel/Freya Feilcke (Kiel), die bei der Jugend-WM 2017 vor Sanya (China) mit Rang fünf aufhorchen ließen, dürften es mit 45 Punkten Rückstand schwer haben, erneut das WM-Ticket zu lösen. Den Ton im Kampf um den YES-Titel geben indes die Dänen Frederik Fomsgaard/Mads Fuglbjerg an. Sie fuhren dem Feld in einigen Wettfahrten weit voraus und haben nach fünf Rennen erst fünf Punkte auf dem Konto. Mads Poder und Victor Ladefoget können bei zwei Zählern Rückstand auf Steuerer/Fiebig sogar den dänischen Doppelerfolg noch perfekt machen.

Die YES-Regatta wird am Pfingsmontag mit drei Wettfahrten (29er: vier) zum Abschluss gebracht. Der erste Start erfolgt um 10 Uhr, letzte Startmöglichkeit ist um 14 Uhr.

Weitere Ergebnisse

420er: 1. Deike Bornemann/Kim Fernholz (Weener/Biggesee, 3 Punkte); 2. Kristian Lenkmann/Philip Hall (Starnberg, 6); 3. Achille Casco/Elliot Schick (Schweiz, 7).

Laser Radial M: 1. Christian Spodsberg (Dänemark, 4 Punkte); 2. Julian Hoffmann (Immenstadt, 5); 3. Maximilian Walkenbach (Potsdam, 6).

Laser 4.7: 1. Mewes Wieduwild (Berlin, 4 Punkte); 2. Josephine Heegaard (Dänemark, 10); 3. Elisa Hartenberger (Wismar, 15).

Pirat: 1. Svenja Thoroe/Karsten Bredt (Kiel, 4 Punkte); 2. Kai Köhler/Kristin Wöhlk (Heiligenhafen/Kiel, 7); 3. Frieder Billerbeck/Ralph Nyhuis (Wedel, 8).

Laser Standard: 1. Nik Aaron Willim (Kiel, 3 Punkte); 2. Theodor Bauer (Müritz, 5); 3. Max Wilken (Müritz, 9).

Hier finden Sie weitere Fotos vom Sonntag. 

Während im Hafenvorfeld in Kiel-Schilksee die Besucher das Landprogramm um Skimboardbahn, Tischkicker und Gastronomie bei schönem Wetter genossen, mühten sich Regatta-Organisatoren und Segler um eine Wettfahrt. Doch nach mehreren Stunden auf dem Wasser wurde ohne Rennen abgebrochen.

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