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Segelsport Lindstädt jagt französische Nacras
Sport Segelsport Lindstädt jagt französische Nacras
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19:43 09.06.2019
Von Niklas Schomburg
Die Altenholzerin Laura Schewe setzte sich an die Spitze des Laser-Radial-Feldes der Frauen und hat damit auch die Nase in der Wertung der Deutschen-Juniorenmeisterschaft vorn. Quelle: Sönke Ehlers
Kiel

Nur fünf und zweimal sieben Punkte haben die französischen Teams Billy Margaux/Leo Maurin, Armand Clabon/Lou Berthomieu und Thomas Proust/Julien Moutarde auf dem Konto, danach klafft eine Lücke von neun Zählern. Kein Wunder also, dass Jesse Lindstädt, gemeinsam mit Vorschoterin Lisa Maria Rausch Gesamt-Vierter, sagt: "Insgesamt sind wir nicht zufrieden."

Devise: Immer im Druck

Im letzten Rennen des Tages aber fuhr die Hamburg-Düsseldorf-Connection einen Sieg ein, zeigte, dass mit ihr im international gut besetzten Feld zu rechnen ist. "Wir haben unser Potenzial noch nicht ausgeschöpft, bei der letzten Regatta in Workum (Dutch Youth Regatta am Ijsselmeer in den Niederlanden, d. Red.) waren wir lange Zeit ganz vorne - und das Feld dort war noch stärker besetzt", erklärte Lindstädt, der auf der Regattabahn voll auf die Tipps von Papa Sven, erfolgreicher F18-Katamaransegler, setzt. "Wir haben uns total an Papas Vorgaben gehalten, vor allem: Immer im Wind bleiben, immer im Druck. Wir sind auf der Kreuz acht Wenden gefahren statt den normalen zwei oder drei." Zumindest in Rennen Nummer vier ging die Taktik auf, am Montag, wenn es wieder etwas mehr bläst, soll es konstanter nach vorn gehen. "Wir greifen morgen wieder voll an", sagte Lindstädt am Sonntagnachmittag. Das zweite deutsche Team mit dem Hamburger Leonard Beyer und der Kielerin Berit Bellin liegt nach vier Rennen auf Rang 13.

Yes-Regatta: Hier finden Sie den Bericht vom Sonnabend. 

Schewe setzt sich im Laser Radial an die Spitze

Die Laserklassen sind dagegen fest in deutscher Hand - zumindest an der Spitze. Im Laser Standard führt Leonard Stock, Bewohner des Sportinternats Kiel-Schilksee, mit drei Punkten Vorsprung auf den Dänen Kenneth Frederiksen. Im Laser Radial der Männer liegt Vorjahressieger Julian Hoffmann auch in diesem Jahr auf Kurs. Mit zwei Siegen, einem zweiten Platz und einem Frühstart als Streichergebnis führt er die Flotte punktgleich mit dem Dänen Christian Winkler und zwei Punkte vor dem Monegassen Alessandro Montefiori an.

Beide Laser-Radial-Felder kämpften auf der Bahn Juliett vor allem in der letzten Wettfahrt des Tages mit Böen und Winddrehern von bis zu 40 Grad. Kein Problem für Lokalmatadorin Laura Schewe: Mit zwei ersten Plätzen, dem dritten vom Sonnabend und Platz vier als Streicher hat die Altenholzerin momentan die Nase vorn. Vorjahressiegerin Lena Haverland (Schwerin) und Pauline Liebig (Kiel) liegen mit zwei respektive vier Punkten Rückstand aber in Schlagdistanz. Schewe führt damit auch die Wertung in der Deutschen Junioren-Meisterschaft an.

Constanze Stolz "just for fun" in die Top Ten

Während Sonnabend-Siegerin Hannah Anderssohn das letzte Rennen am Sonntag nicht bestritt - eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund ihrer langwierigen Knieverletzung - und zurückfiel, hält sich Constanze Stolz solide auf Rang neun. Und das, obwohl ihr Start im Radial eher unter der Devise "just for fun" läuft. Die 24-Jährige war vier Jahre lang gemeinsam mit Anna Reinsberg im 470er unterwegs, legt nun aber eine studiumsbedingte Pause. Für die Yes-Regatta wagte sie sich nochmal in ihre "alte" Klasse, den Laser Radial, und ist gut dabei. Mit allen Konsequenzen: "Ich merke das schon ganz schön im Körper", erklärte Stolz und lachte. 

Zum Abschluss am Montag sind zwei Wettfahrten in den Jollenklassen und drei in 29er und Nacra15 geplant. Das erste Ankündigungssignal ertönt um 11 Uhr, letzte Startmöglichkeit ist um 14 Uhr. Die Siegerehrung findet um 16 Uhr statt.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Mehr zum Segelsport finden Sie hier.

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