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Sportmix 16 Athleten aus dem Norden im deutschen Olympia-Team
Sport Sportmix 16 Athleten aus dem Norden im deutschen Olympia-Team
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17:12 16.07.2012
16 Athleten aus Norddeutschland treten bei den Olympischen Spielen in London an.
Frankfurt/Kiel

„Jetzt ist die deutsche Olympiamannschaft komplett“, sagte DOSB-Präsident Thomas Bach. „Die Qualifikationsergebnisse lassen uns optimistisch und voller Zuversicht nach London fahren. Wir haben ein erfolgversprechendes Team.“ Die Volleyballer sind neben den Hockey-Teams der Frauen und Männer die einzige deutsche Mannschaft, da im Fußball, Handball, Basketball und Wasserball die Qualifikation verpasst wurde. Zu den nominierten Sportlern kommen 16 Ersatzleute sowie 279 Trainer, Offizielle, Ärzte und Betreuer.

Volleyball-Bundestrainer Vital Heinen setzt auf die Akteure, die im Juni in Berlin das Olympia-Ticket sicherten und zuletzt Platz fünf bei der Weltliga-Endrunde in Sofia/Bulgarien belegten. Fünf Spieler im Team waren bereits 2008 in Peking dabei, als die deutsche Mannschaft Rang neun erreichte.

Die Reiter hatten ihre Equipen für Vielseitigkeit, Springen und Dressur am Sonntagabend nach dem CHIO in Aachen bekanntgegeben. Aus dem Norden gehören Springreiterin Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) und Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen aus Grossenwiehe bei Flensburg zum Aufgebot. Insgesamt sind somit aus Schleswig-Holstein 16 Athletinnen und Athleten für die Sommerspiele nominiert: Die in Kiel wohnenden Segler Simon Grotelüschen (Laser), Tobias Schadewaldt/Hannes Baumann (49er), Windsurferin Moana Delle und Laser-Radial-Spezialistin Franziska Goltz. Das Olympia-Ticket in der Tasche haben außerdem die Itzstedter Trap-Schützin Sonja Scheibl, Achter-Ruderin Laura Schwensen aus Kappeln, deren Ruder-Kollegen Lauritz Schoof (Doppelvierer/Rendsburg), Lars Hartig (Leichtgewichts-Doppelvierer/Friedrichstadt) und Florian Mennigen (Achter/Ratzeburg), die Tennisspielerinnen Angelique Kerber aus Kiel und Julia Görges aus Bad Oldesloe sowie der in Hasloh wohnende Diskuswerfer Markus Münch von der LG Wedel-Pinneberg.

Ekkehard Wienholtz nahm die endgültige Nomierung mit Freude zur Kenntnis. „Wir können stolz darauf sein, dass sich im Vergleich zu den letzten Olympischen Spielen 2008 in Peking die Anzahl der Schleswig-Holsteiner erhöht hat“, sagte der Präsident des Landessportverbandes. Wienholtz hob außerdem hervor, dass mit Simon Grotelüschen, Lars Hartig und Lauritz Schoof drei Athleten aus dem vom LSV geförderten „Team Schleswig-Holstein“ die Qualifikation geschafft haben. Drei Olympioniken werden zudem von der Stiftung Kieler Sporthilfe gefördert: Neben Grotelüschen noch Moana Delle und Steffen Uliczka. Der 3000-m-Hindernisläufer hatte erst am Donnerstag in Lüttich die Qualifikationsnorm von 8:23 Minuten um die Winzigkeit von sieben Hundertstelsekunden unterboten.

Die größten Medaillenchancen haben sämtliche Ruderer - der Achter ist seit den Olympischen Spielen 2008 in 34 Rennen ungeschlagen – Wimbledon-Halbfinalistin Kerber, Lasersegler Grotelüschen sowie Thomsen und Meyer in den Teamwettbewerben. Für Janne-Friederike Meyer, die gestern von der Einkleidung der Olympioniken in Mainz zurückfuhr, steht fest: „Meine Priorität liegt ganz eindeutig auf der Mannschaft, weil der Teamgeist für mich etwas ganz besonderes ist