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17:36 13.04.2019
Von Tamo Schwarz
Viertes Spiel in einer Woche: Patrick Wiencek (THW Kiel) im Qualifikationsspiel gegen Polen. Quelle: Sascha Klahn
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Halle / Westfalen

Es dauert 17 Minuten und 35 Sekunden, dann ist das erste Etappenziel des Tages erreicht. Kapitän Uwe Gensheimer erzielt per Siebenmeter das zwischenzeitliche 9:10. Es ist sein 823. Länderspiel-Tor, und damit überflügelt der 32-Jährige Ex-Nationalspieler Florian Kehrmann (822). In der ewigen Bestenliste stehen noch Christian Schwarzer (966) und Frank Michael Wahl (1412) vor Gensheimer. Nach dessen insgesamt zehn Treffern im Gerry Weber Stadion ist Platz zwei nur noch eine Frage der Zeit. „Das ist eine schöne Auszeichnung“, sagt der Linksaußen, dem sein Trainer eine „fantastische Leistung“ attestiert.

Polen geht mit 9:6 in Führung

Der Weg zum zweiten Etappenziel gestaltet sich holpriger. Auch weil den Deutschen – um in der Tennissprache zu bleiben – zu viele „unforced errors“ unterlaufen. Die offensive 3:2:1-Deckung lässt die Aggressivität des Hinspiels am Mittwoch vermissen. Ausgerechnet die Kieler agieren unglücklich: Ballverlust Steffen Weinhold (9.), Stürmerfoul Weinhold (10.), Zeitstrafe Weinhold (11.), Patrick Wiencek scheitert zum wiederholten Mal frei am polnischen Keeper Matesuz Kornecki (12.), und Polen setzt sich auf 9:6 ab (16.).

„Wenn wir die Dinger aus sechs Metern nicht reinmachen, wird es natürlich schwer“, erklärt Hannovers Fabian Böhm. Und Abwehrchef Hendrik Pekeler nimmt seine Kieler Kollegen in Schutz, verweist auf das Pokal-Final-Four am vergangenen Wochenende in Hamburg: „Es ist für uns das vierte Spiel in einer Woche, und wir standen bei allen Partien lange auf der Platte – so ein Knick ist normal.“

Weinhold und Heinevetter sind die Matchwinner

Der Bundestrainer stellt die Deckung auf eine 6:0-Formation um, sieht den Ausgleich zur Pause (16:16) und zu Beginn der zweiten Halbzeit eine starke Phase bis zum 20:16 durch Patrick Wiencek (38.). Der Knick nach unten wird zum Knick nach oben. Auch wenn Häfner, Böhm, Wiede zunächst an Kornecki scheitern, die Zahl der Fehlwürfe am Ende auf 13 nach oben schrauben, bleiben Passgeschwindigkeit, Spielwitz, Kreativität Merkmale des deutschen Spiels. Nur zu gern würde Prokop bis zur 50. Minute „den Deckel draufmachen“, weiter rotieren. Doch Polen wehrt sich bis zum 25:23 (55.). Jetzt avanciert Steffen Weinhold – neben dem überragenden Silvio Heinevetter im Tor (16 Paraden) – zum Matchwinner. Nach einem sehenswerten Dreher (24:19/46.) und einem veredelten Anspiel von Tim Suton (25:21/49.) erzielt der Kieler Linkshänder auch sein drittes (26:23/56.) und viertes Tor in Folge (27:23/58.) – die Entscheidung.

Statistik zum Spiel

Deutschland: Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) 1.-60. Minute/16 Paraden, Andreas Wolff (THW Kiel) bei einem 7m/0 – Uwe Gensheimer (Paris SG) 10/5, Patrick Wiencek (THW Kiel) 2, Tim Suton (TBV Lemgo) 1, Fabian Wiede (Füchse) 2, Hendrik Pekeler (THW Kiel) 1, Steffen Weinhold (THW) 4, Marian Michalczik (GWD Minden) n.e., Steffen Fäth (Rhein-Neckar Löwen) 1, Patrick Groetzki (Löwen) 1, Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf) 2, Matthias Musche (SC Magdeburg) n.e., Fabian Böhm (Hannover) 3, Jannik Kohlbacher (Löwen) 1, Paul Drux (Füchse) 1.

Polen: Kornecki (1.-50. Minute/7 Paraden), Morawski (bei zwei 7m und ab 50./0) – Przytula, Krajewski 1, Walczak 1, Pilitowski 2, Syprzak 1, Szpera n.e., Moryto 4, Jarosiewicz 2, Daszek 6/4, M. Gebala 1, Przybylski 4, Szyba, T. Gebala 2, Chrapkowski.

Schiedsrichter: Nachevski/Nikolov (Mazedonien) – Strafminuten: GER 8 (Pekeler, Böhm, Drux, Suton), POL 4 (2x Syprzak) – Siebenmeter: GER 5/5, POL 5/4 (Heinevetter pariert Moryto) – Spielfilm: 1:0, 3:1 (8.), 3:4, 5:8 (14.), 8:9, 1<EI>1:1<EI>1 (20.), 14:13, 16:16 – 20:16, 22:17 (40.), 24:19, 24:21 (47.), 25:23 (55.), 28:23, 29:24 – Zuschauer: 10.400 im ausverkauften Gerry Weber Stadion in Halle/Westfalen.

Der Blick von Handball-Bundestrainer Christian Prokop geht schon voraus. Erst soll am Sonnabend (14 Uhr/ZDF) gegen Polen das Ticket für die EM 2020 gelöst werden, dann will der 40-Jährige die Grundlage für ein erfolgreiches Turnier schaffen. „Das ist ein Matchball“, sagte Prokop vor der Partie.

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