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Sportmix Für die Fans und für die Ehre
Sport Sportmix Für die Fans und für die Ehre
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07:00 24.08.2018
Von Niklas Schomburg
Zum vorletzten Mal werden die Hurricanes am Sonnabend ins Kilia-Stadion einlaufen und wollen ihren Fans gegen Potsdam etwas bieten. Quelle: Sonja Paar
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Kiel

Angesichts der Kieler Ambitionen ist Platz fünf nicht unbedingt ein Ziel, das sich die Canes gern auf die Fahnen schreiben. „Das Ziel waren die Playoffs, alles andere zählt nicht wirklich. Es ist nicht wichtig, auf welchem Platz wir die Saison beenden“, sagt Disch. Motivationsprobleme habe sein Team trotz der Enttäuschung nicht. „Dafür, dass wir raus sind, ist die Motivation hoch“, erklärt der US-Amerikaner. „Die allermeisten hängen sich nach wie vor voll rein, wollen den Klub auch in den letzten Spielen so gut wie möglich repräsentieren.“

Leidenschaft, Einsatz und Wille

Der Wille zum Sieg gegen die Royals, die bei Siegen in Kiel und gegen die Cologne Crocodiles sowie mit Schützenhilfe der Dresden Monarchs gegen Köln selbst noch die Playoffs erreichen können, resultiert nach der verlorenen Jagd auf die Postseason vor allem aus zwei Faktoren: Die Canes wollen es sich und ihrem Publikum im heimischen Stadion noch einmal beweisen – und haben darüber hinaus noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen. „Wir wollen den Fans das geben, was sie verdienen: Leidenschaft, Einsatz und Wille“, sagt Disch.

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Royals mit variabler Offense

Gegen die Brandenburger setzte es im Hinspiel eine herbe 21:50-Klatsche. „Sie haben uns vorgeführt. Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, sagt Disch. „Das wollen wir jetzt viel besser spielen.“ Keine leichte Aufgabe gegen die Royals, die vor allem in der Frühphase der Saison für Furore sorgten. Ein Grund dafür: Die variable Offense. „Sie spielen sehr verschiedene Stile, von zwei Running Backs bis zu einer Spread-Formation“, erklärt der Kieler Coach. In der Spread Offense steht der Quarterback in der Shotgun-Position mehrere Meter hinter der Offense Line, agiert mit bis zu fünf Passempfängern auch mit tiefen Pässen und „spreizt“ (englisch spread) die gegnerische Verteidigung so sowohl horizontal als auch vertikal.

Intensität annehmen und dagegenhalten

Doch Potsdams Quarterback Austin Gahafer, der mit seiner Offense in der ersten Saisonhälfte 39,7 Punkte im Schnitt erzielte, musste in den vergangenen Wochen immer wieder auf wichtige Teile seines Receiverkorps verzichten und generierte seit dem Hinspiel gegen die Canes nur noch 13,8 Punkte im Schnitt. Alles egal: „Für uns ist nur wichtig: Potsdam hat ein starkes Team, und wir müssen bereit sein, ihre Intensität aufzunehmen und dagegenzuhalten.“ Für die Fans, für die Ehre.