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Sportmix Körtzinger: "Das wird der Hammer!"
Sport Sportmix Körtzinger: "Das wird der Hammer!"
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07:00 29.08.2018
Von Sonja Paar
Leonie Körtzinger bei der Annahme. Im Hintergrund: Teampartnerin Kira Walkenhorst, Olympiasiegerin 2016. Quelle: Imago/Conny Kurth
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Kiel

Im KN-Online-Interview spricht Kiels Beachvolleyball-Hoffnung Leonie Körtzinger vor den deutschen Meisterschaften in Timmendorf über ihren bisherigen Saisonverlauf, Interimspartnerin Kira Walkenhorst und das Ziel Olympia 2024.

Frage: Sie sind vor drei Jahren an den Bundesstützpunkt nach Hamburg gewechselt. Nun stehen Sie an der Seite einer Olympiasiegerin und Weltmeisterin auf dem Feld. Wie ist es, mit Kira Walkenhorst zu spielen, wie geht man mit dem Leistungsdruck um?

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Leonie Körtzinger: "Natürlich habe ich Respekt vor Kiras Karriere und ihren Erfolgen. Ich würde es eher beeindruckt nennen. Beeindruckt von Kiras Ruhe auf dem Feld, ihrem unglaublichen Ehrgeiz und ihrer absoluten Begeisterung für diesen Sport. Da ist es manchmal schwer, nicht eingeschüchtert zu sein. Aber dann hilft es, seine Gedanken laut zu äußern und sie offen mit Kira zu teilen. Sie hat dann immer einen Rat."

Wie läuft die Saison für Sie?

"Ich würde sagen durchwachsen. Ich bin jetzt seit letztem Winter in dem Bundestrainerteam der Frauen-Nationalteams. Das waren sehr viele neue Eindrücke und Erlebnisse, die mir zum ersten Mal aufgezeigt haben, was Leistungssport wirklich bedeutet. Ich habe im Winter meine alten Trainingsstrukturen aufgebrochen und fange in vielen Techniken und auch mental nochmal neu an. Mein Ziel sind die Olympischen Spiele 2024. Ich glaube, ich habe in diesem Jahr wichtige Schritte in die richtige Richtung gemacht. Doch leider bin ich auch ein ungeduldiger Mensch. Ich würde gerne in doppelter Geschwindigkeit lernen können. Manchmal geht mir alles zu langsam. Da ist es dann immer wieder wichtig, mit dem Team Rücksprache zu halten und wieder neue Energie und vor allem Geduld zu tanken."

In diesem Jahr spielen Sie mit verschiedenen Partnerinnen. Warum?

"Der ursprüngliche Plan war, mit Julia Großner, der Europameisterin von 2017, zu spielen. Die beschloss aber im Frühjahr, ihre Karriere zu beenden. So kurz vor den ersten Turnieren war das zuerst ein großer Schock für mich. Doch dann hat Kira Walkenhorst mich gefragt, ob ich als Blockerin Lust hätte, die deutsche Techniker-Beachtour mit ihr zu spielen. Da musste ich natürlich nicht lange überlegen. Aber bei Kira stand in diesem Jahr ihre Genesung nach den beiden Operationen (an Hüfte und Schulter, die Red.) im Vordergrund. Es war klar, dass sie nur die deutschen Turniere spielen wird. Mein Ziel war, viel Spielpraxis zu bekommen. Deshalb habe ich auf der internationalen Bühne mit Anika Krebs gespielt. Und dann gab es noch die beiden Jugendmeisterschaften, die Studentenweltmeisterschaft in München und die Europameisterschaften der U22 in Jurmala in Lettland. Da sowohl Kira als auch Anika dafür zu alt waren, habe ich diese Turniere mit Leonie Klinke bestritten. Das waren viele neue Gesichter dieses Jahr."