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Sportmix Die Kotza-Brüder boxen sich durch
Sport Sportmix Die Kotza-Brüder boxen sich durch
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07:00 13.07.2019
Von Martin Geist
Micky Kotza (blaues Dress) und sein kleiner Bruder Tony brennen für den Boxsport. Quelle: Martin Geist
Kiel

Sechseinhalb Jahre jung war Benjamin, genannt Micky, als er mit seinem Vater bei der TuS Gaarden fragte, ob er in der Boxabteilung mitmachen könnte. Den gerade mal vierjährigen Bruder Tony hatte er ebenfalls dabei. „Klar“, grinst Tony heute: „Was mein großer Bruder machte, wollte ich natürlich auch tun.“ Einfach so "ja" gesagt hat Spartenleiter Michael Schimanski allerdings nicht. „Die beiden waren eigentlich zu jung und deshalb schon bei einigen anderen Vereinen abgeblitzt“, berichtet er. Als Schimanski jedoch das Talent des Größeren erkannte, sagte er zu.

Turniersieg in Thüringen

„Das musste gefördert werden“, betont der Trainer, der sich dieser Aufgabe mehr denn je verpflichtet fühlt. Kein Wunder, gerade in der jüngeren Vergangenheit hat Micky Kotza durch furiose Leistungen Aufmerksamkeit weit über Kiel hinaus erregt. Beim Turnier des Boxzentrums im 1. SSV Saalfeld 92 in Thüringen gewann er in der Kadetten-Klasse bis 38 kg nicht nur alle Duelle, sondern wurde auch für den besten Kampf des Tages ausgezeichnet. Auch beim Inselcup in Malchow räumte er sämtliche Gegner aus dem Weg, und kurz zuvor musste er sich bei einem international besetzten Turnier in Lettland erst im Finale dem lettischen Meister geschlagen geben.

Vater baut Garage zum Boxstall um

Ohne Schweiß kein Preis, lautet die Devise auch im Boxsport. Mehrmals in der Woche trainieren Micky und sein inzwischen zehnjähriger Bruder, der kürzlich ebenfalls drei Kämpfe in Serie gewonnen hat, in der TuS-Boxhalle in Hassee. Und weil sie dann immer noch nicht genug haben, hat ihr Vater die häusliche Garage in Brodersdorf zum Übungsraum umgebaut. „Sie müssen nicht, aber wenn sie wollen, können sie“, betont der auch als Trainer aktive Peter Kotza, der früher in Wismar kämpfte und dessen Vater ebenfalls Boxer war.

„Das liegt eben in der Familie“, erklärt sich Benjamin seine Leidenschaft für diesen Kampfsport. Und fügt hinzu, dass das Einstudieren von Schlagtechniken noch nicht einmal die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg ist. Kraft und vor allem Ausdauer sind nach seiner Erfahrung mindestens genauso entscheidend, um im Ring bestehen zu können.

Stünden nicht Vater und Mutter gemeinsam hinter ihren ehrgeizigen Söhnen, würde natürlich ebenfalls nichts gehen. Dankbar ist die Familie außerdem der Grundschule Laboe. Die stellte ihren sportlichen Schüler, der inzwischen die Gemeinschaftsschule Heikendorf besucht, stets großzügig für Turniere frei, berichtet der Vater.

Nötig war und ist ein solches Entgegenkommen, weil mit den Turnieren oft weite Reisen verbunden sind. Gerade für den älteren Bruder, denn der findet in Schleswig-Holstein fast keine Gegner mehr. „Die wissen einfach, dass sie keine Chance gegen ihn haben“, erklärt Michael Schimanski. Kampferfahrung sammelt Micky in anderen Bundesländern oder im Ausland, wie demnächst bei einem Turnier in Kasachstan.

Brüder träumen von WM und Olympia

Fest auf dem Zettel stehen außerdem für 2020 die deutschen Meisterschaften. Das Ziel? „Gold“, grinst der Zwölfjährige, und sein Abteilungsleiter versichert: „Das Zeug dazu hat er.“ Ansonsten träumen Micky und Tony im großen Stil von Weltmeisterschaft und Olympia. Das sind Leistungsbereiche, die für Kämpfer der TuS Gaarden zumindest nicht unmöglich sind. Schließlich war auch Lothar Abend, der berühmteste Spross der Abteilung, mal Europameister. Und vielleicht werden die beiden Kotzas ja eines Tages mal so etwas wie die Klitschkos vom Kieler Ostufer.

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