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Sportmix Hamburg zerstört Kiels Olympia-Träume
Sport Sportmix Hamburg zerstört Kiels Olympia-Träume
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23:31 29.11.2015
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Sie hofften vergeblich auf ein positives Ergebnis aus Hamburg: Kiels CDU-Fraktionschef Stefan Kruber (li.) und Oberbürbermeister Ulf Kämpfer (SPD). Quelle: Uwe Paesler

+++ 23.24 Uhr: KN-Video vom Bürgerentscheid in Kiel +++

+++ 22.41 Uhr: Schiffbruch für Olympia +++

Dabei sein ist alles bei den Olympischen Spielen. Oder wie es Pierre de Coubertin formulierte: Ziel sei nicht der Sieg, sondern die Teilnahme. Nach einem für die Olympia-Fans grausamen Wahlabend steht fest: Kiel wird nicht dabei sein, weil Hamburg nicht dabei sein will. Das Rennen um die Spiele 2024 ist jäh beendet, noch bevor es überhaupt richtig begonnen hat, schreibt der stellvertretende Chefredakteur Bodo Stade in seinem Kommentar.

Das sind die Bilder zum Bürgerentscheid.

+++ 22.27 Uhr: Piratenpartei begrüßt Entscheidung der Hamburger +++

"Hamburgs Votum ist ein Befreiungsschlag auch für Kiel und Schleswig-Holstein: Dieser Sieg der Vernunft bedeutet mehr Geld für die Bürger und keinen Überwachungswahn aus 'Sicherheitsgründen' in der Landeshauptstadt. Wir Piraten haben als einzige im Landtag vornherein gegen Olympia gestimmt. Dass die Kieler so anders abgestimmt haben, ist auch vor dem Hintergrund der unzureichenden Debatte und einseitig beeinflussten Werbung hierzulande zu sehen." (Christian Thiessen, Vorsitzender der Piratenpartei Schleswig-Holstein)

+++ 22.25 Uhr: Hamburg und Kiel gemeinsam gegen Olympia +++

Auch in der Addition aller Stimmen aus Hamburg und Kiel hat die Olympiabewerbung 2024 eine Abfuhr erhalten. Die addierten Ja-Stimmen beliefen sich auf 355 260 (Hamburg: 314 468/Kiel: 40 792), die Nein-Stimmen summierten sich auf 357 061 (Hamburg: 335 638/Kiel: 21 423).

+++ 21.59 Uhr: Gegner: Hamburger wollen andere Stadtentwicklung +++

Für Florian Kasiske von der Initiative NOlympia haben die Hamburger mit ihrem Nein zu Sommerspielen 2024 zum Ausdruck gebracht, dass sie eine andere Stadtentwicklung wollen. Das sagte Kasiske am Sonntag in der Hansestadt. „Die Menschen sehen, dass es Sachen gibt, wo das Geld besser angelegt ist.“ Zuletzt hätten die Gegner in der Stadt einen Stimmungswandel bemerkt. Sein Mitstreiter Dirk Seifert zeigte sich vom Ausgangs des Referendums „positiv überrascht“. Er habe mit einer knappen Mehrheit für Ja gerechnet. „Die Politik hat gefragt, das Volk hat entschieden. Es gibt dennoch Dinge, die für die Stadtentwicklung interessant sind.“

„Es zeigt, dass die Bürger sich damit beschäftigt haben und das falsche Konzept durchschaut haben“, sagte Marie Behr von der Gruppe. „Die von Bürgermeister Scholz genannten Rahmenbedingungen waren nicht dafür verantwortlich. Es ist ziemlich traurig, dass er da die Flüchtlinge vorschiebt“, sagte die Studentin und Olympia-Gegnerin. Olaf Scholz hatte zuvor die Flüchtlingskrise, die Sicherheit nach den Anschlägen von Paris sowie die Skandale des Fußball-Weltverbands FIFA für das Nein verantwortlich gemacht.


+++ 21.55 Uhr: Fegebank „persönlich sehr enttäuscht“ +++

Hamburgs stellvertretende Bürgermeisterin Katharina Fegebank hat sich enttäuscht über das Hamburger Nein zu Olympia 2024 gezeigt. Die Grünen-Politikerin sagte am Sonntag: „Wir wollten Spiele der Vielen und nicht von und für eine Minderheit.“ Trotzdem wolle sie das Ergebnis der Abstimmung akzeptieren: „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir die Hamburgerinnen und Hamburger fragen.“ Von Olympia habe sich Fegebank einen großen Schub für die Hamburger Stadtentwicklung erhofft. „Persönlich bin ich sehr enttäuscht.“

+++ 21.44 Uhr: „Olympischer Gedanke passt nicht zu Deutschland“ +++

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, hat die Niederlage beim Olympia-Referendum mit Fassung getragen. „Für Sport-Deutschland stellt der heutige Tag einen herben Rückschlag und Tiefschlag dar“, sagte Hörmann. Der DOSB sei mit Hamburg aufgebrochen, um dem gesamten deutschen Sport neue Perspektiven zu geben. Diese Chance sei für die kommende Generation durch das Ergebnis der Abstimmung nicht gegeben.

„Es wird sehr, sehr schwierig eine Idee zu entwickeln, weil offensichtlich der olympische Gedanke und Deutschland im Moment nicht zusammenpassen“, ergänzte Hörmann. „Das Ergebnis ist sehr stark den Rahmenbedingungen geschuldet“, ergänzte er. Während der mehrwöchigen Abstimmung dominierten die Flüchtlingskrise, der FIFA-Skandal, die DFB-Affäre und zuletzt die Terrorakte in Paris mit abgesagten Länderspielen auch in Deutschland das öffentliche Leben. „Unser Ziel wird es sein, ohne die Vision der Spiele Sport-Deutschland weiterzuentwickeln“, sagte der DOSB-Chef. Statt mit Rückenwind müsse er nun aber mit Gegenwind umgehen.

+++ 21.39 Uhr: Olympia-Gegner gewinnen Referendum in Hamburg +++

Die Olympia-Befürworter haben das Referendum in Hamburg verloren. Nach Auszählung aller 650 106 gültigen Stimmen entfielen 51,6 Prozent auf ein Nein zu Olympischen Spielen 2024 in der Hansestadt, wie das Statistikamt Nord am Sonntag mitteilte. 48,4 Prozent der Hamburger stimmten demnach mit Ja. Die Wahlbeteiligung lag bei 50,1 Prozent.

+++ 21.35 Uhr: Sportbund-Präsident Mantell äußert sich +++

„Ich bin total enttäuscht, weil ich damit nicht gerechnet habe. Denn die Bewerbung war hundertprozentig in Ordnung. Ich kann mir das nicht erklären. (…) Die Nein-Sager haben sich nicht informiert.“

+++ 21.34 Uhr: CDU bedauert Nein der Hamburger +++

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat das Nein der Hamburger zu einer Bewerbung für Olympische Spiele 2024 bedauert. „Die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 wären eine tolle Entwicklungschance für unsere Stadt gewesen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende André Trepoll am Sonntagabend. Die Sicherheitsfrage nach den Anschlägen von Paris und die große Zahl der Flüchtlinge hätten die Abstimmung sicherlich beeinflusst. Zudem seien aber auch die „gegen die Wand gefahrenen Verhandlungen mit dem Bund über die Olympiafinanzierung“ Wasser auf die Mühlen der Olympiagegner gewesen. „Mit seiner ungeschickten Verhandlungsstrategie hat der Bürgermeister nicht nur den Bund verprellt, sondern offenkundig auch die Bürger von einer Zustimmung abgeschreckt.“

+++ 21.33 Uhr: Stimmenaus der Barclaycard-Arena +++

Große Enttäuschung bei den Olympia-Befürwortern in Hamburg. Nur noch wenige harren noch in der Barclaycard-Arena aus.

“Als Boxweltmeister kann ich nicht gut mit Niederlagen umgehen”, sagt der APB-Weltmeister im Halbweltergewicht. „Es ist traurig zu sehen, dass die Bürger kein Olympia in Hamburg sehen wollen.“

Jürgen Mantell, Präsident des Hamburger Sportbundes, findet starke Worte: „Ich empfinde das Ergebnis als unglaublich enttäuschend. Die Bewerbung passte in die neuen Rahmenrichtlinien des IOC, alles war wunderbar formuliert und transparent diskutiert. Olympia hätte Hamburg in vielen Punkten unglaublich nach vorne gebracht. Das ist nun kaputt, lange kaputt. Ich kann mir das Ergebnis nicht erklären. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, ob man bei so komplexen Fragen die Bürger fragen sollte. Der Sport in Hamburg wird darunter leiden.“

+++ 21.31 Uhr: Albig gibt Statement ab +++

Ministerpräsident Torsten Albig hat sich über den Ausgang der Bürgerbefragungen zur Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 enttäuscht gezeigt. „Ich bedaure es sehr, weil es eine herausragende Entwicklungschance für den Norden gewesen wäre“, sagte Albig am Sonntagabend (29. November). Während die Bürgerinnen und Bürger in Kiel klar für Olympia 2024 votiert hatten, hatte es in Hamburg nicht für eine Mehrheit gereicht.

Er betonte, dass es nach der heutigen Ablehnung in Hamburg nahezu unmöglich sein werde, solche Sportereignisse in Deutschland durchzusetzen. „Wir werden auf lange Zeit keine großen Sportereignisse in Deutschland mehr erleben“, sagte Albig. Das sei für die größte Volkswirtschaft in Europa schade. Er verwies darauf, dass Kiel bisher als einzige Stadt in Deutschland bei einer demokratischen Abstimmung ja zu Olympia gesagt habe.

Die Zweidrittelmehrheit in Kiel sei ein schönes Ergebnis. Die Landesregierung wolle jetzt im Dialog mit den Segelverbänden und denen die hinter der Bewerbung standen den Schwung durch die Olympiabewerbung positiv und kreativ für Anderes nutzen. „Kiel ist und bleibt Segelhauptstadt der Welt und das haben wir heute noch einmal ausdrucksvoll unter Beweis gestellt.“

+++ 21.30 Uhr: Hamburger Erzbischof äußert sich +++

„Für so ein großes Vorhaben wie Olympische und Paralympische Spiele müssen alle Gruppen und Institutionen in Hamburg und in Kiel an einem Strang ziehen. Deshalb war es richtig, die Wählerinnen und Wähler um ihr Votum zu bitten und sich daran zu binden.

Das Votum der Bürgerinnen und Bürger hat meinen Respekt. Allerdings sollten wir nun nach vorne blicken: Jetzt kommt es für uns alle darauf an, auf andere Weise zu zeigen, dass wir uns zutrauen, große Herausforderungen und Zukunftsentwicklungen zu gestalten, wie z.B. die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge, die zu uns kommen,“ so Dr. Stefan Heße.

+++ 21.25 Uhr: Lange Gesichter bei Hamburgs Olympia-Befürwortern +++

Enttäuschte Gesichter bei den Befürwortern der Hamburger Olympia-Bewerbung: Die geplante Jubel-Party der etwa 300 Gäste in der Barclaycard-Arena am Volkspark fiel nach der Ablehnung ins Wasser. „Das Konzept hat gestimmt, aber die Begleitumstände konnten wir nicht beeinflussen. Wir haben gekämpft“, sagte Nikolas Hill, Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft für die Spiele 2024, am Sonntagabend nach Bekanntgabe des ablehnenden Ergebnisses des Referendums. „Ich bin sehr enttäuscht und traurig, es wäre ein große Möglichkeit für die Stadt und die Bürger gewesen, so ein Projekt für die Zukunft zu gestalten. Das muss man erstmal verdauen“, meinte Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV.

+++ 22.16 Uhr: So hat Kiel abgestimmt +++

Wie hoch die Wahlbeteiligung in den einzelnen Stimmbezirken war und wie viele Stimmberechtigte sich für die olympischen Sommerspiele 2024 ausgesprochen haben, können Sie der folgenden interaktiven Karte entnehmen. Sie müssen dazu nur mit der Maus auf den jeweiligen Stimmbezirk klicken:

+++ 21.15 Uhr: OB Kämpfer dankt den Helfern +++

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zeigte sich enttäuscht vom Ausgang des Hamburger Referendums: „Das ist unglaublich schade und ein schwarzer Tag für den deutschen Sport. Wir hätten gerne gemeinsam mit Hamburg die historische Chance auf Olympische Spiele in Norddeutschland ergriffen.“ Gleichzeitig würdigte Kämpfer alle Menschen in Stadtverwaltung, Politik, Wirtschaft und Segelsport, die sich seit Monaten für die Kieler Olympiabewerbung stark gemacht haben: „Sie alle haben einen großartigen Einsatz gezeigt, dafür möchte ich Ihnen ganz herzlich danken. Das Kieler Ergebnis beweist: Wir hatten ein tolles Konzept. Dass es trotzdem nicht gereicht hat, ist daher doppelt bitter. Wir alle müssen den heutigen Abend nun erst einmal verdauen.“

+++ 21.05 Uhr: Scholz gesteht Niederlage ein +++

Hamburg wird sich nicht um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 bewerben. Das sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Sonntag im Rathaus der Hansestadt. Er räumte damit die Niederlage der Olympia-Befürworter beim Referendum ein.

+++ 21.05 Uhr: Hamburger Statistiker sind sicher +++

Die Olympia-Befürworter haben das Referendum in Hamburg aller Voraussicht nach verloren. Nach Auszählung von 602 328 der rund 650 000 abgegebenen Stimmen lagen die Gegner am Sonntag mit 51,7 zu 48,3 Prozent vorn. Aus dem Umfeld des Statistikamtes Nord hieß es, dass sich daran wohl nicht mehr viel ändern werde. Hamburg wird damit auf eine Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer Spiele 2024 verzichten. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 50 Prozent.

+++ 21.02 Uhr: IHK gesteht Niederlage ein +++

„Wir nehmen zur Kenntnis, dass wir das Siegertreppchen verfehlt haben“, fasste Knud Hansen, IHK-Vizepräsident und Beiratsvorsitzender der Feuer und Flamme für Kiel GmbH den Ausgang der Bürgerentscheide in Kiel und Hamburg zusammen.

+++ 21.00 Uhr: Schilksee bleibt, wie es ist +++

Alle im Kieler Olympiazentrum geplanten Investitionen und Umbauten wären mit diesem Ergebnis erstmal auf Eis gelegt.

+++ 20.44 Uhr: 50.000 Stimmen fehlen noch in Hamburg +++

Die Olympia-Gegner haben bereits erste Interviews gegeben. Die Entscheidung ist wohl gefallen. 529 von 556 Abstimmungsstellen sind ausgezählt, rund 50.000 Stimmen fehlen lediglich noch. Und die Gegner führen 311.231 zu 291.097.

+++ 20.39 Uhr: Hamburgs Party fällt wohl aus +++

In der Barclaycard-Arena rechnet niemand der 500 geladenen Gäste mehr mit einer Trendwende. Die Frage nach dem Warum macht die Runde. “Enttäuschend”, sagt die ehemalige Hockeyspielerin Britta Becker. “Ich vermute, dass die Abstimmung einfach in eine politisch schwierige Zeit gefallen ist, in Deutschland, Europa und der Welt.” Christian Blunck, Hockey-Olympiasieger 1992, sagt: “Es ist ein Trauerspiel, wenn es nicht klappt. Wir haben versucht, den Hamburgern zu zeigen, was sie verpassen, wenn sie dagegen stimmen. Aber offenbar haben wir nicht alle erreicht. Das hätte ich nicht gedacht.”

+++ 20.30 Uhr: Die Linke feiert +++

Marco Höne, Landesgeschäftsführer die Linke, ist zufrieden. "Olympia hat sich für Kiel erledigt. Ich wundere mich allerdings, dass Vertreter der CDU und der SPD das Ergebnis so feiern bei einer Wahlbeteiligung von 30 Prozent."

Marco Höne, Landesgeschäftsführer der Linken, freut sich. Quelle: Kathrin Mansfeld

+++ 20.25 Uhr: Enttäuschung in Kiel +++


+++ 20.07 Uhr: Kiel ist ausgezählt +++

87 von 87 Stimmbezirken sind in Kiel ausgezählt. 65,57 Prozent sind für #olympia2024 #O24K

+++ 20.03 Uhr: Linke lässt Banner fallen +++

Die Linke hat ein Banner fallen lassen. Quelle: Kathrin Mansfeld

+++ 20.00 Uhr: Schwenke hofft auf Hamburg +++

Wolfgang Schwenke, Geschäftsführer von Holstein Kiel und Olympiabotschafter: "Das Ergebnis hier ist genau so, wie ich es mit gewünscht habe – ein klares Ja zu Olympia." Für Hamburg prognostiziert er noch einen Umschwung: "Mit den Briefwahlergebnissen könnte Hamburg auf 51 Prozent kommen."

+++ 19.55 Uhr: Der Yacht Club ist dankbar +++

Alexander Eck, Stellv. Vorsitzender im Kieler Yacht Club, sagt: "Wir hoffen noch auf die Briefwahl aus Hamburg. Aktuell kann man nur den Kielern danken. Land, Stadt, Wirtschaft und Sport haben sehr gut zusammengearbeitet und gezeigt, dass Kiel gute Segelwettbewerbe austragen kann."

Alexander Eck, Stellv. Vorsitzender des KYC, ist dankbar. Quelle: Kathrin Mansfeld

+++ 19.49 Uhr: Scholz lässt auf sich warten +++

Ursprünglich war Bürgermeister Olaf Scholz für 19.30 Uhr zur Pressekonferenz angesagt. Doch Scholz dürfte stattdessen in der SPD-Fraktion sitzen und gebannt - oder fassungslos - auf seinen Computer blicken. Der Computer im Sitzungssaal 151 ist dicht umlagert. Hier treffen die Ergebnisse des Wahlamtes zuerst ein. Neuester Stand nach 343 von 556 ausgezählten Abstimmungsstellen: 138064 Ja-Stimmen, 149664 Nein-Stimmen.

+++ 19.46 Uhr: Auf Twitter sinkt die Laune +++



+++ 19.45 Uhr: "Ergebnis positiv bewerten" +++

"Die gefühlte Stimmung ist vor der Wahl nicht so eindeutig gewesen", sagt Stefan Kruber, CDU. Umso positiver sei das Ergebnis zu werten. In Hamburg könne sich das Ergebnis noch drehen, denn: "Die Briefwahlergebnisse werden erst zum Schluss ausgezählt."

+++ 19.38 Uhr: Hamburg vermiest Kiel die Stimmung +++

Die Hansestadt scheint auf dem besten Weg, den Kielern die Stimmung zu vermiesen. 280 von 556 Abstimmungsstellen sind ausgezählt, der Vorsprung der Gegner wächst und wächst. 98001 Nein-Sagern stehen nur 89684 Befürworter gegenüber.

+++ 19.37 Uhr: Albig freut sich über Ergebnis aus Kiel +++

"Das ist ein Schönes Ergebnis für Schleswig-Holstein.", so Ministerpräsident Torsten Albig. Quelle: Kathrin Mansfeld

+++ 19.36 Uhr: Stimmung im Rathaus ist abwartend +++

Zitate, die häufig in Kiel fallen, sind: "die Hamburger können von den Kielern noch was lernen" und "was machen die denn da in der Großstadt?"

+++ 19.31 Uhr: Wird sich in Schilksee doch nichts tun? +++

Die Stimmung in Kiel ist gespalten: Ulf Kämpfer sagt im Schleswig-Holstein-Magazin, er würde sich "in den Hintern beißen", wenn es nun in Hamburg schief läuft. In Kiel-Schilksee rücken die Modernisierungen, die an Olympia gekoppelt sind, derweil in den Hintergrund.

+++ 19.27 Uhr: Galgenhumor bei Twitter +++



+++ 19.26 Uhr: Hamburger angespannt +++

Von den Kieler Zahlen können die Hamburger Olympia-Befürworter in der Barclaycard-Arena nur träumen. Die Stimmung bei der Wahlparty ist angespannt, die Blicke der Gäste wandern immer wieder zwischen Currywurst und Fernsehbildschirm hin und her. Als dort der Zwischenstand aus Kiel verkündet wird, gibt es Applaus.

+++ 19.25 Uhr: Kiel verbreitet Optimismus +++

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer gibt sich optimistisch:  "Kiels Ergebnis ist super, und die Hamburger liefern auch noch."

Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister in Kiel, bleibt optimistisch. Quelle: Kathrin Mansfeld

+++ 19.22 Uhr: Olympia-Kritiker jubeln +++

Im Foyer des Hamburger Rathauses, dort wo sich die Olympia-Kritiker formiert haben, brandet Jubel auf. Doch es war falscher Alarm, weil nur ein Nachzügler johlend begrüßt wurde. Dabei hätte die Anti-Fraktion Grund zur Freude. Nach 244 von 556 Bezirken führt sie mit 71319 zu 64886 Stimmen. Die Ablehnung liegt somit bei 52,4 Prozent.

+++ 19.15 Uhr: In Kiel ist Trotz-Stimmung zu spüren +++



+++ 19.10 Uhr: Kiel scheint entschieden, Hamburg negativ +++

Nach rund der Hälfte der ausgezählten Bezirke in Hamburg wächst der Vorsprung der Gegner in der Hansestadt kontinuierlich. Es steht 49253 zu 46423. Die Spannung steigt. In Kiel dagegen sind 66 von 87 Bezirken ausgezählt: 65,7 Prozent pro Olympia sprechen eine deutliche Sprache.

+++ 19.05 Uhr: In Hamburg wächst der Vorsprung der Gegner +++

Bis auf einen Wahlbezirk sind alle ausgezählt. Der Vorsprung der Gegner ist angewachsen. Sie führen mit 37.752 zu 36.215 Stimmen. Noch allerdings fehlen die Ergebnisse der Briefwähler.

+++ 19.02 Uhr: Linke blickt nach Hamburg +++

Die Ratsfraktion der Linken blickt gespannt nach Hamburg. Dort sind aktuell 51,3 Prozent gegen Olympia 2024. "Da wird das IOC Tschüss sagen. Das hat sich gegessen", sagt Marco Höne. Enttäuschend sei die Wahlbeteiligung in Kiel: "Das ist nicht Feuer und Flamme."

+++ 18.56 Uhr: Todeskino gibt sich optimistisch +++

In Hamburg liefern sich Olympia-Gegner und -Befürworter ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bürgermeister Peter Todeskino hofft, dass am Ende die Befürworter die Mehrheit bilden: "Das wird noch. Hamburg hat mit 'Feuer und Flamme' gut performed, das muss belohnt werden." Das würde auch die Kulisse in Schilksee belohnen:

+++ 18.54 Uhr: Hans-Werner Tovar besorgt um Hamburg +++

Stadtpräsident Tovar sagt zu den ersten Hochrechnungen: "Ich fühle mich bestätigt in dem Ergebnis. Mir macht nur das Ergebnis aus Hamburg Sorgen."

+++ 18.53 Uhr: DOSB sieht es sportlich +++

Stephan Abel, stellv. DOSB-Präsident im Gespräch: "Wir sind ja Sportler, deshalb können wir mit jedem Ergebnis umgehen". Quelle: Kathrin Mansfeld

+++ 18.52 Uhr: Büffet im Rathaus Kiel steht +++

Während die endgültigen Ergebnisse noch auf sich warten lassen, können sich die Besucher im Rathaus am Büffet stärken.

Büffet im Rathaus Kiel Quelle: Kathrin Mansfeld

+++ 18.50 Uhr: Kein Kommentar des Hamburger Sports +++

Jürgen Mantell, Präsident des Hamburger Sportbundes, möchte die ersten Zahlen nicht kommentieren. "Die sind noch nicht aussagekräftig, das ist erst das amtliche Endergebnis. Ich habe weiterhin ein positives Gefühl", sagt er.

+++ 18.43 Uhr: Kiel weiter positiv, Hamburg knapp +++

In der Landeshauptstadt sind zurzeit 38 Bezirke ausgezählt. Es steht 64,8 Prozent für die Olympia-Bewerbung. Die Abstimmungsbeteiligung liegt bei 28,8 Prozent. In der Hansestadt wachsen die Nein-Stimmen auf aktuell 50,9 Prozent bei 184 ausgezählten Bezirken.

Das sind die Bilder zum Bürgerentscheid.

+++ 18.42 Uhr: „Mehr Demokratie“ beklagt unfaires „Referendum von oben“ +++

Die Initiative „Mehr Demokratie“ hat schon vor dem Ergebnis des Olympia-Referendums in Hamburg eine unfaire Verteilung der Möglichkeiten kritisiert. „Die Gegner des Olympia-Referendums hatten nicht annähernd die gleichen finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten, mit ihren Argumenten an die Öffentlichkeit zu gelangen“, beklagte das Bündnis am Sonntag. „Mit einem bisher nie erlebten Aufwand hatten Senat, Bürgerschaftsmehrheit, Wirtschaft und Sportorganisationen um das Ja für die Hamburger Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024 geworben“, hieß es in einer Mitteilung.

Manfred Brandt von „Mehr Demokratie“ betonte: „Immer wenn Referenden von Regierungen eingeleitet werden, leidet diese Fairness, denn dann können alle personellen und finanziellen Mittel einer Exekutive für die Position der Regierenden eingesetzt werden. Hamburg ist leider keine Ausnahme.“ In Wahlkämpfen sei es untersagt, die Verwaltung und die Finanzen der öffentlichen Hand zur Unterstützung der Regierungsparteien zu nutzen. „Das gilt auch für Volksentscheide“, sagte Brandt.

+++ 18.37 Uhr: Hamburg aktuell gegen Olympia +++

Ein etwas anderes Bild vermittelt das Statistische Amt für Hamburg: 155 von 556 Bezirken sind dort ausgezählt. 50,3 Prozent stimmen mit Nein.

+++ 18.36 Uhr: Spannung steigt +++

Gespannt schauen die Besucher im Rathaus in Kiel auf die Stimmergebnisse im Livetakt. Quelle: Kathrin Mansfeld

+++ 18.36 Uhr: 19 Bezirke in Kiel ausgezählt +++

In Kiel steht es nach 19 ausgezählten Bezirken 65,2 Prozent für die Olympia-Bewerbung.

+++ 18.35 Uhr: Erste Zahlen in Hamburg +++

Die ersten Zahlen des Statistischen Amtes trudeln im Rathaus ein: 10871 Ja-, 10552 Nein-Stimmen.

+++ 18.34 Uhr: Schwenke über Olympia +++

Wolfgang Schwenke, Olympiabotschafter, war 1992 mit der Handballnationalmannschaft bei Olympia. Alleine der Einlauf "ist Freude pur".

+++ 18.33 Uhr: Hamburger Gegner gelassen +++

Nach der ersten Prognose von 56:44 bleiben die Olympia-Gegner in Hamburg gelassen. Der Sozialwissenschaftler Dirk Seifert, der auf seinem Blog fairspielen.de seit Wochen klar Stellung bezog, lächelt den Trend locker weg: "Abwarten, das sagt noch gar nichts."

+++ 18.25 Uhr: Kämpfer zeigt sich optimistisch +++

OB Ulf Kämpfer hofft, "dass wir die 60 Prozent ankratzen." Aber erstmal müssten die 50 Prozent erreicht werden. "Wir alle hier sind aber optimistisch." Die Wahlbeteiligung werde bei 30 Prozent liegen. Mitunter hänge das aber mit Dauerregen zusammen. "Seit 14 Jahren hatten wir an einem Wahltag nicht so schlechtes Wetter."

Die Schüler auf der Bühne im Kieler Rathaus sind gegen Olympia 2024 in Kiel. Quelle: KN-Online

+++ 18.23 Uhr: Erster Bezirk in Kiel ausgezählt +++

Der erste Abstimmungsbezirk in Kiel ist ausgezählt: Wellsee-Kronsburg stimmt mit 70,4 Prozent für die Olympia-Bewerbung 2024 in Kiel und Hamburg.

+++ 18.22 Uhr: Anspannung bei Hamburgs Sportlern steigt +++

In der Barclaycard-Arena steigt die Anspannung bei den Olympia-Befürwortern, die hier ihre Wahlparty feiern. "Wir haben gerade das Ergebnis der letzten Umfrage gehört, hoffentlich können wir die 56 Prozent noch toppen", sagt Stefan Schröder vom HSV Hamburg. Johannes Bitter, langjähriger Teamkollege des ehemaligen Linksaußen, ergänzt: "Bei einem Nein wäre die Enttäuschung schon groß." Die beiden Handballer haben im Vorfeld der Wahl mit ihren Freunden und bekannten viel diskutiert. "Auch kritisch", sagt Schröder. "Aber ich glaube, Olympia in Hamburg wäre eine tolle Chance für die Stadt und den Sport", sagt Bitter.

+++ 18.14 Uhr: Die Linken hoffen auf ein klares Nein +++

Stefan Karstens, Landesvorstand der Linken, sitzt im Parteibüro im Rathaus und wartet auf das Ergebnis: "Wir hoffen auf ein möglichst klares Nein und denken auch, dass wir es erreichen."

Stefan Karstens, Landesvorstand der Linken Quelle: KN-online

+++ 18.00 Uhr: Im Hamburger Rathaus gibt es die erste Prognose +++

56 Prozent Zustimmung. Im ZDF gibt Michael Vesper, Vorstandschef des Deutsch Olympischen Sportbundes, das erste Interview. Hamburgs  Landeswahlleiter Wolfgang Bick berichtet von einer Wahlbeteiligung von 49,3 Prozent. "Das ist richtig gut", sagt er, "vielleicht schaffen wir bis 18 Uhr noch die 50 Prozent."

+++ 18.00 Uhr: Vorbereitungen sind getroffen +++

Die Abstimmungslokale schließen, für die Pressekonferenz steht im Rathaus alles bereit.

Gleich geht die Presekonferenz im Rathaus in Kiel los. Quelle: KN-Online

+++ 17.51 Uhr: Neue Zahlen zur Abstimmungsbeteiligung +++

Die aktuellen Zahlen zur Abstimmungsbeteiligung in Kiel fallen deutlich größer aus: 30,67 Prozent der berechtigen Kieler haben bis 17.30 ihre Stimme abgegeben. Die letzten Sekunden der offenen Wahllokale laufen.

+++ 17.41 Uhr: Schilksee damals und heute +++

Olympische Spiele in Kiel-Schilksee, die gab es schon einmal. Für die Veranstaltung 1972 wurden die wuchtigen Bauten und der Olympiahafen im Vorort Kiels angelegt. Wir zeigen Ihnen im Rahmen dieses Livetickers, wie sich die Bilder vor Ort verändert haben. Das Olympiagelände in Schilksee damals und heute.

+++ 16.23 Uhr: Olympische Ringe in den USA +++

Unser Reporter Frank Behling berichtet aus den Vereinigten Staaten – selbst dort spielt das Olympia-Referendum eine Rolle: Die zehn Schiffe der Reederei Aida Cruises zeigen bei ihren Reisen derzeit auch Flagge für Olympia. New York, Montreal und Dubai wurden von den Schiffen mit dem Banner bereits angelaufen. Am Sonnabend machte die "Aidavita" mit dem Banner in New Orleans fest. Damit unterstützt die Reederei die Bewerbung Hamburgs und Kiels um die Austragung der Olympischen Spiele 2024. "Aida ist Feuer und Flamme für Hamburg" steht auf den Flaggen, die weithin sichtbar an Bord der Schiffe wehen.

Aida zeigt Werbung für Olympia Quelle: Frank Behling

+++ 16.00 Uhr: Unsere Umfrage: Denkbar knapp +++

Auch bei KN-online konnten die Leser in den vergangengen drei Tagen abstimmen. Das Ergebnis war mehr als eng. 915 Besucher der Seite stimmten ab, 484 waren dafür, 431 Stimmen gegen Olympia 2024 in Hamburg und Kiel gingen ein. Das ergibt ein prozentuales Verhältnis von 53 zu 47 Prozent für Olympia. Repräsentativ oder ein Hinweis ist das aber natürlich nicht. Noch fast zwei Stunden sind die Wahllokale geöffnet.

+++ 15.00 Uhr: Wahlbeteiligung in Kiel bei 17 Prozent +++

Erste Zahlen der Wahlbeteiligung in der Landeshauptstadt liegen vor: Bis 14 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei 17,03 Prozent. Im Vergleich zu üblichen Wahlen ist das gering. Bei der Europawahl 2014 lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt in Kiel bei 23 Prozent, bei der Bürgermeisterwahl noch höher, bei 29 Prozent.

+++ 14.55 Uhr: So sehen die Segler die Abstimmung +++

Um diese Sportler geht es: Unsere Reporterinnen Imke Schröder und Anne Steinmetz haben im Laufe der Woche zwei Nachwuchssegler im Olympia-Stützpunkt in Kiel-Schilksee besucht und unter anderem zu ihrer Meinung zu Olympischen Spielen in Kiel befragt. Die fiel, wenig überraschend, positiv aus.

+++ 14.45 Uhr: Entscheidungshilfe gefällig? +++

Alle Informationen zum Thema Olympia-Bürgerentscheid haben Ihre Kieler Nachrichten bereits für Sie aufbereitet, hier in unserer Olympia-Beilage.

Wahlmotivation in Kiel und Hamburg

Bei dem Referendum über eine Hamburger Olympia-Bewerbung zeichnet sich eine rege Beteiligung ab. Bis 13.00 Uhr hatten nach Angaben des Landeswahlamtes Hamburg insgesamt 595 549 Menschen abgestimmt – die meisten per Briefwahl. 26065 suchten die Wahllokale auf. Insgesamt betrage die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt 45,6 Prozent, sagte Oliver Rudolf vom Landeswahlamt am Sonntag. In Kiel hatte sich bereits bis Mitte der Woche eine rege Beteiligung abgezeichnet. Über 2000 Kieler hatten bereits abgestimmt, mehr als 11000 Briefwahlunterlagen beantragt. 15840 Stimmen aus der Landeshauptstadt werden benötigt, um das Referendum gültig werden zu lassen.

Vorläufiges Endergebnis um 22 Uhr

Hamburg und Kiel entscheiden über die Olympia-Bewerbung Deutschlands für 2024. Seit 8.00 Uhr sind in der Hansestadt sowie in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt die Abstimmungslokale geöffnet. Die Auszählung beginnt nach Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr. Belastbare Hochrechnungen werden bis 19.30 Uhr, ein vorläufiges Endergebnis wird spätestens für 22.00 Uhr erwartet.

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz appellierte an die Hamburger, einer Bewerbung zuzustimmen. „Sagen Sie heute JA zu Olympischen & Paralympischen Spielen in #Hamburg2024.“, twitterte der SPD-Politiker.


Sowohl beim Referendum in Hamburg als auch beim Bürgerentscheid in Kiel, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, sehen Umfragen eine Mehrheit für die Bewerbung. In der Hansestadt sind rund 1,3 Millionen Bürger abstimmungsberechtigt. Allein 569 484 Hamburger beteiligten sich schon im Vorfeld per Briefwahl. Das entspreche 43,6 Prozent der Wahlberechtigten, sagte Rudolf.

Um das Referendum im Sinne der Befürworter zu entscheiden, müssen sie zum einen eine Mehrheit der abgegebenen Voten haben und zum anderen mindestens 20 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten auf sich vereinen. In Kiel, wo fast 200 000 Menschen mitmachen können, müssen mindestens acht Prozent der Wahlberechtigten Ja sagen, um die Segel-Bewerbung möglich zu machen.

Mehr Olympia-Gegner in Hamburg

Sowohl in Kiel als auch in Hamburg wächst die Zahl der Olympia-Gegnern, wobei sie in der Hansestadt stärker vertreten sind. Sie befürchten unter anderem steigende Mieten und soziale Ausgrenzung und beklagen einen Missbrauch der Olympischen Idee durch Konzerne.

Im Zentrum der Kritik steht jedoch die Finanzierungsfrage. Hamburgs Senat hat für die öffentliche Hand Kosten von rund 7,4 Milliarden Euro veranschlagt, von denen die Hansestadt maximal 1,2 Milliarden Euro übernehmen will. Den Rest soll der Bund finanzieren. Eine Zusage steht jedoch weiter aus.

Neben Hamburg und dem Segel-Partner Kiel wollen sich Budapest, Paris, Rom und Los Angeles um die Spiele in neun Jahren bewerben. Die Entscheidung fällt das IOC 2017 in Lima (Peru).

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Gerhard Müller 28.11.2015

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"Der Nikolaus war noch nie ein Osterhase." Uli Hoeneß warnte einmal vor Rückschlüssen von der Herbstmeisterschaft auf das Saisonende. Aber wer zweifelt noch an Halbzeittitel und Schale für die Münchner? Die Bayern tun das als "Quatsch" ab, feiern Tore, Rekorde und Zahlen.

Deutsche Presse-Agentur dpa 29.11.2015

Die Außenseiter haben sich am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga durchgesetzt. Der 1. FC Nürnberg gewann beim favorisierten FC St. Pauli überraschend klar mit 4:0. Schlusslicht MSV Duisburg und dem bisherigen Vorletzten Fortuna Düsseldorf glückten wichtige Siege.

Deutsche Presse-Agentur dpa 29.11.2015

Mit einer weiteren Nullrunde und einigen Fragezeichen um seine Formel-1-Zukunft machte sich Fernando Alonso eilig auf den Weg in den Urlaub. McLaren-Teamchef Ron Dennis hatte mit seltsamen Andeutungen beim Saisonfinale in Abu Dhabi die Spekulationen um ein mögliches Sabbatjahr des zweimaligen Weltmeisters befeuert.

Deutsche Presse-Agentur dpa 29.11.2015