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Sportmix „Canes-Fluch“ hält trotz starker Abwehr
Sport Sportmix „Canes-Fluch“ hält trotz starker Abwehr
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21:47 10.08.2019
Von Merle Schaack
Für Kiels Quarterback Jake Purichia gab's gegen Hildesheim kaum ein Durchkommen. Am Ende schied er mit einem schmerzenden Sprunggelenk aus. Quelle: Frank Peter
Kiel

Kuriositäten, Spannung bis ins letzte Quarter und eine starke Kieler Defensive prägten die Partie der Kiel Baltic Hurricanes gegen die Hildesheim Inavaders. Wie schon vor zwei Wochen beim Hinspiel in Hildesheim (7:27-Niederlage) hielt die Kieler Defense von Anfang an gut dagegen.

Die Gäste-Offense um Star-Quarterback Casey Therriault musste dreimal in Folge punten, während die Canes schon im zweiten Anlauf das erste Mal jubelten. Markell Castle war mit dem Ball in die Hildesheimer Endzone gelaufen, wurde anschließend aber wegen einer Strafe gegen sein Team zurückgepfiffen.

Abwehr trotzt Verletzungen

So blieb vom ersten Viertel nur die Verletzung von Punter und Defensive Back Louis Müller (Sprunggelenk). Er gesellte sich zu Allrounder CJ Davis ins Canes-Lazarett. Davis hatte sich im Donnerstag-Training einen Bänderanriss im Fuß zugezogen. Ohne ihn und Müller musste die Abwehr umgebaut werden. 

Auch Hildesheim musste aber auf eine Säule seines Spiels verzichten: Receiver Anthony Dablé-Wolf musste verletzt passen. So war es Nathaniel Morris, der in Kooperation mit Therriault schließlich maßgeblich den Weg übers Feld zum ersten Touchdown erledigte, nach dem die Gäste mit 7:0 in Führung gingen.

Offensiv fiel den Canes kein Konter ein, dafür stemmte sich die provisorisch mit Aron Bruning geflickte Defensive mit allen verfügbaren Mitteln gegen den Invaders-Angriff - auch, als mit Felix Meintz der nächste Abwehrspezialist vom Feld humpelte.

Therriault beeindruckt mit Solo

Haarscharf entgingen die Canes kurz vor der Pause einem größeren Rückstand, als Therriault in Ermangelung einer Anspielstation gut 20 Sekunden lang übers Feld tanzte, fast jeden Kieler Verteidiger einmal abschüttelte und schließlich Platz für einen weiten Pass in die Endzone fand.

„Da haben wir alle 20 Sekunden lang die Luft angehalten“, sagte Canes-Headcoach Timo Zorn später. Der Ball landete nach einem Sprungduell aber weder in Kieler noch in Hildesheimer Händen, sondern auf dem Rasen, so dass die Canes zur Pause weiter in Schlagdistanz waren. 

Canes-Fehler bereiten Hildesheim den Weg

Doch das änderte sich direkt nach dem Wiederanpfiff. Der erste Snap geriet viel zu hoch für Quarterback Jake Purichia, der den Ball nur noch mit Ach und Krach an der eigenen Endzone sichern konnte. Seinen nächsten Pass fing Hildesheims Henrique Roedion ab und lief mit dem Ball direkt durch zum Touchdown - 14:0-Führung für die Gäste.

Wenig später standen die Invaders schon wieder kurz vor der Endzone der Hurricanes- bis Dennis Schipper mit einer Interception für einen Befreiungsschlag sorgte. Anschließend feuerte Purichia einen 81-Yard-Pass auf Castle ab, der zum ersten Canes-Touchdown sprintete.

Castle-Touchdown bringt Energie

Ein Energieschub für das ganze Kilia-Stadion. Unter lauten „Defense“-Rufen gelang es den Kielern, dreimal in Folge weite Therriault-Pässe zu verteidigen. Keinen seiner Receiver konnte der Star-Quarterback erfolgreich bedienen. Einmal mehr musste der Tabellenzweite punten.

Im letzten Viertel reichte wiederum eine kleine Lücke in der Canes-Abwehr, um Therriault genug Platz für einen 30-Yard-Pass auf Christian Fette zu geben, der den Ball im Nachfassen in der Kieler Endzone fing. 

Auch Quarterback Purichia verletzt

Für Spannung nach dem 21:7-Rückstand der Kieler sorgten zum Ende der Partie noch einige Raumstrafen gegen Hildesheim, durch die die Hurricanes plötzlich unverhofft zwei Yards vor dem Ziel standen. Erneut schlug aber das Verletzungspech zu. Quarterback Jake Purichia musste mit einer Sprunggelenksverletzung vom Feld, der 19-Jährige Henrik Wolk übernahm. Doch auch diese kurze Distanz war für die Kieler Offense an diesem Tag unüberbrückbar - es blieb beim 7:21. „Wenn wir eine Mannschaft wie Hildesheim bei nur 21 Punkten halten, muss vorne mehr kommen“, sagte Linebacker Lucas Biere und sprach angesichts der Kieler Serie an verpassten Chancen vom „Fluch der Canes“. 

Auch Timo Zorn sagte: „Das war ein nervenaufreibendes Spiel. Es fehlt uns immer wieder dieses Quäntchen Glück. Die jungen Spieler sind am richtigen Fleck und tun die richtigen Dinge, aber dann kommen immer wieder Kleinigkeiten in den Weg. Aber wir werden alle besser.“

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