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Sportmix Flensburg will ins Final Four
Sport Sportmix Flensburg will ins Final Four
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13:04 24.04.2019
Foto: Das Viertelfinal-Duell mit der SG Flensburg-Handewitt kommt für Ex-Zebra René Toft Hansen (Mitte) zu früh. Der Däne ist seit der WM an der Leiste verletzt.
Das Viertelfinal-Duell mit der SG Flensburg-Handewitt kommt für Ex-Zebra René Toft Hansen (Mitte) zu früh. Der Däne ist seit der WM an der Leiste verletzt. Quelle: imago/Panoramic
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Flensburg

Der THW Kiel unterlag 2016 dem ungarischen Topklub Telekom Veszprém im Halbfinale mit 28:31 nach Verlängerung. Am Sonnabend, 4. Mai, kommt es zum Rückspiel, und dann entscheidet sich, ob Flensburg nach dem überraschenden Titelgewinn von 2014 zum zweiten Mal in Köln am Finalturnier teilnehmen darf.

Machulla: "In Veszprém erwartet uns die Hölle"

„Wir gehen zuversichtlich in das erste Spiel, weil wir zu Hause spielen“, sagt Maik Machulla. Der SG-Meistertrainer weiß, dass es „hart“ wird und seine Mannschaft „viel investieren“ muss. Für die erste Halbzeit dieses Duells ist sein „Plan“, einfach nur „zu gewinnen“. Zur Frage nach einem Wunschergebnis und in welcher Höhe ein möglicher Sieg am besten ausfallen sollte, meint Machulla: „Darüber muss man sich keine Gedanken machen. Egal wie hoch, in Veszprém erwartet uns die Hölle, und dort ist man mit keinem Ergebnis sicher. Andersherum traue ich meiner Mannschaft auch zu, dass sie selbst mit einem Negativergebnis in Ungarn bestehen kann.“

Im Vorjahr unterlag die SG im Gruppenspiel am Balaton knapp (27:28) und holte zu Hause ein Remis (31:31). Damals stand vor allem das Wiedersehen mit Ex-SG-Coach Ljubomir Vranjes im Mittelpunkt. Der Schwede wurde Anfang dieser Saison aufgrund von Erfolgslosigkeit am Plattensee entlassen. Seither hat sich unter dem neuen Trainer David Davis „einiges verändert“, wie Machulla beobachtet hat. Typisch spanisch wird im Angriff viel mit kleineren und wendigen Akteuren wie Mate Lekai, Petar Nenadic und Kentin Mahé agiert. Wobei der Ex-Flensburger zuletzt etwas weniger Spielanteile bekam.

René Toft Hansen ist seit der WM verletzt

Seit dem Winter gar nicht im Einsatz ist der ehemalige Kapitän vom THW Kiel, René Toft Hansen. Der Abwehrstratege hatte sich beim WM-Triumph der Dänen im Januar eine Leistenverletzung zugezogen und fällt seither aus. Von bis zu sechs Monaten Ausfallzeit war zunächst die Rede. Ende März postete er jedoch ein Video auf Instagram, das ihn in der Reha bereits auf dem Laufband zeigt. Ein Einsatz gegen Flensburg wäre allerdings noch viel zu früh. Wann er zurückkehrt und ob er somit überhaupt noch einmal für Veszprém auflaufen wird, ist fraglich. In der kommenden Saison wird es jedenfalls nicht der Fall sein, da der 34 Jahre alte Däne im Sommer zu Benfica Lissabon wechselt.

Doch auch ohne den Dänen ist Veszprém in den Augen von Machulla auf „jeder Position doppelt oder gar dreifach gut besetzt“. Mit Arpad Sterbik und Laszlo Nagy fallen ihm da gleich noch zwei Topstars ein. Machulla weiß aber auch: „Die Mannschaft hat auch eine gewisse Verwundbarkeit. In der Liga und im Pokal haben sie insgesamt drei Mal den Kürzeren gegen Szeged gezogen“. Ein Team, das die SG in der Gruppenphase daheim beim 27:25-Erfolg dominierte. Für Veszprém zählt nur die Champions League und das Final Four, da müssen wir ansetzen.“

SG will den Viertelfinal-Fluch besiegen

Zuletzt scheiterte die SG, die im Sommer mit Rasmus Lauge ihren derzeit besten Akteur an Veszprém verlieren wird, drei Mal in Serie im Viertelfinale am späteren Sieger (Montpellier, Skopje und Kielce). Diesen Fluch wollen die Flensburger gerne beenden, auch wenn René Toft Hansen von der Tribüne aus auf einen anderen Ausgang hofft.

Von Ruwen Möller

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