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Deutsche Handballer lösen Olympia-Ticket mit Sieg über Algerien

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19:31 14.03.2021
Von Tamo Schwarz
Nordafrikanische Härte: Philipp Weber wird unsanft von Abdi Ayoub (2. v. li.) gestoppt.
Nordafrikanische Härte: Philipp Weber wird unsanft von Abdi Ayoub (2. v. li.) gestoppt. Quelle: Sascha Klahn
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Berlin

Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason krönt somit ein Wochenende, das mit einem Remis-Drama gegen Schweden begonnen und beim deutlichen 36:27 gegen Slowenien am Sonnabend – eine taktische Glanztat von Bundestrainer Alfred Gislason – seinen Höhepunkt hatte.

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Gegen Algerien kehrt THW-Ass Patrick Wiencek zurück in die Startformation, ebenso wie Uwe Gensheimer. Patrick Groetzki beginnt auf Rechtsaußen in einer Begegnung, die in Halbzeit eins alte Magerkost-Muster aufleben lässt.

Offensiv keimt zunächst aggressives Tempo- und Umschaltspiel auf (8:5/11.), landen die Spielsysteme effektiv am Kreis, bei den Außen, bleiben aber zu viele (klare) Chancen liegen. In der Abwehr fehlt der konsequente Zugriff, der letzte Wille, das mentale Einlassen auf den letzten Schritt zum Olympia-Glück.

Deutschland gegen Algerien: Rot gegen Abderahim

Algerien setzt wie erwartet auf nordafrikanische Härte, übertreibt es. Nach einem Foul an Philipp Weber sieht Berriah Abderahim die Rote Karte (22.). Doch konsequentes Überzahlspiel sieht anders aus. Auch deswegen liegt die DHB-Auswahl nur mit 17:14 vorn zur Pause.

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In trockenen Tüchern ist noch nichts. Darum sichert Gislason ab, bringt nach der Pause Steffen Weinhold und Hendrik Pekeler. Zuvor hat Silvio Heinevetter bereits den glücklosen Andi Wolff abgelöst.

So ganz lassen sich die Algerien nicht abschütteln, bleiben bis zum 18:22 (38.) auf Tuchfühlung, bissig, unangenehm. Als der wurfgewaltige Julius Kühn zur 28:21-Führung trifft (49.), ist die Entscheidung jedoch gefallen, das Ticket nach Tokio gelöst. Am Ende steht ein 34:26-Erfolg auf der Anzeigetafel.

Erleichterung nach dem erreichten Ziel

Rechtsaußen Patrick Groetzki spricht anschließend von einer "großen Erleichterung", Kreisläufer Johannes Golla sagt: "Wir freuen uns, diesen Schritt getan zu haben. In Tokio können wir mit allen mithalten." Erleichterung auch bei Bundestrainer Alfred Gislason: "Heute fehlte im dritten Spiel am dritten Tag die Spritzigkeit. Der Druck war enorm groß, ich bin stolz auf die Mannschaft." DHB-Vizepräsident Bob Hanning bleibt bei seinem vor acht Jahren ausgerufenen Ziel Olympia-Gold: "Wir fahren nicht nach Tokio, um Zweiter zu werden."

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